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Das jüdische Echo · 1922-04-21 · 16 (21.4.1922) · p. Seite 208

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
9 (1922)
Issue
16 (21.4.1922)
Date
1922-04-21
Page
Seite 208 (sequence 8)
Language
German
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208 Das Jüdische Echo Nr. 16 Amerika Die amerikanische Kampagne für die Ratifikation des Palästina-Mandates New York. (J. C. B.) Am Sonntag, den 9. April, fand hier eine Zusammenkunft von Vertretern sämtlicher jüdisch-nationalen Organisationen Amerikas einschließlich des American Jewish Committee und aller großer Orden statt. Zweck der Beratung war, die baldige Gutheißung des Palästina-Mandates durch den Völkerbund zu betreiben. Es wurde eine Resolution angenommen, in welcher an den Völkerbund appelliert wird, das Mandat baldigst zu ratifizieren. Vor kurzem wurde hier eine Gesellschaft gegründet, die den Namen „Die Freunde eines jüdichen Palästina“ trägt und den Zweck verfolgt, Nichtjuden für die politische Tätigkeit des Zionismus zu gewinnen. Der Rektor der diplomatischen College, während des Krieges Leiter der „Nahen Osten Abteilung der amerikanischen State-Departements“, ist zum Sekretär der Gesellschaft erwählt worden. Die Kampagne gegen die Einwanderung in Amerika Washington. (J. C. B.) Der Vorsitzende des Einwanderungs-Komitees des amerikanischen Unterhauses, der bekannte Hetzer gegen die Einwanderer Jonson schilug dem Unterhaus einen Gesetzentwurf vor, laut welchem alle Fremden, die das Alkoholverbot übertreten, ausgewiesen werden sollen. Weitere Gesetzentwürfe Jonsons und seiner Gesinnungsgenossen gegen die Fremden sind in Vorbereitung. Dies alles illustriert die Intensität der fremdenfeindlichen Bewegung in den offiziellen Kreisen Amerikas. Persien Verfolgung der Juden in Persien Wie der Londoner „Zeit“ aus Massud (Persien) gemeldet wird, wurde dort ein Gesetz publiziert, das alle Juden zum Tragen besonderer Abzeichen zwingt. Außerdem wurde allen jüdischen Bürgern der Handel mit Lebensmitteln verboten. Da diese Vorschriften geeignet sind1, die materielle Existenz der jüdischen Bürger zu vernichten, wurden bereits Komitees gebildet die die Übersiedlung der Bedrohten nach Palästina organisieren. (Ziko.) literarisches Echo Zionismus und Völkerbund. Von Dr. S. Kaznelson. Herausgegeben von der Zionistischen Vereinigung für Deutschland im Jüdischen Verlag, Berlin. In dieser kurzen, aber inhaltsreichen Broschüre erörtert der Verfasser die Beziehungen zwischen Zionismus und Völkerbundgedanken, dem „nationalen“ und dem „internationalen“ Pazifismus. Seine Auffassung, daß die politischen Erfolge der zionistischen Bewegung weder realpolitisch noch materialistisch, sondern lediglich aus der i d e e 1 - 1 e n Stärke des zionistischen Gedankens zu erklären sind, ist nicht nur vom Standpunkte des Zionisten, sondern auch von dem aller anderen geistigen Bewegungen der Zeit besonders interessant. Die Schrift bringt auch Ausführungen zum Nationalitätenproblem und eine Auseinandersetzung mit Gedankengängen des bekannten Pazifisten Walter Schücking. (Ziko.) Gemeindenu. Vereins-Echo Jüdische Arbeitsgemeinschaft. Nächste Zusammenkunft Samstag, den 22. April 1922 präzis 8.30 Uhr abends Fraunhoferstraße 5. Gesamtausschuß der Ostjuden. Am Samstag, den 22. April 1922 findet präzis 8 Uhr abends im Verein slokal der Vereinigten Vereine, Reichenbachstraße 27, eine außerordentliche Generalversammlung mit Neuwahl statt. Zionistische Ortsgruppe München. Anfang Mai beginnen wieder hebräische Kurse für Anfänger und Fortgeschrittene unter Leitung von Frl. Elsa Burchhardt. Anmeldungen nur schriftlich mit Angabe der Adresse, ev. Telephonnummer sind zu richten an Zionistische Ortsgruppe, Wagmüllerstraße 19/0. Verband jüdischer Jugendorganisationen Münchens. Am letzten Sonntag wurden in der Herberge Wolf ratshausen 4 Taschentücher und 1 Paar Strümpfe gefunden. Siie sind in der Gemeindebibliothek abzuholen. Der „Verein Jüdisch. Landheim Wolf ratshausen“ hat in seiner kürzlich stattgefundenen Generalversammlung mit Befriedigung konstatieren können, daß das nunmehr abgelaufene erste Geschäftsjahr eine erfreuliche Entwicklung des jungen Unternehmens gebracht hat. Es haben im Sommer und Herbst 1921 184 Kinder mit durchschnittlich. 20 Verpflegungstagen im Heim Aufnahme gefunden. Von diesen Kindern haben über ein Drittel halbe oder ganze Fneiiplätze innegehabt. Der Verein hofft nun seinem Ziel, gerade Kindern des Mittelstandes die Wohltat einer Erholung zuteil werden zu lassen, immer näher kommen zu können, und hat zu diesem Zweck einen eigenen, besonders verwalteten „Fonds für Freiplätze“ geschaffen» Aus diesem Fonds soll auch für solche, die einen Teil des Pensionspreises bezahlen können, ein entsprechender Zuschuß geleistet werden. Der Verein hofft daß die Gönner und Freunde, die er sich bisher erworben hat, gerade für diesen menschen- POBZELLAIT-NIBDEBUfil MÜNCHEN THEATINERSTRASSE »j gegenüber der FeldhermhuÜe «BASSTE ATSWill. IV «KBBAV€BSr«BZBLLAI TÄ«LIC1E LABEBEBfiÄRZIIX«

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