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Das jüdische Echo · 1923-08-24 · 34 (24.8.1923) · p. Seite 395

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
10 (1923)
Issue
34 (24.8.1923)
Date
1923-08-24
Page
Seite 395 (sequence 5)
Language
German
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Nr. 34 Das Jüdische Echo 407 J Wer für den Nationalfonds wirbt, gewinnt uns Boden. Jeder | | sammle und spende zu Roschhaschanah für den Nationalfonds. | Das angenommene Palästina-Budget für das Jahr 5684 I. Nachzahlungen: £ 1. Fehlbetrag des Jahres 5683 54 000 2. Rückständiger Beitrag des K. H. an den J.N.-F. . . 10 000 3. Schuld des Restoration £ Fond an den JCT. ... 5000= 69000 II. Ordentlicher Etat: 1. Landwirtschaftlicher Kolonisationsfonds . 100 000 Landwirtschaftliche Beihilfen und Ausbildung . . 17 000 117 000 2. Erziehungswesen: . a) Schulen. 67 000 b) Technikum .... 30000 c) Nationalbibliothek . . 1500 d) Universität . ... 5 000 76 500 3. Einwanderung. 32 000 4. Arbeitsbeschaffung. 36 000 5. Sanitätswesen. 29 000 6. Verwaltung. 12 000 7. Besondere Ausgaben. 10 000 8. Landwirtschaft. Versuchsstation . 7 000 9. Industrielle Beihilfen und Förderung v. industriellen Versuchen . 8 000 10. Unvorhergesehenes. 500 Zusammen £ 397 000 III. Kredite und Investitionen: 1. Vorstädtische Heimstättensiedlung . (Schecinmath Ordim) 2. Beteiligung an d. Koop.- Baugesellschaft .... 3. Beteiligung an d. Industrie-Fonds . 4. Beteiligung an einer Industriebank . 5. Beteiligung an der Palästine Elektric-Corp. . . 6. Beteiligung in der Hypothekenbank . 7. Beteiligung a. d. PLDC. 8. Beteiligung an einer Handwerkerbank . . . 9. Beteiligung an der Arbeiterbank . 10. Beteiligung a. einer Konsumgenossenschaft . . £ 20 000 8 000 2 000 10 000 25 000 25 000 25 000 2 000 2 000 £ 5 000 124 000 IV. Zweite Rate der Schuld des KH. an den JNF. 10 000 Gesamtsumme £ — 531 000 Bemerkung: Die Posten 1—5 in den Etat für Kredite und Investitionen besitzen den Vorrang. Außerdem wurden noch folgende Resolutionen der Budget-Kommission angenommen: 1. Der Kongreß fordert, daß die palästinensische Regierung zu den Kosten des hebräischen Schulwesens in Palästina den dem jüdischen Jischuw gebührenden Anteil beiträgt. 2. Der Kongreß erwartet, daß der Waad Leumi die nötigen Maßnahmen ergeben wird, um den Jischuw in stärkerem Masse als bisher zur Deckung des Schul-Budgets zu verpflichten. 3. Von den für die Universität bewilligten 5000 Pfd. sind 3000 Pfd. für eine judaistisch-orientalische und 2000 Pfd. für eine naturwissenschaftliche Fakultät, jedoch unter der Voraussetzung, daß ein Universitäts-Board gegründet wird und das Geld in Anspruch nimmt. In wenigen Worten referiert noch Feuering über das Budget des Londoner Büros der Zionistischen Exekutive. Hier konnten einzelne Posten nicht festgesetzt werden. Man beschloß eine weitere Verkürzung der bisher gegen 30 000 Pfd. jährlich betragenden Ausgaben. Er unterbreitet einen Voranschlag auf 20 000 Pfd. Der Antrag wird angenommen. Das AC. soll in seiner ersten Sitzung die einzelnen Posten dieser 20 000 Pfd. festsetzen. Moreminsky beantragt, daß der Kongreß alle zionistischen Finanzinstitutionen beauftragt, nur solche gesellschaftlichen und Privatinstitutionen zu unterstützen, ihnen Kredite zu erteilen und zu erhalten, die genügende Garantien bieten, daß das Geld, das sie vom jüdischen nationalen Kapital erhalten, nur für jüdische Arbeit ausgegeben wird. Der Kongreß nimmt diesen Antrag einstimmig an. Politische Resolutionen 1. Der Zionistenkongreß begrüßt mit freudiger Genugtuung, daß die im Völkerbunde vereinigte Gemeinschaft der Völker in dem von ihm bestätigten Mandat über Palästina die unzerstörbare historische Verbundenheit des jüdischen Volkes mit Palästina und die Ansprüche des jüdischen Volkes auf ein freies Volksleben in diesem Lande seiner Vergangenheit und seiner großen Schöpfungen anerkannt hat. In der großen Krise der heutigen Welt, die das jüdische Volk schwer getroffen und seine ganze bisherige Diasporaexistenz ins Wanken gebracht hat, ist die Lösung der Judenfrage eines der kategorischen Gebote der Gerechtigkeit und eine Vorbedingung der Konsolidierung der Welt im Zeichen des friedlichen Zusammenwirkens der Völker. Der Zionistenkongreß sieht im Erwachen des Orients einen der wichtigsten Faktoren des Neuaufbaues der Welt. Das jüdische Volk, das in seine alte Heimat zurückkehrt, ist entschlossen, sich mit all seinen geistigen, moralischen und materiellen Kräften in diese heute noch im Werden begriffenen, aber an Energien und Möglichkeiten reiche Welt einzugliedern und als gleiches unter gleichen mit den Völkern, die seine Schicksalsgenossen sind, in enger Verbindung und unter Herstellung einer fruchtbaren Inter.essenharmonie Zusammenarbeiten. Der Kongreß stellt fest, daß Palästina durch die historischen Bande, durch den Volkswillen zur Rückkehr, durch die Arbeit im Lande und nunmehr auch durch die internationale Garantie die Stellung als Land der nationalen Heimstätte des jüdischen Volkes einnimmt. Der Kongreß wiederholt seine Erklärung, daß unter allen Umständen die Rechte aller Gemeinschaften in Palästina gleich heilig sind und bleiben werden. Das jüdische Volk, das unter den schwersten äußeren und inneren Bedingungen in diesen Tagen allmäh-

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