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Das jüdische Echo · 1923-04-27 · 17 (27.4.1923) · p. Seite 202

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
10 (1923)
Issue
17 (27.4.1923)
Date
1923-04-27
Page
Seite 202 (sequence 6)
Language
German
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202 Das Jüdische Echo Nr. 17 Wir tun mehr als das. Gerade etwa vor dreihundert Jahren wurde ein ähnliches Experiment, wie unser palästinensisches, auf der anderen Seite des Atlantischen Ozeans unternommen. Die Pilgrimfathers kamen und schufen die große Republik. Sie gingen durch Schwierigkeiten, die denen der Chaluzim sehr ähnlich sind. Sie gingen ihren Weg und schufen etwas, was nicht nur für sie selbst, sondern für die ganze Menschheit von höchstem Werte ist. Diese „Pilgrimfathers“ schufen ein Recht nicht nur für eine verfolgte Klasse in England, sondern für die ganze Zukunft der Menschheit, und gerade wie sie der Welt die wahren Grundlagen der Demokratie gaben, so erwarten wir von den Chaluzim in Palästina nicht nur, daß sie eine Heimstätte für sich selbst und für andere jüdische Flüchtlinge schaffen, sondern auch gewisse prinzipielle Grundlagen, die von unschätzbarem Wert für die ganze Menschheit sein werden. Ihr wäret so lange eine Nation, Ihr wäret eine Nation unter so vielen anderen Nationen, und wenn man dies von irgendeiner Rasse mit größerer Bestimmtheit als von den anderen sagen kann, so wäret Ihr die internationale Rasse. Von Palästina kann der Geist des wahren Internationalismus kommen. Wir brauchen nicht engherzige religiöse oder Rassenempfindungen von dem Lande zu beziehen, das sich aus Verfolgung und Unduldsamkeit befreit hat. Wenn Ihr in dieser Richtung internationaler Brüderlichkeit entgegenführt, dann werdet Ihr wirklich einen Geist brüderlicher Liebe schaffen, der mein Ziel und Euer Ziel ist. (Beifall.) Hierauf erklärte Sir Robert Waley-Cohen, es sei Pflicht der jüdischen Gesamtheit, für den Keren Hajessod einzutreten. Es wurden noch mehrere Reden gehalten, von denen die Ausführungen Mr. Snowdens bereits mitgeteilt wurden. Auf dem Bankett selbst wurde ein ansehnlicher Betrag für den Palästina-Aufbaufonds gesammelt. Aus der jüdischen Weii Palästina In Palästina gesuchte War e n Folgende Waren werden in Palästina gesucht: Baumaterialien. Zement, Nahrungsmittel, (Kakaobohnen u. a.), Konserven. Chemikalien, Toilettenartikel, Autos (möglichst dem Fordtyp entsprechend). Büroartikel, Schreibmaschinen mit hebräischen Typen, Glas- und Porzellangefäße für Marmelade mit Patentverschluß, Staniolpapier für Verpackung von Schokolade. Maschinen für Kleinbetriebe (Kartonagenfabrikation, Buchbinderei, Zigarettenfabrikation usw.). Der Keren Hajessod ist bereit, Interessenten die in Frage kommenden Firmen gegen Rückporto anzugeben. Möglichkeiten für einen Hotelbetrieb in Safad Der Sub-Governor von Safad teilt mit, daß in der Stadt Safad sich die Möglichkeit für den Betrieb eines kleinen Hotels biete. Der Verkehr und die Zahl der Touristen sei dank der guten Verbindungswege im; Wachsen begriffen. Der Sub- Governor ist der Meinung, daß ein Kapital von Pfund E 500 bis 600 für die Errichtung eines Hotels mit wenigstens 5 bis 6 Zimmern (10 bis 12 Betten) genügen würde. Interessenten können sich durch den Keren Hajessod mit dem Sub-Governor, Safad, in Verbindung setzen. Professor Einstein über seine Eindrück ein Palästina Der dieswöchige „Haolam“ veröffentlicht folgenden Aufsatz Prof. Albert Einsteins: Für die große Herzlichkeit, der ich in Palästina begegnet bin und die ich sehr zu schätzen weiß, spreche ich meinen Dank aus. Die Geschlossenheit der dortigen jüdischen Gesellschaft macht großen Eindruck auf den, der zum ersten Male hinkommt. W,as die Arbeit im Lande anbetrifft, so hat sie auf mich den Eindruck gemacht, daß sich die Menschen durch keine Schwierigkeiten; einschüchtern lassen, und es ist meine feste Überzeugung, daß die jüdische Kolonisation Palästinas gelingen wird. In bezug auf diese Kolonisation ist zwischen der städtischen und ländlichen Kolonisation zu unterscheiden. Was erstere betrifft, so hat auf mich den größten Eindruck Tel-Awiw gemacht, das mit großem Unternehmungsgeist und mit großer Energie hingestellt worden ist, die Stadt, über die mir der junge Ginsberg, der Sohn Achad Haams, scherzhaft geäußert hat „unser Chicago“. Was mich am meisten erfreut hat, war die Erfahrung, daß die jüdische Bevölkerung, die in den letzten .Jahrzehnten nach Palästina gekommen ist, eine entschieden über dem Durchschnitt stehende Bevölkerung darstellt, sowohl was die Energie als auch das kulturelle Niveau anbelangt. Was in jüdischen Dingen in Jerusalem den stärksten Eindruck auf mich gemacht hat, das war erstens die Kunstschule Bezalel und zweitens die Tätigkeit der Arbeiterkooperativen. Ich habe es auf das höchste bewundert, was die jungen Menschen, die als unge- "RbuThallmaier München Theaüner&r.lÖ. ^Lasar Cfjcn&eüaim pmn&

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