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Das jüdische Echo · 1922-06-09 · 23 (9.6.1922) · p. Seite 294

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
9 (1922)
Issue
23 (9.6.1922)
Date
1922-06-09
Page
Seite 294 (sequence 6)
Language
German
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294 Das Jüdische Echo Nr. 23 Die Dinge werden undwerden nicht gemacht. Das jüdische religiöse Empfinden aber sollte stark genug sein, um Eindrücke, die ihm nicht gemäß sind, fernzuhalten oder sie wieder auszuscheiden. Marcel Lew. Aus der fiidischen Welt Palästina Die hebräische Universität ln Jerusalem (J. C. B.) Wie wir erfahren, werden gegenwärtig die letzten Anstrengungen gemacht, um noch im Laufe dieses Sommers zumindest eine Fakultät an der hebräischen Universität in Jerusalem zu eröffnen. Die erforderlichen Gelder sind bereits fast gänzlich aufgebracht. Das Komitee der jüdischen Ärzte in Amerika sammelte bisher 275 000 Dollar und hofft, bis zum Herbst diesen Betrag auf mindestens 400 000 zu ergänzen, da täglich neue bedeutende Beiträge einfließen. Ende Juni begibt sich eine New Yorker Ärztekommission nach Palästina, der voraussichtlich nebst anderen ärztlichen Autoritäten auch Dr. Goldwater vom Rockefell er-Institut angehören wird, um dort mit dem im Juli' in Palästina eintreffenden Dr. Weitzmann die letzten Vorarbeiten abzuschließen. Forderungen des syrisch-palästinensischen Kongresse Kairo. (Tel. d. „Wr. Morgenztg“.) Die Exekutive des syrisch-palästinensischen Kongresses in Ägypten hat einen Aufruf veröffentlicht, in dem unter anderem die Selbstverwaltung für Palästina, der Zusammenschluß Palästinas mit Syrien, der Abzug der englischen Besatzung in Palästina wie auch der französischen in Syrien verlangt wird. Die Ratifizierung London. Auf eine Anfrage des Unterhausmitgliedes Mr. Ornsby-Gore, ob und wann das Palästinamandat vom Völkerbundrat ratifiziert werden wird, erklärte Mr. Chamberlain, daß am 15. Juli eine außerordentliche Sitzung des Völkerbundrates stattfinden wird, in welcher die Mandate der Klasse A—B zur Behandlung gelangen werden. Ebenso sind die Fragen über die Minderheitsrechte in Albanien und in Lettland für die zweite Sitzung verschoben worden. Die Einwanderungsbeschränkungen Jerusalem. (J.C.B.) Beim letzten Empfange des Waad Leumi beim Stellvertreter des High Commissioners, Sir Deeds, beklagte sich der Waad Leumi u. a. auch darüber, daß das Immigrationsdepartement den Zeugnissen der jüdischen Gemeinde von Jerusalem kein Vertrauen entgegeubringe und beantragte die Einsetzung einer Kommission in Jaffa, bestehend aus Vertretern der Regierung und der Gemeinde Jaffa, zwecks Prüfung der Gesuche von Palästinensern um Einreisebewilligung für ihre Angehörigen. Sir Deeds hob inzwischen die Einwanderungsbeschränkungen für Angehörige von Palästinensern auf und. versprach für die nächsten Tage die Einberufung einer Beratung. an der er selbst, die Chefs der Departements für Einwanderung, Arbeit und Handel, sowie die Vertreter des Waad Leumi teilnehmen werden. Deutschland Liberale Juden und Keren Hajessod. Um Mißverständnissen für die Zukunft vorzubeugen, machen wir darauf aufmerksam, daß die Annonce, die der Berliner Lokalverein der „Liberalen Vereinigung“ in der „Jüdischen Liberalen Zeitung“ vom 28. April d. J. veröffentlicht hat und in der vor einer Beteiligung am Keren Hajessod gewarnt wird (s. „J. R.“ vom 5. Mai), nicht der Auffassung des Vorstandes der Liberalen Vereinigung entspricht. Dieser verhält sich vielmehr neutral und stellt seinen Mitgliedern die Leistung und Mitarbeit für den Keren Hajessod frei. Die Annonce ist lediglich eine Berliner Lokalangelegenheit. Er lügt und kneift. Das Kunzeorgan „Deutsches Wochenblatt“ hatte vor einigen Monaten einen Artikel über das Weißenseer Arbeitsamt gebracht, in dem behauptet wurde, daß in dem Arbeitsamt jüdische Arbeiter, besonders ein gewisser Griinbaum, besondere Vorteile genössen, daß Grünbaum Kommunist sei und seine Gesinnungsgenossen, iim Arbeitsamt bevorzuge. In der Verhandlung vor dem Schöffengericht Berlin-Tempelhof erklärte nun der beklagte Redakteur Dux, daß er als verantwortlicher Schriftleiter des „Deutschen Wochenblattes“ dem Herausgeber Kunze gegenüber die Aufnahme des Artikels verweigert habe, da ihm bekannt gewesen sei, daß der Artikel frei erfunden war und jeder Unterlage entbehrte. Nachdem Dux kurz vor der Drucklegung der in. Frage kommenden Nummer die Redaktion verlassen hatte, sei Kunze in die Setzerei gegangen und habe gegen den Willen seines verantwortlichen Redakteurs den Artikel, noch dazu mit Anmerkungen versehen, setzen lassen. Das Gericht versuchte Kunze telephonisch zu laden, um ihn als TSnuThallmcrier München Th&atinevttr.tö. toino. ^jlasQr ty&nzoücLnjQ.

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