Mannheim
Compact Memory

Das jüdische Echo · 1922-06-23 · 25 (23.6.1922) · p. Seite 318

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Das jüdische Echo
Volume
9 (1922)
Issue
25 (23.6.1922)
Date
1922-06-23
Page
Seite 318 (sequence 6)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/9072829-9103027-9145556--05047-9077715
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

318 Das Jüdische Echo Nr. 25 lierte Abrechnung einzusenden, deren Richtigkeit vom Schekelkommissar bestätigt sein soll. Die Exekutive der Zionistischen Organisation. Organisations-Departement. Palästina. Der Vatikan und Palästina Rom (J.C.B.). Die Zeitung „Tempo“ berichtet: Die das Palästina-Mandat betreffende Note des Vatikans an den Völkerbund richtet sich nicht, wie anfangs gemeldet, gegen das Palästina-Mandat überhaupt, sondern enthält bloß die Forderung nach besonderen Garantien für die Rechte der christlichen Minoritäten in Palästina. Paris (J.C.B.). Der Genfer Korrespondent des „Matin“ meldet in seinem Blatte, der Völkerbund habe die Note des Vatikans über die Garantien für die christlichen Minoritäten in Palästina abgelehnt. Eine europäische Propagandatour des Patriarchen von Jerusalem London (J.C.B.). Der katholische Patriarch in Jerusalem, Monsignore Barlassina, wird, wie wir erfahren, in nächster Zeit London verlassen, um sich zu einer antizionistischen Propagandatour nach dem Kontinent zu begeben. Er will u. a. Paris, Berlin und Wien besuchen, um in dortigen religiösen und politischen Kreisen gegen, den Gedanken einer jüdisch-nationalen Heimstätte in Palästina Stimmung zu machen. Ein Zusammenschluß der Kirchen in Palästina Rom (J.C.B.). Der auf Einladung des Papstes in Rom eingetroffene katholische Erzbischof in Beyruth, Monsignore Cattan, erklärte in einer Unterredung mit Pressevertretern, der Vatikan mache jetzt alle Anstrengungen, um eine Einigung der Kitehen aller Riten in Palästina und1 Syrien herbeizuführen. Wie der Erzbischof weiter erklärte, wird er in dieser Tätigkeit von der französischen Regierung sehr unterstützt. Änderungen in der palästinensischen Verwaltung Am 1. Juli treten folgende Veränderungen in der palästinensischen Verwaltung ein: An Stelle der bisherigen 7 Distrikte werden 4 gebildet und zwar: 1. Jerusalem mit Jaffa und den benachbarten Kolonien; 2. Südpalästina mit Gaza und Berseba (Gouverneur Abrahamson); 3. Samaria (Gouverneur Cox); 4. Galiläa mit Haifa, Tiberias und Safed. Die zweiter Arbeiterkonferenz Palästinas Der Rat der jüdischen Arbeiter in Palästina hat beschlossen, die zweite jüdische Arbeiterkonferenz in Palästina für den 15. Juni nach Tel-Awiw einzuberufen. Das erstemal! tagte die Arbeiterkonfernz bekanntlich zu Chanukkah 5680 in Haifa; damals wiirde die Allgemeine jüdische Arbeiterorganisation auf professioneller Grundlage geschaffen. Emigration von Germin Konstantin opel (J.C.B), In der letzten Zeit treffen aus den verschiedenen Teilen des Kaukasus Gruppen von Germin (zum Judentum Übergetretenen) in Batum ein, die nach Palästina auswandern wollen. In den letzten Tagen sind ungefähr 45 solcher Proselyten aus der Gegend von Wassilkows Kobansik angekommen. An ihrer Spitze steht ein Rabbiner: sie beabsichtigen in Kürze nach Palästina weiterzureisen. Man erwartet demnächst noch weitere Transporte. Forderungen des syrisch-palästinensischen Kongresses Die Exekutive des syrisch-palästinensischen Kongresses in Ägypten hat einen Aufruf veröffentlicht, in dem unter anderem die Selbstverwaltung für Palästina, der Zusammenschluß Palästinas mit Syrien, der Abzug der englischen Besatzung in Palästina wie auch der der französischen in Syrien verlangt wird. Deutschland. Eisner und Coßmann Das „Hamburger Israelitische Familienblatt“ schreibt: Der Beleidigungsprozeß, den der frühere Sekretär Eisners, Fechenbach, kürzlich in München gegen Professor Coßmann wegen des Vorwurfs führte, nicht Eisner, sondern er, Fechenbach, habe die bekannte Fälschung der Kriegsschulddokiimente begangen, wird von der Deutschnationalen Parteikorrespondenz!zu antisemitischer; Stimmungsmache ausgenutzt. Auf der einen Seite steht da Kurt Eisner „alias Isidor Kosmanowsky“ als das böse Prinzip, auf der anderen Professor Coßmann als Vertreter aller blonden Tugenden. Ohne auf die nicht Wunder nehmende niedrige Hetztaktik des rechtsradikalen Sprachrohrs näher einzugehen, mag darauf hingewiesen werden, daß Eisner dem Judentum ebenso nah und fern stand wie der politisch rechtsstehende Prof. Coßmann. "RauThallmaier München ThßaünevCtrAÖ.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.