Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 9 (1922)
- Issue
- 47 (24.11.1922)
- Date
- 1922-11-24
- Page
- Seite 587 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 47 Das Jüdische Echo 587 BERNHARD BAUCH Schäffierstr. 3/5 Briennerstr. 8 Telephon 31540 Telephon 31541 ELEGANTE PELZE Ussischkin und Schemarjahu Lewin in Amerika, um dort durch seine Persönlichkeit für den Palästina-Aufbaufonds zu wirken. Seine Vorträge in London und in Paris trugen mehr als das alldeutsche Geheul seiner neidischen Konkurrenten zur Wiederherstellung der Internationalität in der Wissenschaft bei. Auch in Prag und Wien erschien er am Vortragstisch, um die Resultate seiner Forschung selbst vor einer größeren Zuhörerschaft zu erklären. In der letzten Zeit hat er sich entschlossen, seine akademische Tätigkeit in Berlin abzubrechen. Er ist von der japanischen Regierung eingeladen worden, an den Universitäten von Tokio und Osaka zu lesen und hat diesen Ruf angenommen. Auf der Rückreise will er Palästina, das Land seiner Sehnsucht, besuchen. — Die beste Darstellung Einsteins als Gelehrten und Menschen hat Alexander Moszkowski in seinem Buch „Einstein“ geliefert. London. Das Reutersche Bureau meldet aus Hongkong, daß Professor Einstein dort eingetroffen ist und seine Reise nach Japan fortsetzen wird. Herr Dr. Alfred Apfel, der verdienstvolle Führer des neutralen Jugendbundes, hat sich der Zionistischen Vereinigung für Deutschland angeschlossen. literarisches Echo Eine hebräische Vierteliahrsschrift Demnächst wird in Berlin im Jüdischen Verlag gemeinsam mit dem Verlag „Moriah“ eine hebräische Vierteljahrsschrift für Bibliographie und Kritik unter dem Titel „En Hakore“ erscheinen. Die Redaktion führt D. A. Friedmann in Gemeinschaft mit Z. Wislawski. Unter den Mitarbeitern befinden sich Bialik. Benzion. Dr. Bemfeld, Dr. Horodetzki, Fichmann, RawnitzkL Schneur. Eine neue jüdische Monatsschrift in Warschau Irt Warschau erscheint eine neue jüdische Monatsschrift „Kultur“. Zu den Mitarbeitern zählen Litwak, Mendelsohn, Silberfarb, Rubstein u. a. Die Zeitschrift wird von der jüdischen Kulturliga herausgegeben. Gemeindenu. Vereins-Echo Die Chewra KadlScha erläßt folgenden Aufruf: „Die Chewra Kadischa, welche seit ihrem mehr als hundertjährigem Bestehen alljährlich Bedürftige ausreichend mit Mazzos versorgt hat, sieht sich angesichts der Teuerung ganz außer Stande, heuer auch nur annähernd den an sie gestellten Anforderungen gerecht werden zu können. Sie wendet sich deshalb an alle begüterten Glaubensgenossen mit der dringenden Bitte, ihr durch reichliche Geldspenden zu ermöglichen, wenigstens in bescheidenstem Umfange auch in diesem Jahre die notleidenden Glaubensgenossen mit Mazzos versorgen zu können.“ München. Austritte aus dem Judentum. Aus dem Judentum sind ausgetreten: Emma Wertheimer. Kaufmannsehefrau, und deren Sohn Karl Ferdinand Wertheimer, Goethestr. 14: Pommer Arthur und Wilhelmine, Liebherrstr. 17: Langenwalter Cäcilie, Herzog Rudolfstr. 21; Nathan Sophie, Triftstr. 9; die Kinder des Rechtsanwalts Theodor Erlanger. Hohenzollernstr. 128, Erika Renate rmd Liselotte Franziska Erlanger. Bar Kochba München. Nach langem Bemühen gelang es uns, eine allererste Lehrkraft für Turnen anzustellen. Herr A. Schindlbeck. unser neuer Lehrer, ist rühmlichst bekannt durch seine Tätigkeit im Turnverein 1860. dessen große turnerische Erfolge zum großen Teil durch Herrn Schindlbeck vorbereitet waren. Wir bieten damit allen unseren Turnfreunden die Gewähr einer erstklassigen Ausbildung und erwarten mit Bestimmtheit, daß nun alles wieder den Turnboden so eifrig aufsucht wie früher. Herr Schindlbeck nimmt seine Tätigkeit am Donnerstag, den 30. November auf abends 6.30 Uhr. Es ist für diesen Abend restloses und pünktliches Erscheinen aller Mädchen und Damen Pflicht. Wir hoffen, daß unsere riesigen finanziellen Ausgaben durch eifrigen Besuch belohnt werden. Turnen für Mädchen zunächst jeden Donnerstag abends 6—7.30 Uhr. für Damen zunächst jeden Donnerstag abends 7.30 bis 9 Uhr. Turnhalle der Schwindschule an der Schellingstraße, Linie 7, 17. Zionistische Ortsgruppe, Im Rahmen der von der Zionistischen Ortsgruppe für diesen Winter geplanten Vortragsreihe wird Herr Dr. iur. Herrn. Weil demnächst über Religiosität, Orthodoxie und Liberalismus sprechen. Herr Dr. Weil, der sich zum Rabbiner ausbildet, gehört aus der jüngeren Generation zu den markantesten Vertretern der jüdischen Wissenschaft und wir möchten nicht verfehlen, jetzt schon das Interesse unserer Leser auf das wichtige Thema zu lenken. Fußballring München-Furim. Montag, den 27. November abends 8 Uhr im Restaurant Frauenhofer, Frauenhoferstraße 5: Vortrag von Herrn Jacob Koronczyk über: Ausball, Einwurf. Abstoß. Eckstoß, Niederwurf und Abseits. Sicheres und pünktliches Erscheinen ist Pflicht jedes Aktiven. Passive als Interessenten herzlich willkommen. Während des Winters fällt das Training auf dem Sportplatz aus, Hallentraining. Jüd. Arbeitsgemeinschaft München. Der zweite Abend des Vortragszyklus von Herrn Max Stiefelzielier findet Sonntag, den 26. Nov. abends 8 Uhr im Peterhof (Frühstückszimmer). Marienplatz statt. Die Mitglieder werden gebeten zu erscheinen. Gäste willkommen. Blau-Weiß München. 2. Zug 6.30 Uhr Holzkirchner Bahnhof (Tegernsee). Zum Kochen gekochte Kartoffel, Fett, Zwiebel, Salz. Wanderung des Blau-Weiß. Wir verweisen auf das heutige Inserat. Zionistische Ortsgruppe München. Unser Büro befindet sich von jetzt ab: Herzog Maxstraße 4/'o im „Jüd. Echo“. Der Telephonanschluß ist bis auf weiteres gesperrt. Nur in dringendsten Fällen bitten wir uns unter 53099 (Heller) anzurufen. Unsere neue Telephonnummer wird an dieser Stelle bekannt gegeben. Nürnberg. Wie wir bereits in der letzten Nummer unseres Blattes meldeten, fand am Sonn- < k