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Das jüdische Echo · 1924-05-02 · 18 (2.5.1924) · p. Seite 53

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
11 (1924)
Issue
18 (2.5.1924)
Date
1924-05-02
Page
Seite 53 (sequence 5)
Language
German
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Das Jüdische Echo 53 4r. 18 Nr. 18 Mus sind Innen irbeieinen , wie dem Das bedtsereits s ist irbeit isamix zu verkdie rigens als hier, „Bol- Rußauch welche anach l un d e ge- Üb erhoben entiös offenposin beratdiOn ästina en zu n Allsoviel ß Arimög- Kapital meiniß die eieher Dokwas n. aus ■ galir dem n und r erden hoch rrscht Lnguncebaut ssetzt, :ommt hehen n geeicht 1s die . Nas erst ^eben, erden, e dieagen?;uchte, fahren äßten, r und i dauern — ihiaits^ Schritt Lividulange Zeit alle Überschüsse verbrauchen würden. Ich weiß es nicht. Sie sind sehr praktische Leute, und wenn die Zeit weiter geht und sie mehr Erfahrung haben, werden sie schon die nötigen Änderungen in ihren dörflichen Verhältnissen treffen. Aber in der jetzigen Zeit ist ihre Methode kommunistischer Arbeit, — die sie in ebenso großzügiger Begeisterung auf sich nahmen wie die Anhänger Nehemi'as den Bau der Mauern von Jerusalem, — die wirksamste, die wirtschaftlichste und die sicherste, die man für die kommende wirtschaftliche Freiheit des Landes raten könnte. Dieses Lob ist ihr auch derjenige schuldig, der fest davon überzeugt ist, daß sie nur einen zeitlichen Wert hat Es liegen viele Schwierigkeiten auf dem Wege der Entwicklung Palästinas, bis es soviel Früchte trägt, und1 eine so große Bevölkerung ernährt, wie es das Land leicht tun kann; es wird einige Fehler und Enttäuschungen in den zionistischen Plänen geben, und es. wird auch noch Reibungen geben, bis sich Araber und Juden in eine Gemeinschaft fügen. Aber das sind Einzelheiten. Eine Politik, welche Palästina einer jiddischen „Rückwanderung“ öffnet, und gleichzeitig dafür sorgt, daß die Araber nicht nur in ihren Rechten geschützt, sondern auch an dem wachsenden Reichtum des Landes beteiligt werden, ist sicher nicht zuim Mißlingen verurteilt. Palästinapolitik und Wirtschaft Von Adolf Böhm. In all den diplomatischen Verhandlungen der Zionistischen Organisation, die unablässig weitergeführt werden müssen, ist bisher eine der wichtigsten Stützen der Palästina-Politik, die wirtschaftliche Realität, viel zu wenig und in viel zu allgemeiner Weise benützt worden. Die Analyse der Wirtschatt und der Finanzen Palästinas ergibt aber eine ganze Reihe von Momenten, die zur Unterstützung unserer Politik dienen können. Schon in der Gegenüberstellung bloß von arabischer und jüdischer Leistung liegt eine Vernachlässigung des dritten Faktors: der britischen Leistung. Denn das Mandat bedeutet ja nicht nur die Errichtung einer jüdischen Heimstätte, sondern gegenüber einer von den Arabern angestrebten völligen Unabhängigkeit unter König Hussein: britische Administration plus jüdischer Heimstätte. Stellt man daher die Frage nicht so, wie es bisher geschah: wie sähe Palästina heute ohne die jüdische Leistung — die an sich groß genüg ist — aus, sondern: wie sähe Palästina ohne Mandat, also ohne jüdische und britische Leistung aus, so wäre die Antwort völlig niederschmetternd füx das arabische Selbstgefühl. Sehen wir ganz davon ab, daß die Mandatsmacht eine moderne Verwaltung eingeführt hat und fachkundige Beamte verwendet, die. namentlich in der Landwirtschaft die Bevölkerung instruiert und berät, so spricht schon das offizielle Budget eine beredte Sprache in bezug auf ihre Leistungen. Die britische Regierung hat der Palästina-Administration 1,3 Millionten Pfund geliehen, 'das Kriegsministerium ihr Vorräte im Werte von etwa 300 000 Pfund überlassen. Hierin ist nicht eingerechnet, daß die Investitionen der englischen Militärverwaltung während des Krieges für bleibende Werte — Bahnen, Straßen u. der gl. — mit zwei