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Das jüdische Echo · 1923-05-25 · 21 (25.5.1923) · p. Seite 249

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
10 (1923)
Issue
21 (25.5.1923)
Date
1923-05-25
Page
Seite 249 (sequence 5)
Language
German
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Nr. 21 Das Jüdische Echo 249 Zur g e f 1. B e a c k t u n g! Der RedaktiionsscMuß ist grundsätzlich Dienstag nachmittag. Manuskripte müssen einseitig in deutlicher Schrift, entweder mit der Maschine oder wenigstens mit Tinte geschrieben sein. Verlag und Redaktion. Aus der iüdischen Welt Palästina Der jüdische Selbstschutz in Palästina (Erklärungen im englischen Unterhause) London. (JCB.) Im Unterhaus befragte der konservative Abgeordnete Sir F. B. Sanderson das Kolonialministerium, ob ihm bekannt sei, daß die Juden in Palästina unter dem Vorwand des Selbstschutzes 1200 Gewehre sowie Munition erhalten hätten und daß diese Waffen unter jene jüdischen Kolonisten verteilt sein sollen, die der jüdischen Arbeiterpartei unter der Führung Ben Zwis angehören; ferner, daß in Palästina eine geheime jüdische Macht unter dem Namen „Hagana“ existiert, die im vorigen Jahre gebildet wurde, und 3000—4000 Mann stark sei, daß diese Organisation Waffen ins Land einschmuggle; daß Polizeioffiziere des öfteren jüdische Kolonien besuchen, um jungen Kolonisten die nötige Waffenausbildung zu erteilen. Der Abgeordnete fragte weiter, ob der Unterstaatssekretär der Kolonien die Absicht habe, künftighin die Lieferungen von Waffen und Munition an die Juden zu verbieten und ob er eine Untersuchung über die geheimen Waffendepots einleiten und nötigenfalls die Konfiszierung derselben anordnen wolle. Der Unterstaatssekretär der Kolonien, Ormsby Gore, erwiderte darauf; „Wie der Staatssekretär am 21. Februar 1922 dem Hause mitteilte, sind 900 Gewehre für die jüdischen Kolonisten Palästinas zum Selbstschutz gegen unerwartete und von ihnen nicht provozierte Angriffe in den Kolonien verteilt worden. Diese Waffen sind in Depots untergebracht, die nur auf spezielle Anordnung der englischen Behörden geöffnet werden dürfen. Mir ist von weiteren Lieferungen nichts bekannt. Die Behauptung, daß der jüdischen Arbeiterpartei oder den jüdischen Kolonisten, die diese Partei unterstützen, eine besondere Behandlung zuteil wird, ist vollständig unbegründet. Ebenso unbegründet sind die Gerüchte, daß große Mengen Waffen und Munition in den Händen der Kommunisten, die eine unbedeutende Minderheit der jüdischen Arbeiterschaft ausmachen, konzentriert werden. Die Palästina-Regierung trifft alle Maßregeln, um das Einschmuggeln von Waffen zu verhindern. Die Frage geheimer Verbindungen und des Waffenschmuggels wird von der Regierung Palästinas mit der größten Sorgfalt behandelt. Der Jüdische Nationalrat und die Jewish Agency Wie aus Jerusalem gemeldet wird, hat der Waad Leumi in seiner letzten Sitzung eine Resolution beschlossen, in welcher gefordert wird, daß der Sitz der Jewish Agency nach Jerusalem verlegt werde und daß die palästinensische Judenschaft in ihr eine Vertretung erhalte. Die erste Kolonie b r i t i s c h er Juden Aus Jerusalem wird berichtet: Der Oberkommissär Sir Herbert Samuel hat die erste Kolonie britischer Juden in Palästina in Gezer bei Ramleh feierlich eröffnet. Viele Vertreter der Regierung und des Heeres waren anwesend. Die neue Kolonie ist von Mitgliedern des englischen Makkabäerordens gegründet worden. Den Vorsitz bei der Feier führte Herbert Bentwich, der ehemalige Präsident des Makkabäerordens und Vater des Generalanwaltes der Palästina-Regierung, Norman Bentwich. (JCB.) Mrs. Snowden in Emek Jesreel Das sozialistische Mitglied des englischen Unterhauses Mrs. Snowden besuchte vor kurzem die neuen Arbeiterinstitutionen im Gebiet des Emek Jesreel und sprach sich zum Schluß über die Schulen, Kindergärten und die gesamte Kulturarbeit der jüdischen Arbeiterschaft in Palästina sehr lobend aus. Sie sagte, sie nehme einen unauslöschlichen Eindruck aus Palästina mit. Die Spitalsfrage von Tel-Awiw Infolge der starken Verringerung der der medizinischen Gesellschaft Hadassah zur Verfügung stehenden Mittel drohte dem für den jüdischen Jischub so wichtigen Hadassah-Spiial in Tel-Awiw die dauernde Schließung. In einer Sitzung konnte nun der Bürgermeister von Tel-Awiw die Mitteilung machen, daß die Regierung der Stadtgemeinde von Tel-Awiw das Recht der Auferlegung einer besonderen Spitalsteuer gewährt hat. Diese wird von allen jüdischen Einwohnern Jaffas und Tel-Awiws, die über 18 Jahre alt sind, Männern und Frauen, erhoben, sofern diese nicht der öffentlichen Wohltätigkeit zur Last fallen. Jüdische Besucher aus dem Auslande, die in Tel-Awiw oder Jaffa sich vorübergehend aufhalten, bezahlen 25% des Hotelzimmerpreises für einen Tag. Eine Steuer von einem halben Piaster, respektive von einem Piaster, wird von jeder Eintrittskarte ins Theater usw. erhoben, je nachdem der Preis der Karte zehn oder mehr Piaster beträgt. Ein gemeinsames Komitee, bestehend, aus Mitgliedern der Ärzteorganisation und der Ärzte des Hadassah hat das Budget für die Erhaltung des Spitals und die sanitäre Aufsicht über die Schulen und Immigranten von neuem im Betrage von 850 Pfund im Monat festgesetzt, zu welcher Summe betragen: die Hadassah 300 Pfund für das Spital und 100 Pfund für die sanitäre Arbeit, die Jca 50 Pfund, die Stadtgemeinde aus den Eingängen der Spitalsteuer 3250 Pfund, während die restliche 150 Pfund von den Kranken als Heilungskosten erhoben werden sollen. Die Zahl der Betten im Spital soll nicht verringert werden und weitere 56 für Kranke, 9 für Gebärende und 9 für Säuglinge betragen. Die Leitung des Spitals soll einem zu wählenden dreiköpfigen Kuratorium unterstehen. A t a r o t hi (K a 1 e n d i a) geht in den Besitz des N a t i o n a 1 f o n d s über Seit einigen Jahren bebaute eine Gruppe jüdischer Arbeiter den Beden von Ataroth, vormals Kalendia, das elf Kilometer nördlich Jerusalem an der Straße nach Nablus liegt. Der Boden gehörte der Palestine Land Development Co. und es drohte, für den Fall seines Verkaufes an Private, der Arbeitergruppe die Gefahr, von den neuen Eigentümern verdrängt zu werden. In Anbetracht der günstigen Lage von Ataroth für die Milchversorgung Jerusalems beschloß das Direktorium des jüdischen Nationalfonds, von dem Boden 366 Dunam zu erwerben und so den dauernden Bestand der Arbeitergruppe zu sichern. Die Ausgrabungen in der Davidstadt Dem Berichte der Gesellschaft für das Studium Palästinas für das Jahr 1922 und das erste Viertel-

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