Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 10 (1923)
- Issue
- 31 (3.8.1923)
- Date
- 1923-08-03
- Page
- Seite 373 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 31 Das Jüdische Echo 373 Aus der Jüdischen Welt Tagesordnung des XIII. Zionistenkongresses in Karlsbad (Schützenhaus). I. Eröffnungssitzung Montag, den 6. August, abends 8 Uhr: 1. Eröffnungsreden; 2. Begrüßungsreden; 3. Gedenkrede auf Dr. Max Nordau; 4. Wahl des Präsidiums. II. Dienstag, den 7. August, Vormittagssitzung VslO Uhr: 1. Entgegennahme des Berichtes des Kongreßgerichts über die Kongreßwahlen; 2. Einleitende Berichte zur Generaldebatte: a) Die Tätigkeit in Palästina (Referent Herr M. Ussischkin); b) Zionistische Bewegung und Organisation (Referent: Herr R. Lichtheim); c) Die Tätigkeit unserer Wirtschaftsinstitution (Referent: Herr Dr. G. Halpern); d) Der Keren Hajessod (Referent: Herr Dr. B. Feiwel). 3. Generaldebatte. Nachmittagssitzung: 1. Fortsetzung der Generaldebatte; 2. Wahl des Resolutionsausschusses. III. Mittwoch, den 8. August, Vormittagssitzung V2IO Uhr : Fortsetzung der Generaldebatte. Nachmittagssitzung: 1. Fortsetzung der Generaldebatte; 2. Wahl folgender Kommissionen: a) Kommission für ] Weltkongreß und Jewish Agency. (Es wird beantragt, daß der Permanenzausschuß als Kommission für diese Fragen fungiert); b) Politische Kommission; c) Palästina- ' Kommission (die ihrerseits Unterkommissionen für landwirtschaftliche und städtische Kolonisation, Immigration, Schul- und Sanitätswesen wählt); d) Budget - Kommission; e) Organisations - Kommission; f) Keren Hajessod-Kommission; g) Nationalfonds-Kommission. IV. Donnerstag, den 9. August, Vormittagssitzung V2IO Uhr: Fortsetzung und Schluß der Generaldebatte. Nachmittagssitzung: Keine Plenarsitzung, sondern Sitzungen der Kommissionen. V. Freitag, den 10. August, Vormittagssitzung V2IO Uhr: Referat über „Weltkongreß und Jewish Agency“ (Referent: Herr Dr. M. Soloweitschik). Nachmittagssitzung: Keine Plenarsitzung, sondern Sitzungen der Kommissionen. VI. Sonntag, den 12. August, Vormittagssitzung V2IO Uhr: Referat über „Pioniertum und berufliche Heranbildung für Palästina“ (Referent: Herr S. Rubaschow). Anschließend Aussprache. Nachmittagssitzung: Keine Plenarsitzung, sondern Sitzungen der Kommissionen. VII. Montag, den 13. August, Vormittagssitzung V2IO Uhr: Bericht der Nationalfonds-Kommission und anderer Kommissionen, sowie Abstimmung über ihre Anträge. Nachmittagssitzung: Berichte weiterer Kommissionen und Abstimmung. VIII. Dienstag, den 14. August, Vormittagssitzung xl2IO Uhr: Berichte weiterer Kommissionen und Abstimmung. Nachmittagssitzung: Berichte weiterer Kommissionen und Abstimmung. IX. Mittwoch, den 15. August, Vormittagssitzung V2IO Uhr: Bericht des Permanenzausschusses als Kommission für die Frage der Jewish Agency. Debatte. Nachmittagssitzung: Fortsetzung der Debatte und Abstimmung. Abendsitzung : Wahlen und Schluß des Kongresses. (Ziko) Zu den Gerüchten über Massenauswanderung aus Palästina In den verschiedenen Zeitungen spukten in letzter Zeit Nachrichten herum über eine verstärkte Auswanderung aus Palästina, die man schon als Massenflucht bezeichnen könnte. Alle diese Meldungen beruhen, wenn schon nicht auf bösem Willen, so doch auf Unkenntnis der Tatsachen und Mißverständnissen. Tatsächlich haben Chaluzim Palästina keineswegs verlassen. Sie wären auch gar nicht so leicht dazu in der Lage, da nur wenige von ihnen die zu einer Reise mindestens notwendigen 10—15 Pfund besitzen und es auch keine behördlichen Stellen in Palästina gibt, die die Ausreisenden unterstützen würden, wie es bei den Einwanderern der Fall ist. Diesbezügliche Gesuche wurden auch gar nicht gestellt. Die Meldungen über die ungeheure Zahl der Gesuche um polnische Visa sind darauf zurückzuführen, daß das polnische Konsulat von fast allen Juden, die nach Palästina auch nur für kurze Zeit gehen, annimmt, daß ihre polnische Nationalität aufgegeben haben, ohne eine palästinensische Nationalität zu erlangen, da es bisher noch kein Nationalitätsgesetz in Palästina gibt. Das polnische Konsulat erteilt somit bereitwilligst die Visa an diese Leute, die nie die Absicht hatten, sich dauernd in Palästina niederzulassen. Die angeblichen Auswanderer aus Palästina sind entweder Leute des alten Jischub, die von amerikanischen Freunden eingeladen sind, oder Touristen, die ja nie länger als einige Monate in Palästina zu verweilen gedachten, resp. Palästinenser, die in Geschäften oder für die Ferien zeitweise ins Ausland gehen. (Ziko.,? Orangensaison 1922—1923 Die in der letzten Saison aus Palästina ausgeführte Orangenmenge war befriedigend, wenn auch leider die Preise niedrig standen. In diesem Jahre wurden 1464 588 Kisten im Werte von 374 798 ägyptische Pfund ausgeführt gegenüber 1 122 000 Kisten im Werte von 283 305 ägyptische Pfund im vergangenen Jahre. Der größte Teil der Ausfuhr ging nach England und Ägypten. Die niedrigen Preise in England sind den allgemeinen ökonomischen Bedingungen in diesem Lande zuzuschreiben, die sämtliche Obstpreise heruntergedrückt haben, außerdem ist die Konkurrenz der spanischen Früchte schuld. Es ist dringend notwendig, daß die Jaffaer Orangenzüchter und -Verschiffer ihre Sendungen nur nach einigen wenigen bedeutenden Häfen exportieren. In Ägypten wurde der Preis der palästinensischen Orangen dadurch herabgedrückt, daß dorthin große Mengen Äpfel aus Italien und Tirol zu niedrigen Preisen infolge der in diesen Ländern herrschenden niedrigen Valuta eingeführt wurden. (Ziko.) Personalia Fürth i. B. Am 15. Juli d. J. starb in Berlin, wo er zur Erholung bei seinen Kindern weilte, nach längerem Leiden, aber doch unerwartet schnell, der in weiten Kreisen hochgeehrte und geschätzte Direktor der Israelitischen Realschule zu Fürth in Bayern, Professor Dr. Alfred Feilchenfeld. Seine irdische Hülle ward am 17. Juli in Berlin beigesetzt. Das Kuratorium, das Lehrerkollegium, der Verein ehemaliger Schüler der Israelitischen Realschule Fürth hatten durch Abgeordnete dem