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Das jüdische Echo · 1923-02-09 · 6 (9.2.1923) · p. Seite 69

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
10 (1923)
Issue
6 (9.2.1923)
Date
1923-02-09
Page
Seite 69 (sequence 5)
Language
German
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Nr. 6 Das Jüdische Echo 69 gültigen Parnoß Lehmann in Wenkheim (Baden) folgte die allzufrüh dahingegangene Frau in jungen Jahren ihrem Gatten nach Burgpreppach i. Utrfr., wo damals Herr Dr. Deutsch als Rabbiner und Leiter der Präparandenschule Talmud-Tora wirkte und sie speziell zu hoher Blüte brachte. In seinem starken Wirken und Schaffen in der Schule und in den Gemeinden hat diese kluge und verständnisvolle Frau ihren Gatten gestärkt und gefördert und in ihrer natürlichen Bescheidenheit, in ihrer Opferwilligkeit und Gastfreundlichkeit das Rabbinerhaus zu Ansehen und Bedeutung gebracht. Als dann im Februar 1895 Herr Dr. Deutsch einem ehrenvollen Rufe als Waisenhausdirektor nach Fürth folgte, galt die allgemeine Klage des Rabbinatsdistrikts Burgpreppach ebenso sehr dem Scheiden des hochgeschätzten Gatten wie der Gattin. Wahrlich, gerade in der Zustimmung zur Wahl ihres Gatten nach Fürth hat die edle Verstorbene ihre ganze Selbstlosigkeit und hingebungsvolle Treue zum Ausdrucke gebracht. Sie ist nicht in die Stadt gegangen, um dort erhöhten Lebensgenuß zu genießen. Hier in Fürth erwartete sie an der Waisenanstalt, der einzigen in Bayern, ein gerüttelt Maß von Arbeit, dem sie zeitlebens in ihrer rastlosen Tätigkeit und Pflichttreue gerecht geworden ist. Wie sie die hingebungsvolle Gattin und beste Mutter der eigenen Kinder gewesen, so war sie auch, wie ein früherer Zögling an der Bahre in herrlichen Ausführungen bemerkte, nicht eine zweite, sondern wie eine natürliche Mutter den Kindern der Anstalt, die ihr auch in zärtlicher Anhänglichkeit ihre Liebe und Treue zu danken suchten. ln ergreifenden Abschiedsworten hat der gramgebeugte und doch, so gefaßte Gatte, Herr Direktor Dr. Deutsch, an der Bahre zum Ausdruck gebracht, was diese selbstloseste Frau in ihrer mannigfaltigen Tätigkeit zeitlebens geleistet und den tiefen Schmerz geschildert, den ihr Tod überall auslöst, wie aber vor allem der Gatte selbst hilflos und verlassen dasteht angesichts des Verlustes einer solchen Gattin. Eine Anzahl weiterer Redner schilderte die Verlebte als liebevolle Mutter der Familie, sowie der ihrer Sorge anvertrauten Waisen. Gebe G’tt dem Gatten und den Kindern, den Kindern der Anstalt und dem weiten Kreise der Schmerzgebeugten und Trauernden wahrhaften Trost und aufrichtende Kraft, den herben Verlust zu tragen, um das Werk und die Arbeit der edlen Verstorbenen fortzuführen und zu fördern. So wird das Andenken der Frommen wahrhaft zum Segen gereichen. B. lll■^■llllllll^lllllllllllllllllEIIBilllll]|IBIIIBIIllllliHlfflllffilill^]IIIMly|l3llilHllllll!l[§lffilliBlllilB^liHllllB!l^ll&IIIBIIIIilll^llllHlil[lB^IIÖ Der Schekel Die Schekelpropaganda für das Jahr ‘5683 hat begonnen. Von ihrem Erfolge in Deutschland wird die Zahl der deutschen Kongreßdelegierten, von ihrem Ergebnis in der ganzen Welt unsere politische Situation für die kommenden Jahre abhängen. Schekel zahlen kann und muß jeder, der auf dem Boden des Basler Programms steht, d. h. jeder, der die Schaffung einer öffentlich rechtlichen Heimstätte für das jüdische Volk in Palästina erstrebt. Jeder, der Schekel zahlt, unterstützt aktiv den Aufbau des Landes, jeder, der, sei es aus böser Absicht, sei es aus Leichtsinn oder Vergeßlichkeit, es unterläßt, seinen Schekel zu entrichten, bewirkt dadurch eine empfindliche Schwächung unserer Position. Der Preis des Schekels beträgt Mk. 200.—. Einzelne Schekel und Schekelblocks sind erhältlich im Büro des Zionistischen Gruppenverbandes Bayern-Württemberg, Nürnberg, Fürtherstraße 87. im Büro der Zionistischen Ortsgruppe München, Herzog Maxstraße 4, sowie durch die Schekelkommissare der Zionistischen Ortsgruppen in allen größeren Orten. Jeder Schekelzahler hilft .unserem Volke hilft unseren Führern hilft unseren Chaluzim. amzu "ercn-J/cden u./atfjtejf/affJcJißeidexet.

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