Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 9 (1922)
- Issue
- 16 (21.4.1922)
- Date
- 1922-04-21
- Page
- Seite 209 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 16 Das Jüdische Echo 209 freundlichen Zweck gerne und reichlich spenden werden. Jeder Kinderfreund sollte es als eine besonders schöne Tat der Nächstenliebe verzeichnen, einem schwächlichen und erholungsbedürftigen Kinde einen Aufenthalt im Landheim Wolfratshausen ermöglicht zu haben. Es ist besonders darauf hinzuweisen, daß für die Sommerferien bereits zahlreiche Anmeldungen vorliegen, es wird daher empfohlen, beabsichtige Meldungen von Kindern für die großen Ferien recht bald zu betätigen. Leichtathletikabteilung des Bar Kochba München. Gelegentlich der leichtathletischen Wettkämpfe des Turn- und Sportvereins Jahn am 30. April starten wir erstmals in diesem Jahre. Die Mannschaftsaufstellung hiezu erfolgt auf Grund der Resultate unserer am Sonntag, den 23. April, vorm, punkt 8 Uhr beginnenden internen Wettkämpfen. Die Meldungen hiezu sind bis spätestens Freitag, den 21., beim Unterzeichneten abzugeben. — Die für den am 7. Mai stattfindenden Erstlingsneunkampf in Betracht kommenden Leute fordern wir dringend auf, keinen Trainingstag zu versäumen. Es ist die erste wichtige Veranstaltung, die für die Einreihung in die Vereinsklassen bewertet wird. Das Training für den Staffellauf Grünwald—München ist im vollen Gange. Die Traimimgszeiten sind nun folgende: Dienstag, Mittwoch, Donnerstag abends ab 6 Uhr und Sonntag vorm, ab 9.30 Uhr. Es ist damit jedem Gelegenheit gegeben, wenigstens zweimal wöchentlich zu trainieren. Außerdem findet bei schlechtem Wetter Mittwoch von 8—10 Uhr das Training wie bisher statt. (Jeweils Plinganserstraße 84, Sendling.) Die an alle Aktiven gesandten Verpflichtungsscheine für den Staffellauf müssen unterschrieben an den Unterzeichneten zurückgegeben werden. Die Sitzung zur Besprechung des Laufes findet Montag, den 24. April, abends 8 Uhr im I. Stock des Augustinerbräu, Neuhauser Straße 6, statt. Eine schriftliche Einladung zu dieser Sitzung erfolgt nicht. Um uns das richtige Bild machen zu können, darf bei dieser Sitzung niemand unentschuldigt fehlen. — Wer noch, im Besitze der Abteilung gehörender Stoppuhren oder sonstiger Sportgeräte ist, - wolle dieselben beim Unterzeichneten oder gelegentlich des 'Trainings abgeben. Neuanmeldungen sowie Erteilung sämtlicher Auskünfte beim Unterzeichneten. Josef Orljansky, Sportwart, Neuhausertr. 29 / Tel. 54561. Antisemitische Verleumder vor Gericht. Im September 1921, als der „Völkische Beobachter“ zeitweise verboten war, erschien in München ein Ersatzblatt „Bayern heraus“. Dieses Blatt brachte unter der Überschrift „Maulwürfe“ einen Artikel, in dem der Zentralvereiin deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens vorgeworfen war, daß er mit der deutsch-feindlichen Alliance Israelite Universelle eine Arbeitsgemeinschaft gebildet habe; weiterhin wurde dem Zentralverein der Vorwurf landesverräterischer Machenschaften gemacht und die Staatsanwaltschaft zum Vorgehen gegen ihn wegen Landesverrats auf