Millionen Pfund zu bewerten ist. Demgegenüber hat die Administration aus 'bloßen Landeseinnahknen (Steuern und Zolleinnahmen) für Investitionen nicht mehr als 750 000 Pfund in drei Jahren bestreiten können, aber auch diese Summe hätte nicht ausgegeben werden können, wenn nicht die Zahlungen Palästinas aus dem Titel seineis Anteiles an der türkischen Vorkriegsschuld drei Jahre lang aufgeschoben worden wären. AU dies beweist, daß ohne die Hilfe der Mandatsmacht Palästina nicht einen Schritt weiter gekommen wäre, und zwar gilt dies fast ausschließlich für die arabische Bevölkerung. Die Juden haben ohnehin aUes was sie ausführten, mit eigenem Kapital bestreiten müssen, und wenn die Verbesserung der Straßen und des Eisenbahnverkehrs auch ihnen zugute gekommen ist, so wären sie doch auch ohne das nicht viel! weniger 1 weit als heute, da sie ihre Kolonien. Stadtviertel, Schulen, Häuser, ja sogar Straßen zwischen ihren Kolonien usw., aus eigenen Mitteln finanzieren müssen, indes die arabischem Schulen, die öffentlichen Spitäler usw. aus Landesmitteln erhalten werden. Des weiteren stützt sich das allgemeine Landesbudget vor allem auf die Zolleihnahimen, die bis 50 Prozent der budgetären Eingänge ausmachen. Von diesen Lasten tragen die Juden sicher ein Vielfaches dessen, was ihrer relativen Kopfzahl entspräche. Denn die 440 000 bedürfnislosen Fellachen sind nicht Konsumenten von Importgütern. Dazu kommt, daß die industriellen Betriebe sich fast auschließlich in den Händen der Juden sich befinden und diese daher nicht nur als Verzehrer von importierten Konsumgütem. sondern auch als Bezieher von industriellen Roh- und Hilfsstaffen, Maschinen usw. zu den Zolleinnahmen relativ sehr viel beitragen. Von großem Interesse ist auch, daß nach den jüngsten Angaben die Administration die Oschereingänge für das Finanzjahr 1923/24 wegen der sinkenden Produktenpreise auf bloß 180 000 Pfund schätzt. Der Oseher ist die auf die Bodenprodükte gelegte Wertsteuer von etwa 12,5 Prozent. Rech-* net man dies um, so käme ein Durchschnittsbruttoernteertrag im Werte von drei Pfund pro Jahr auf den Kopf der landwirtschaftlichen Bevölkerung (natürlich nur von Bodenprödukten, nicht von Pflanzungen, Viehtwirtschaft usw.), Nichts kann deutlicher die ungemeine Rückständigkeit der arabischen Landwirtschaft kennzeichnen. Die Nachweise, was schon heute die wirtschaftliche Tätigkeit der Juden für Palästina bedeutet, lassen sich auf allen anderen Gebieten leicht erbringen. So ist die Deckung des großen Passivums der palästinensischen Handelsbilanz in erster Reihe den von den1 Juden ins Land gebrachten Geldern zu danken u, a. m. Es ist daher völlig irreführend, wenn man immer nur die Zahl der Juden mit jener der Araber vergleicht. Für den Wirtschaftsaufbau Palästinas wie für die Finanzen des Landes — aus denen hauptsächlich die arabischen Institutionen alimentiert werden — sind die Juden ein relativ unvergleichlich bedeutender Faktor, als ihrem Einwohnerprozentsatz entsprechen würde, was natürlich noch in viel höherem Maße von ihren kulturellen Leistungen, gilt. Müssen so die wirtschaftlichen Tatsachen zur Stützung der zionistischen Politik verwertet werden, so muß andererseits diese viel mehr als bisher in den Dienst der Wirtschaft gestellt werden. Bisher hat man sich« begnügt, Verhandlungen mit Briten und Arabern zu führen, um über politische Formeln, Autonomie der Gemeinden usw. zu verhandeln, alles Dinge, die gewiß wichtig sind, aber vielleicht doch für den gegenwärtigen Zeitpunkt nicht die gleiche Wichtigkeit haben, wie gewisse wirtschaftliche Reformen. Man hat z. B. bisher gar nicht versucht, von der Administration solche wirtschaftliche Maßnahmen zu verlangen, die sowohl im Interesse der allgemeinen Wirtschaft des Landes als der jüdischen Kolonisation gelegen wären. Hierher gehört vor allem eine Reform

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