Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 11 (1924)
- Issue
- 19 (9.5.1924)
- Date
- 1924-05-09
- Page
- Seite 62 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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62 Das 'Jüdische Echo Nr. 19 gehört bekanntlich heute nicht mehr der Zionistischen Organisation an, sondern steht an hervorragender Stelle im Lager der Agudath Jisrael. (Ziko) Oskar Straus über den Aufbau Palästinas Der „Detroit Jewish Chronicle“ entnimmt einem Interview, das Oskar Straus, der amerikanische Philanthrop und Staatsmann, nach seiner Rückkehr aus Palästina erteilt hat, folgendes: „Die letzten Anzeichen einer ökonomischen und industriellen Besserung in Palästina haben auf mich einen höchst hoffnungsvollen Eindruck gemacht. Die größten Hoffnungen des Landes beruhen auf diesen ökonomischen und industriellen Besserungstendenzen, die für den richtigen Immigrantentypus Beschäftigung ermöglichen. Das Element, das am wahrscheinlichsten den Stoff für den Wiederaufbau liefert, kommt mit dem Entschluß ins Land, alle notwendigen Opfer zu bringen. Die Wiedererrichtung der jüdischen Heimstätte kann nicht anders, als der gesamten Bevölkerung von Palästina zum Segen gereichen. Die Geldquellen und die erforderliche Kraft für den Aufbau sollte bei allen Juden gesucht werden, die da,s historische Gewissen unseres Volkes und den Wunsch haben, an dem Aufbau unserer väterlichen Heimat mitzuhelfen.“ (Ziko) Das Wachstum von Tel Awiw Nach dem vom Magistrat der Stadt Tel Awiw letzthin veröffentlichten Bericht umfaßt die Stadt bereits ein Gebiet von 4000 Dunam und ist so in ihrer räumlichen Ausdehnung bereits größer als Jaffa. Die Bevölkerungsziffer beträgt gegenwärtig 17 600 Personen. (Ziko) Die amerikanische Membership-Kampagne Die Kampagne für die Gewinnung von 100 000 neuen Mitgliedern der Zionistischen Organisation in Amerika macht glänzende Fortschritte. In allen Städten, besonders in den Großstädten wie New York, Philadelphia, Boston, Buffalo, Cleveland, Baltimore und anderen Plätzen übertreffen die Erfolge der Kampagne alle Erwartungen. Überall sind neue Distriktsverbände geschaffen worden. In den meisten Distrikten hat sich die Zahl der Mitglieder verdoppelt, an einigen Plätzen ist die Zahl der neugewonnenen Mitglieder schon größer, als sie im ganzen Jahr 1923 war. (Ziko) Neue Bodenkäufe des Keren Kajemeth Lejisrael Der Keren Kajemeth Lejisrael hat in der letzten Zeit eine Reihe neuer Bodenkäufe sowohl von ländlichem als auch städtischem Besitz getätigt. Die neuerworbenen ländlichen Bodenkomplexe liegen im mittleren Emek, in Kfar Malal, in Petach Tikwah und Kubeba, die städtischen Böden in der Nähe von Jerusalem. Durch diese Neuerwerbungen wurde der Besitz des KKL an ländlichem Boden um etwa 7000 Dunam, der an städtischem Boden um 70 000 Quadratellen vermehrt. (Ziko) Entwicklung der Steinindustrie Die neue Steinbrech- und Steinbearbeitungsindustrie, welche kürzlich von jüdischen Arbeitern in Palästina aufgenommen wurde, nimmt immer größeren Umfang an. Der neueste Zweig dieser Branche ist die Herstellung von Gedenksteinen aller Art. Wie die Industrieabteilung der „Solei Boneh Company“ berichtet, wird die ganze Steinbearbeitung, das Hauen, Polieren, Gravieren und Setzen der Steine durch jüdische Arbeiter besorgt. (Ziko) Aus der Jüdischen Welt Der Numerus clausus auf dem internationalen Soziologen-Kongreß in Rom Rom. (J.T.A.) Der im Senatorensaal des Kapitols stattgefundene III. Internationale Soziologenkongreß hat soeben unter dem Vorsitz des Staatsministers Luzattii beendet. Luzatti schloß mit einem Appell für Gerechtigkeit gegen die nationalen und religiösen Minderheiten. Das Komitee der jüdischen Delegationen in Paris war durch Prof. Enzo Bonaventura von der obersten Studienanstalt in Florenz vertreten, der ein Memorandum über die Rechte der jüdischen Minderheiten und das Problem des Numerus clausus vorgelegt hatte. Der Kongreß hat an seinem letzten Sitzungstag einstimmig die folgende Resolution angenommen: „Der Kongreß, der eine geziemende Aufmerksamkeit denjenigen nationalen Minderheiten zuwendet, die keine staatliche Organisation hinter sich haben und darum ganz besonders den durch alte Rassen- und Religionsvorurteile hervorgerufenen Willkürlichkeiten ausgesetzt sind; er verlangt von allen Regierungen die absolute Achtung der den Schutz der nationalen und reli- "RauThallmaier München %ßctfin£vür.ld. UUMaxm