Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 10 (1923)
- Issue
- 16 (20.4.1923)
- Date
- 1923-04-20
- Page
- Seite 190 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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190 Das Jüdische Echo Nr. 16 von Herrn Karl Glaser, der ia bekanntlich nach Berlin berufen wurde und dem der Vorsitzende warme Worte des Dankes für seine Tätigkeit im Gruppenverband widmete, wurde Herr Dr. Liebstädter-Nürnberg, außerdem noch Herr Jakob Reich-München in die Vorstandschaft kooptiert. Ein zwangloses Beisammensein im Hause des Herrn Pariser vereinigte einen großen Teil der Teilnehmer nach Schluß der Tagung. Vom bayerischen Kriegsschauplatz Auch in Unterfranken treibt die nationalsozialistische Hetze ihre Blüten. Die Agitatorin Miß Ellendt aus Marktbreit stört das bisher friedliche Zusammenleben in den umliegenden Ortschaften, vornehmlich in Klein- und Großlangheim. Brandstiftung, Abschneiden von Telefondrähten, Umschlagen von Obstbäumen in jüdischen Gärten und ähnliche Wildwestsitten sind an der Tagesordnung. Bürgermeisterei und Gendarmerie sind machtlos. Der Staatsanwalt in Würzburg hat auf Ergreifung der Täter eine hohe Belohnung gesetzt. Doch sind alle Nachforschungen erfolglos, kein Wunder, wenn der Büttel durch Ausschellen die Schandtaten vorher verkündet! Aus der Jüdischen Welt Palästina Wichtig für alle Kaufleute! Der Direktor des Departments of Commerce and Industry der palästinensischen Regierung gibt Folgendes bekannt: Das Department of Commerce and Industry bemüht sich, Geschäftsleute aus allen Ländern, Bankiers, Kaufleute und Fabrikanten zum Besuche Palästinas zu veranlassen, um ihnen die Möglichkeit zu geben, sich aus eigener Anschauung ein Urteil über die wirtschaftlichen Bedingungen des Landes zu bilden. Zu diesem Zwecke trifft das Department besondere Maßnahmen, um solche Besucher in Berührung mit dem kommerziellen und industriellen Leben Palästinas zu bringen. Alle Besucher, die von diesen besonderen Maßnahmen Gebrauch machen wollen, können ihre Absicht dem Department of Commerce and Industry in Jerusalem mitteilen. Sie werden durch die Inspektoren des Departments mit denjenigen Institutionen, Unternehmungen usw. in Verbindung gebracht werden, an denen sie besonderes Interesse nehmen. Es werden besondere Rundreisen veranstaltet und besondere Erleichterungen gewährt werden, die sich nicht nur auf die Besichtigung von Fabriken usw. erstrecken sollen, sondern auch auf die Ermöglichung von Unterredungen mit Bankmanagern und anderen wirtschaftlichen Autoritäten des Landes, sowie mit den Beamten des Departments, um einzelne Fragen zu besprechen, die sich als Resultat solcher Besichtigungen etwa ergeben könnten. (Gez.) Harold J. Solomon, Direktor Department of Commerce and Industry. Jerusalem. Eine Versicherungsgesellschaft in Tel-Awiw Wie Ha-Olam meldet, wurde unter dem Nam^n „Hassanak“ in Tel-Awiw eine Versicherungsgesel1schaft mit einem Grundkapital von Pf. äg. 50 000 ins Leben gerufen. Das Unternehmen erstreckt seine Tätigkeit auf alle Zweige des Versicherungsgeschäftes: Leben und Feuer, Transport und Landwirtschaft (Viehschaden, Ernte usw.). Gründer sind: I. A. Rosow, B. Jaffe, M. Poliakow, D. Levontin. M. ben Billel Hacohen, M. Dizengoff. Möglichkeiten für Neugründungen in Tiberias Der District Officer von Tiberias macht folgende Angaben über wirtschaftliche Unternehmungen, deren Errichtung in diesem Bezirke erwünscht wäre und die gute Aussichten für ihre Entwicklung haben: 1. Errichtung einer Milchwirtschaft, die frische Butter und Käse hersteilen könnte. Die umliegenden Gemeinden und Bezirke sind in der Lage, die notwendige Milch während des ganzen Jahres zu liefern. Der Mangel einer solchen Unternehmung macht sich im Bezirke sehr schwer fühlbar. 2. Entwicklung der Fischerei-Industrie. Wäh* rend der Monate Dezember, Januar und Februar ist eine reichliche Menge Sardinen im Tiberias-See vorhanden. Unter den gegenwärtigen Umständen werden diese Fische zu sehr niedrigen Preisen verkauft. Ein Unternehmen, das mit modernen Mitteln ausgestattet ist, um diese Fische für den lokalen Markt und den Export in öl zu konservieren, würde günstige Gewinnchancen haben. 3. Errichtung einer Tabakfabrik. Der Anbau von Tabak im Tiberiasbezirk hat vielverspre-* chende Resultate geliefert und eine kleine Fabrik zur Verarbeitung des Tabaks würde ein gutes Fabrikat her stellen können. Personen und Gesellschaften, die sich für die obenerwähnten Unternehmungen interessieren, können sich mit der Redaktion in Verbindung setzen, die auf Wunsch weitere Informationen einholt. Eine politische Nebi MuSsa-Prozession in Jerusalem Am 1. April zog die traditionelle mohammedanische Osterprozession, die sogenannte Nebi PORZELLM-NUDEBUfil MÜNCHEN THEATINERSTRASSB »i gegenübt* der FeldhermheMe SBflsSTB ABSWAIL IN 6EBRABCHSrABZEBLÄH TÄ8LIC1I LAAEREBeÄNZBN«