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Das jüdische Echo · 1922-05-12 · 19 (12.5.1922) · p. Seite 244

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
9 (1922)
Issue
19 (12.5.1922)
Date
1922-05-12
Page
Seite 244 (sequence 8)
Language
German
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00 244 Das Jüdische Echo Nr. 19 imfairen Hetzpropaganda zu boykottieren. Durch einen solchen demonstrativen Protest wird die öffentliche Meinung der Welt auf die Hetztaktik der „Morningpost“ gelenkt werden. Herbert Samuels Londoner Reise London. (J. C. B.) Wi)e „Wesminster Gazette“ aus zuverlässiger Quelle erfährt, entbehren die Gerüchte, die Reise Sir Herbert Samuels nach London als Auftakt zu seinem Rücktritt anzusehen, jeder Grundlage. General Tudor sei nicht als sein Nachfolger nach Palästina gegangen, sondern als Kommandant der in Palästina stationierten Militärabteilungen und des neu geschaffenen Gendarmeriekorps. In der Abwesenheit Sir Herbert Samuels werde der Ziviilsekretär Sir Wyndham Deedes die Kontrolle über die Verwaltung ausüben. Sir Samuel werde wahrscheinlich schon anfangs Juni nach Palästina zurück kehren. Amerika Für die Ratifizierung des Palästina-Mandats Resolutionen in den amerikanischen Parlamenten. Die öffentliche Meinung in den Vereinigten Staaten schenkt neuerdings der Palästina-Frage besondere Beachtung. Seit dem Eintreffen der europäischen Delegation des Keren Hajessod (Palästina-Grundfonds), haben die größten amerikanischen Zeitungen wiederholt auf die erfolgreich eingeleitete Errichtung des jüdischen Nationalheims hingewiesen und so weite Kreise der Bevölkerung mit dem aktuellsten Problem des Judentums vertraut gemacht. Eine der ersten Wirkungen dieser wohlwollenden Haltung der amerikanischen Presse war die Gründung eines Komitees, das den Zweck verfolgt, die Ratifizierung des Palästina-Mandats zu beschleunigen. Dem Leiter des Komitees, Professor Albert Putney vom diplomatischen Seminar in Washington ist es in kurzer Zeit gelungen, hervorragende nichtjiidische Amerikaner — Geistliche, Politiker und Publizisten — für die Frage der Ratifizierung zu interessieren. Bevor das neue Komitee an die Öffentlichkeit trat, hatten alle jüdischen Organisationen der Vereinigten Staaten auf einer gemeinsamen Tagung einstimmig einen Beschluß gefaßt, der die Solidarität der amerikanischen Juden für Palästina zum Ausdruck brachte. In der letzten Woche waren die Bemühungen der Palästina- Freunde so weit gediehen, daß einflußreiche Mitglieder des Senats eine parlamentarische Aktion einleiteten. Gegenwärtig liegen dem Kongreß und dem Senat zwei gleichlautende Resolutionen vor, die die „innerste Zufriedeheit“ beider Körperschaften mit dem Wiederaufbau Palästinas zum Ausdruck bringen. „Im Namen des amerikanischen Volkes —i heißt es im Schlußsatz — gibt der Kongreß seine Zustimmung zu einem Unternehmen, welches dem Christentum zur Ehre gereicht und durch welches dem Hause Israel die lange vorenthaltene Gelegenheit geboten wird, im alten jüdischen Lande von neuem ein fruchtbares jüdisches Leben und eine Kultur zu schaffen.“ Aus Kreisen, die dem Weißen Hause nahe stehen, verlautet, daß die Resolution günstige Aussicht auf Annahme habe; zu ihren Verfechtern gehört auch Senator Lodge, der Vorsitzende des Senatsausschusses für auswärtige Angelegenheiten. (Ziko.) Der amerikanische Senat für den jüdischen Palästina-Aufbau. Washington. (Ziko.) Die Senatskommission für auswärtige Angelegenheitenn beschäftigte sich am Donnerstag mit einer von zionistenfreundlicher Seite eingebrachten Resolution bezüglich deT Errichtung eines jüdischen Nationalheiirns in Palästina. Die Resolution, die den „Wiederaufbau Palästinas durch die Juden mit innerster Befriedigung“ begrüßt, wurde in der Kommission und hierauf im Plenum des Senats einstimmig a n g en o m m e n. Da der Völkerbund sich auf seiner nächsten Tagung auch mit der Ratifizierung des Palästina-Mandats befassen soll, ist dieser Entscheidung des Senats hohe Bedeutung beizumessen, und dies'umso mehr, als der Völkerbund die Ratifizierung nur wegen der bisherigen Zurückhaltung der Vereinigten Staaten unterlassen hat. Die Erweckung der amerikanischen Sympathien für das jüdische Nationalheim ist nach Ansicht der jüdischen und nicht jüdischen Palästina-Freunde Amerikas vornehmlich auf die diplomatischen Bemühungen Nahum S o k o 1 o w s , des Präsidenten der Zionistischen Exekutive, zurückzuführen. In jüdisch-amerikanischen Kreisen erwartet man, daß der große politische Erfolg, den die Annahme der Resolution bildet, alle jüdischen Zentren anspornen w i r d , für die kulturelle und wirtschaftliche Erschließung Palästinas Opfer zu bringen, die das neuerdings bekundete Vertrauen der Völker rechtfertigen. Eine amerikanische Stämme für Immigration New York. (J.C.B.) Im Gegensatz zu der scharfen Propaganda in Amerika gegen die Immigration, in der besonders mit der angeblichen Min- "RbuThallmaier München ThjsatmßrftrAÖ. pmn&(5ias©r ^£brzellan&

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