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Das jüdische Echo · 1923-01-05 · 1 (5.1.1923) · p. Seite 6

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
10 (1923)
Issue
1 (5.1.1923)
Date
1923-01-05
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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6 Das Jüdische Echo Nr. J Die erste Regierungsanleihe. Jerusalem. Die Regierung von Palästina hat bereits alle Vorbereitungsmaßnahmen getroffen, um die unverzügliche Realisierung der ersten Regierungsanleihe in Palästina in der Höhe von 2,5 Millionen Pfund zu sichern. Die Anleihe soll in London realisiert werden. Aus der Anleihesumme sollen 50 000 Pfund als Anleihe an die Regierung von Transjordanien weitergegeben, .300 000 Pfund sollen zum Abkauf der Eisenbahn Jaffa—Jerusalem, die die palästinensische Regierung von der französischen Eisenbahngesellschaft übernommen hat, verwendet werden. Die restliche Summe soll zur Ausführung öffentlicher Arbeiten in Palästina Verwendung finden. Ein Teil dieser öffentlichen Arbeiten ist bereits ausgeführt worden, wozu die nötigen Mittel, aus England als Vorschuß eingegangen sind. Deutschland Pfefferkorn Redivlvus! Daß sie in Schwärmen kommen, wer will es leugnen? Um das zu wissen, brauchen wir die Statistik nicht. Wo wir gehen und stehen sind sie um uns her. Überall blicken wir in ihre seltsamen Augen, in denen flackernde List auf dickflüssiger Schwermut schwimmt wie ein »Jahrzeit4- Licht auf dem öl. Überall hören wir die gurgelnden, kreischenden Laute ihrer aufgeregten Gespräche. In allen Bahnwagen hocken sie und malen Ziffern in fettige Taschenbücher. In allen Kaffees bilden sie gestikulierende Gruppen, laufen sie schreiend und tuschelnd von Tisch zu Tisch und zur Tür hinaus zum nächsten Notar, um rasch ein Haus zu kaufen oder ein gestern gekauftes ,weiterzugeben'. Ganze Straßenzüge Berlins gehen in ihre Hände über, ohne daß einer der Hausbewohner seinen ,Wirt‘ jemals zu sehen bekommt. Sie pfeifen auf die Mieteinnahme, sie pfeifen auf die Behörden, die Steuern und Instandhaltung verlangen, sie pfeifen vor allem auf die Wünsche der Mieter. Ihnen liegt nur an dem .Objekt4, mit dem in Händen sie der weiteren Markentwertung ruhig Zusehen können, und das sie bei passender Gelegenheit weiterverschieben. Aber sie sind nicht einseitig auf Häuser erpicht, beileibe nicht. Was für Geld zu haben ist, ist ihnen Kauf- und Verkaufsobjekt. Alte Kleider und neueste Kunst. Juwelen und Pelze, Devisen und Metall, für alles sind sie Käufer und Weiterverkäufer. Dazwischen kaufen sie unsere Lebensmittel, unsere Wäsche, unsere Stoffe, Kleider und Stiefel, nicht gerade als Selbstzweck, sondern gelegentlich im Vorbeigehen, weil sie es ja dazu haben und weil ,der Mensch4 doch schließlich sich kleiden und essen muß. Sie zahlen nicht einmal dafür Ausländerpreise. In den meisten Fällen findet sich ein gefälliger Verwandter oder Geschäftsfreund, der ihnen den Einkauf besorgt und den Aufschlag erspart.“ Die Herkunft der vorstehenden Äußerungen wird man sich in der Gegend der „Deutschen Zeitung“ oder rechts von ihr etwa bei den Freunden des Herrn Richard Kunze denken. Aber weit gefehlt. Zu diesem Paroxysmus von Haß und Verachtung kann sich der wütendste Antisemit nicht versteigern So schreibt — der „Verband nationaldeutscher Juden“, diesmal vertreten durch sein Mitglied Herrn Hobrecht, in der „Kölnischen Zeitung“, die schon einmal der Naumannschen Gruppe Gastfreundschaft gewährt und ihr dadurch zu unverdienter Popularität verholten hat. Man würde dem „Verband nationaldeutscher Juden“, der im jüdisch-politischen Leben etwa dieselbe Rolle wie die um Dorten gruppierte Anhängerschaft einer Rheinischen Republik spielt, mit einer ausführlichen Erwiderung auf dieses geradezu unglaubliche Machwerk nur zu viel Ehre erweisen. Wir begnügen uns damit, unseren Lesern zu zeigen, daß „Mauschel“ gerade in unseren „deutschesten“ Juden am lebendigsten ist. Personalia Elieser ben Jehuda Der, wie gemeldet, vor einigen Tagen in Jerusalem verstorbene hebräische Schriftsteller Elieser ben Jehuda war im Jahre 1858 in Luszki im Wilnaer Gouvernement geboren. Er genoß in der berühmten Jeschiwah von Ploek eine streng jüdische Erziehung. Schon hier zeichnete er sich durch seine besonderen Fähigkeiten aus und galt als glänzender Talmudkenner. Unter dem Eindruck der Aufklärungsbewegung begann er sich mit dem Studium der profanen Wissenschaften zu beschäftigen. Als zarter Jüngling verließ er die Jeschiwah, und im Verlauf von einer kurzen Zeit gelang es ihm, eine Vorprüfung zu bestehen, worauf er in das Gymnasium von Dwinsk eintrat. Nach Absolvierung der Gymnasialstudien studierte er Medizin in Paris. Schon als junger Student schloß er sich der nationaljüdischen Bewegung an und noch vor der „Autoemanzipation“ Pinskers trat er im Jahre 1880 in einem polemischen Brief, den er in Smolenskis „Haschachar“ veröffentlichte, T?auThallmai'er München JheaOnßrÜr.ld. QdsQtr {jjbvzUlaiw. Nr. geg s-ei. die wie In voll Voll Isra sch stin Hei] wa: die spr nie iscl ent pas der gar der die au

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