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Das jüdische Echo · 1922-08-18 · 33 (18.8.1922) · p. Seite 417

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
9 (1922)
Issue
33 (18.8.1922)
Date
1922-08-18
Page
Seite 417 (sequence 5)
Language
German
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Nr. 33 Das Jüdische Echo 417 Aus der Jüdischen Weit Palästina Die Ratifizierung des Palästina-Mandats Die Bestätigung der palästinensischen Verfassung. London. (I.C.B.) Im Laufe der Woche wird der König einen Kronrat einberufen, der Verordnungen (Order in Council) über die Verfassung Palästinas bestätigen soll. Der Aufruf des jüdischen Nationalrats an die arabische Nation J erusalem. (Tel. d. „Wiener Morgenztg.) Der jüdische Niationalrat für Palästina (Waad haleumi) erließ, wie bereits kurz berichtet wurde, an die arabische Nation in Palästina und dem größeren Orient einen Appell, der die Brudernation zum Frieden und zur Mitarbeit einlädt. „Wir sind, heißt es in dem Aufruf, mit der ernstesten Absicht hiehergekommen, mit euch, gemeinsam für den Aufbau des Landes zu arbeiten, das uns beiden teuer ist, zu arbeiten mit euch in vollkommenem Einverständnis und ohne Rückhalt, wie zwei einander liebende Brüder, die voneinander getrennt waren und wieder zusammengeführt wurden. Wir haben viel gelitten in der Weit, aus welcher wir hierher zurückgekehrt sind in den wir von den Nationen, unter denen wir lebten, so mißverstanden wurden, und in der der Geilst, von dem unser Verhalten geleitet war, einer falschen Beurteilung ausgesetzt war. Hier, auf dem Geburtsorte der Semiten, die uns in Sprache und Wesen am nächsten stehen, hofften wir, eine gemeinsame Sprache und ein verwandtschaftliches Gefühl zu finden und die Möglichkeit zu erhalten, einander zu verstehen und' zu schätzen und auf solche Weise Hand in Hand vorwärts zu schreiten, dem Aufbaue des heiligen Landes entgegen. Die jüdische Nation — sagt der Aufruf weiter — hat dem Lande große Reichtümer zugeführt und geht daran, zum Wöhle aller Rassen in Palästina zu arbeiten. Nun entstand im Lande eine Gruppe von Männern, deren Ziel die Schaffung von Uneinigkeit, die Herbeiführung innerer Reibungen', Verdächtig:ungen und unausgesetzter Konflikte Ist. Im Wege der Presse und von Versammlungsreden haben diese Leute die Märchen von der Absicht der Juden, das Land zu annektieren, von der Aufstapelung von geheimen Waffenvorräten und ähnliche Dinge mehr iin Umlauf gebracht. Sie verstiegen sich sogar so weit, Bilder zu verbreiten, auf welchem die Oma-Moschee unter der jüdischen Fahne dargestellt ist.“ Der Appell schließt mit einem Aufruf zum Frieden und harmonischem Zusammenwirken. Das arabische Volk möge Anteil nehmen an dem Streben, welches Juden und Araber in gleichem, Maße erfüllen müsse, für das gemeinsame Ziel zu wirken, „die verwüsteten Teile unseres heiligen Landes zu eigenem Nutzen und Frommen und zum Wohle der g-esamten Menschheit wieder aufzubauen“. Neuerliche arabisch-zionistische Verhandlungen London. (I.C.B.) Wie wir erfahren, befindet sich eine neuerliche Aktion im Zuge, um die Verhandlungen zwischen der zionistischen Organisation und der arabischen Delegation wieder aufzunehmen. Man bemüht sich zwischen beiden Völkern einen Modus vivendi zu finden und die Zusammenarbeit der jüdischen und arabischen Bevölkerung an der Entwicklung Palästinas zu ermöglichen. Glückwunsch-Telegramme Anläßlich der Bestätigung des Mandates sandte der Baron Edmund von Rothschild folgendes Telegramm an Dr. Weiizmann: „Endlich hat der Triumph Ihre langjährigen Anstrengungen gekrönt. Sie haben niemals an dem Erfolg dieser gerechten Sache gezweifeit, und ich freue mich; daß dieser Tag Ihnen Ihren Lohn bringt.“ Auch Expräsident Wilson sandte eine Glückwunschbotschaft an die Exekutive der Zionistischen Organisation. Sir Herbert Samuel sandte eine Gratulationsbotschaft an die palästinensische Exekutive der Zionistischen Organisation. Der Vertreter des armenischen Nationalkomitees sandte gleichfalls eine Glückwunschdepesche an die Zionistische Organisation. Von beinahe sämtlichen zionistischen Landesorganisationen, sowie vom sämtlichen jüdischen Körperschaften Palästinas sind gleichfalls Glückwunschdepeschen in London eingetroffen. Der amerikanisch-jüdische Kongreß telegraphierte: Das amerikanische Judentum freut sich mit Ihnen und unseren Brüdern in allen Ländern und erwartet große Resultate für den Aufbau des jüdischen Palästinas, gez. Nathan Strauß, Levy, Richards. Wie aus Amerika gemeldet wird, herrscht im ganzen Lande große Begeisterung über die Bestätigung des Mandates. Es werden große Anstalten für imposante Kundgebungen getroffen. In New York hat sogleich eine riesige spontane Manifestation stattgefunden. Die zionistische Exekutive und der Keren Hajessod bemühen sich, diese feierliche Stimmung entsprechend auszunützen. Die Zionistische Organisation hat ferner von dea* amerikanischen Poale Zion-Organisation ein Glückwunschtelegramm erhalten.

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