gef ordert. Wegen dieser Vorwürfe stellte der Vorsitzende des Zentralvereins, Justizrat Dr. Brodnitz in Berlin, gegen den Schriftleiter HansSommerer des genannten Blattes Beleidigungsklage, die vor dem Schöffengericht München zur Verhandlung kam. Der Verteidiger kündigte zuerst einen umfangreichen Wahrheitsbeweis an, erklärte sich jedoch dann auf Anregung des Vorsitzenden zu einer vergleichsweisen Erledigung der Sache bereit. Es kam dann auch ein Vergleich zustande, in dem der Angeklagte erklärte: „Ich habe den in Nr. 1 der Zeitung „Bayern heraus“ vom 17. September 1921 enthaltenen Artikel „Maulwürfe“ nicht selbst verfaßt, sondern eingeschickt bekommen. Ich nehme den Vorwurf, der Zentral verein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens unterhalte jetzt noch Beziehungen zur Alliance Israelite ÜniveTselle und habe Landesverrat getrieben, als unbegründet zurück. Ich übernehme die gesetzlichen Kosten.“ Der Angeklagte verpflichtet sich auch zur Veröffentlichung des Vergleichs in drei Münchener Blättern. Bekanntmachung des Direktoriums der Arbeiterbank in Palästina In der Sitzung vom 15. März 1. J. setzte das Direktorium den Preis der gewöhnlichen Aktie in Europa mit 22 Shilling fest, entsprechend ihrem Preis in Palästina, der 21 ägypt. Shilling beträgt. Die Zentrale für den Aktienverkauf in Europa, Wien. Spendenausweis Münchner Spendenausweis Nationalfonds: Theo u. Meta Harburger grat. Herrn u. Frau Lichtenauer herzlich zur Geb. ihrer Tochter 10.—, Herr u. Frau Schachno desgleichen 10.—, Familie Krell desgleichen 50.—, Hans Machol desgleichen 10.—, Dr. Elias Straus u. Frau desgleichen 10.—, Jakob Blum nachträgliche Schuld v. d. Purimversteigerung 20.—, Alb. Kaufmann f. Palästina-Aufbau 100.—. Golden. Buch Blau -Weiß München: Der zweite Zug grat. Fritz Bloch u. Siegfried Davidsohn zum Abs. 25.—. Münchner Ölbaum-Hain: IJenny und Jakob Reich auf den Namen Hanna Lichtenauer 1 B. 50.—. Klara Fraenkel-Garten: Jos. Schachno anl, der 6. Jahrzeit seines unvergeßlichen Vaters Wilhelm Schachno 100.—. Stuttgarter Spendenausweis Reinertrag von Purim-Veranstaltung 3810.—, Thora-Spenden: M. Nowytarger 25.—, Schreiber 25.—, B. Freundl 100.—, Tobias 100.—, Spindel jun. 50.—, S. Friedrich 25.—, Mandellaub 20.—, Bodanowski 10.—, in B. Freundl und Fr. Anna- Garten ges. d. Florowitz bei Barmizwah-Feier Oscar Freundl a. d. N. 10 B. 500.—, in Oscar Weinschel-Garten z. Hochzeit Geller-Schwarzwald- München u. Karl Kahn-Stuttgart sp. O. Weinschel je 1 B. 100.— 4765.— (unlieb verspätet). iW Tüchtige Köchin zu kl. Familie nach Memmingen (Allgäu) bei hohem Gehalt gesucht. Längere Zeugnisse erforderlich. Näheres Schulmann, München, Nußbaumstraße 12/1 links — Telefon 50290 Jüd. Landheim im Isartal (£s mirb aufmerhfam gemacht, bafc für ben Sommer fdjon eine fefjr grofje ^htzaljl oon ^Inmelbungen norliegt, fobaf} es ratfam ift, etroa beabfidjtigte Sßlelbungen für bie großen Serien rechtzeitig Dorjuneljmen. Jüd. Landheim Wolfratshausen AossiaiiunDsfiBas iflrWohnhedan MünchnerMöbelu. Raumkunst Rosenstr. 3 (Rosipsihaus) Frei zugängliche Ausstellung „Das behagliche Heim“