Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 9 (1922)
- Issue
- 27 (7.7.1922)
- Date
- 1922-07-07
- Page
- Seite 341 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 27 Das Jüdische Echo 341 rung hat es im der Hand, dJas Mandat im seiner gegenwärtigen Form aufrechtzuerhalten und seine Ratifizierung in der bevorstehendem Sitzung des Völkerbundrates zu betreiben. Die Exekutive der zionistischen Weltorganisation habe beschlossen, das Äußerste zu tun, um die Ratifizierung des Mandats zu sichern. Es werden alle erförderlichen Schritte unternommen werden, damit die gerechten Forderungen des jüdischen Volkes ungeschmälert verwirklicht werden. Verschiebung der Palästinadebatte im englischen Unterhaus London. (J. C. B.) Die für gestern angekündigte Palästina-Debatte im 'englischen Unterhause wurde gemäß ieiner Erklärung Austen Chamberlailns namens der Regierung auf Dienstag, den 4. ds., verschoben. Kolonialminister Wimston Churchill wird die Haltung des Kolonialamtes in der Sitzung verteidigen. Präsident Weitzmann über die Lage London. (J. C. B.) Der Präsident der zionistischen Weltorganisation, Dr. Weitzmann, äußerte sich über die Palästina-Resolution des Oberhauses, daß diese in manchen Belangen zweifellos unangenehme Folgen nach sich, ziehen könne. Namentlich inbezug auf die Propaganda der arabischen Delegation aus Palästina, die in der Resolution des Oberhauses eine Ermutigung für ihre weitere Tätigkeit finden wird, was eine mögliche Versöhnung neuerlich verzögern wird. Was die Ratifizierung des Palästina-Mandats in der bevorstehenden Sitzung des Völkerbundrates betrifft, so sei diese Angelegenheit bereits so weit vorgeschritten, daß siie nicht mehr von solchen Schritten wie die Resolution im Oberhanse beeinflußt werden kann. Dr. Weitzmann drückte sein volles Vertrauen in die endgültige Ratifizierung des Mandats in der bevorstehenden Sitzung des Völkerbundrates aus. Palästina Das Ruthenberg-Projekt Ing. Pinchas Ruthenberg macht in der Zeitschrift „The New Palestiine“, New York, folgende Angaben über sein Projekt: Der erste Schritt ist die Ausnutzung eines Teils des Gefälles des Jordan unterhalb des Tiberiasees zur Erzeugung elektrischer Kraft. Damit zu beginnen, hat eine Reihe von Vorteilen: 1. Der Tiberiasee iist ein natürliches, weiträumiges Reservoir (170 Quadratkilometer). 2. Die durchschnittliche Wassermenge und das Gefälle können mehr elektrische Kraft erzeugen, als das Land heute braucht. 3. Die Errichtung eines kleinen Dammes, die notwendig erscheint, ist sehr einfach. 4. An dieser Stelle gibt es weder Grenzfragen, noch strittige Wasser- oder Landrechte. 5. Die Haifa-Damaskus-Eisenbahn läuft entlang der projektierten Werke und erleichtert die Zufuhren der Materialien. 6. Die Gegend liefert gutes Baumaterial. Die gesamte Energie, die erzeugt werden wird, dürfte ungefähr 100 Millionen Kilowattstunden sein, wovon das Land gegenwärtig nur einen Teil braucht, so daß für die weitere Entwicklung genügend Reserven bleiben. Zur Reserve für das Wasserwerk werden aber jedenfalls Dampfwerke in Jerusalem, Jaffa und Haifa errichtet werden. Die Administration hat beschlossen, so bald als möglich die Bahnlinie Jaffa-Jerusalem und im Bewährungsfalle das ganze Eisenbahnnetz zu elektrifizieren. Für das Projekt erteilte die Regierung eine Konzession auf 70 Jahre mit dem ausschließlichen Recht der elektrischen, Krafterzeugung in Palästina und Transjordanien und allen sonstigen Ländern, die vielleicht einmal unter die Verwaltung des High Commissioners kommen werden. Die Konzession gestattet, die Preisbemessung für den zu liefernden Strom auf Basis einer Dividende von mindestens 8 und höchstens 15% durchzuführen. Die Konzession wurde nach einer genauen Prüfung aller Details durch erste Fachleute der britischen Regierung erteilt und hat auch die Zustimmung jener Experten gefunden, welche von den an dem Projekt bereits interessierten europäischen Finanzkreisen nominiert worden sind. Bei Ausführung des Projekts wird kein Unterschied zwischen arabischer und jüdischer Arbeit gemacht werden. Jeder Volksstamm wird nach seiner besonderen Qualifikation Verwendung finden. Das für die Ausführung des Kraftwerks am Jordan nötige Kapital ist 5 Millionen Dollar. Die Einwanderung Die Immigration belief sich vom 1. Januar bis zum 31. März 1922 auf zirka 2500 Köpfe. Eine Gartenstadt bei Jaffa Jerusalem. (J. C. B.) In Jaffa wurde eine Gesellschaft gegründet, die sich die Errichtung einer kleinen Gartenstadt in der Nähe von Jaffa zum Ziele machte. Jede Familie soll über ein Grundstück von 10—20 Dunams verfügen; die Kosten für die Errichtung jedes Haushaltes werden mit 500 Pfund präliminiert. Bisher haben über 30 Uxtfmamsu Tren-J^cderi u./atzflejdanrjtfweidetei', c/5eruxar/rcrrxe