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Das jüdische Echo · 1922-04-28 · 17 (28.4.1922) · p. Seite 217

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
9 (1922)
Issue
17 (28.4.1922)
Date
1922-04-28
Page
Seite 217 (sequence 5)
Language
German
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Nr. 17 Das Jüdische Echo 217 Hajessod ist feierlich eröffnet worden. In einer Massenversammlung in Carnegie Hall hielten die Herren Sokolow, Jabotinsky, Alexander Goldstein und die Führer der zionistischen Bewegung in Amerika Ansprachen. Für die Haussammlungen haben sich bereits 5000 Freiwillige zur Verfügung gestellt. An allen Untergrund-Bahnhöfen und vielen Monumental-Gebäuden in allen Stadtteilen kleben künstlerisch ausgeführte Plakate, in welchen an Juden und Christen gleichermaßen appelliert wird, an dem Wiederaufbau Palästinas mitzuhelfen. Als erster Vorsitzender des zentralen Werbeausschusses wird Samuel Untermeyer und als stellvertretender Vorsitzender Morris Rothenberg genannt. Nahum Sokolow erklärte, er erwarte, daß die Juden New Yorks neuerdings drei Millionen Dollar für den Keren Hajessod sammeln werden. Die Finanzierung des Palästina-Aufbaus Erklärungen Professor Warburgs Professor Otto Warburg hat einem Berliner Vertreter des J. C. B. gegenüber, der ihn nach seiner Rückkehr von seiner Amerikareise aufgesucht hat. folgende Gedanken über die zionistische Finanzpolitik entwickelt, welche auf seinen Erfahrungen während des Aufenthaltes in Amerika beruhen. „Bis Anfang April,“ erzählte Professor Warburg, „sind ungefähr eineinhalb Millionen Dollar in das New Yorker Büro des Keren Hajessod geflossen, die aus Sammlungen des 1000 Dollar- Klubs und der Keren Hajessod-Frauenbewegung herrühren. Man erwartet auf Grund der schriftlichen Zeichnungen noch weitere 6 Millionen Dollar. Wenn wir vorsichtig sein wollen und die gezeichnete Summe samt den bereits eingeflossenen Barbeträgen zusammen aus viereinhalb Millionen Dollar veranschlagen, so sind damit noch nicht alle unsere Bedürfnisse gedeckt. Man kann aber mit dem Resultat unserer Kampagne zufrieden sein. Jedenfalls können wir nicht unsere ganze Aufbau-Arbeit auf dem amerikanischen Feld allein basieren lassen. Amerika ist ein Land der Plötzlichkeiten und der explosiven Stimmungen. Wir müssen daher die zwei Hauptpunkte unseres Budgets „Erziehung“ und „Saniiätswesen“ abbauen. Der palästinensische Schulverein könnte seinerseits das Budget der Schulen erfolgreich sichern. Die Sanitätshilfe ist jedoch Sache der wohltätigen Organisationen. Sie könnte ganz gut durch Bnei Brit Loge und die „Joint“ geleistet werden. Die „Hadassah“ müßte als eine selbständige Gesellschaft existieren. Der Budgetposten Nr. 3 betrifft die Immigration- Von ihr können wir uns nicht befreien, wir müssen aber dafür Sorge tragen, daß die Zahl der Immigranten die Zahl der Arbeitsstellen nicht wesentlich übersteigt. Mit diesen Entlastungen können wir unsere Aufmerksamkeit auf das Gebiet der eigentlichen Kolonisation, die unsere Hauptaufgabe ist, konzentrieren. Uber die Beziehungen zwischen den zionistischen Mehrheiten und Minderheiten in Amerika äußerte sich Professor Warburg wie folgt: Seit dem Karlsbader Kongreß bestehen zwischen beiden Gruppen keinerlei prinzipielle Meinungsverschiedenheiten, jedoch glaube ich nicht, daß ein formeller Frieden geschlossen werden kann. Das Leben hat aber einen „modus vivendi“ geschaffen, wonach beide Gruppen, jede auf ihrem Gebiete, für das Wohl Palästinas arbeiten. (J.C.B.) Aus der Jüdischen Welt Die gesetzgebenden Körperschaften Nordamerikas für das Jüdische Palästina Die „Wiener Morgenzeitung“ berichtet aus New York: Der Kongreßmann Hamilton Fisch aus New York brachte im Washingtoner Kongreß einen Beschlußantrag ein, laut welchem der Kongreß den Wunsch und die Hoffnung ausspricht, daß Palästina dem jüdischen Volke als nationales Heim zurückgegeben werde. Aus den Kreisen des Weißen Hauses verlautet, daß die Resolution alle Aussichten hat, vom Kongreß angenommen zu werden. Dieselbe Resolution ist auch im Senat eingebracht worden, wo sie vom Senator Lodge und Staatssekretär Hughes unterstützt worden ist. Die Resolution hat folgenden Wortlaut: In Anbetracht dessen, daß das jüdische Volk mit innigem Glauben jahrhundertelang den Wiederaufbau seines alten Heimatlandes ersehnt und daß das jüdische Volk dank der Ergebnisse des Weltkrieges und des Anteils der Juden an ihm unter bestimmten und hinreichenden internationalen Garantien die Möglichkeit haben wird, bei voller Achtung der Rechte der Bevölkerung von Palästina und bei Aufrechterhaltung der heiligen Stätten in ihrem ganzen Umfang wieder ein nationales Heim im Lande seiner Väter aufzurichten, wird vom Repräsentantenhaus im Einvernehmen mit dem Senat beschlossen: Der Kongreß der Vereinigten Staaten drückt hiemit seine innerste Zufriedenheit mit dem Ergebnis des Krieges aus, durch welches die Wiedererrichtung neuen Lebens und neuer Wohlfahrt in Palästina möglich wird, und gibt seiner Freude darüber Ausdruck, daß dadurch ein großer historischer Gerechtigkeitsakt zur Tat wird und gibt im Namen des amerikanischen Volkes seine Zustimmung zu einem Unternehmen, welches dem a/ijsu vrm-Mxien u./aßXteJ/a/yJc/wetdeteir

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