Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 9 (1922)
- Issue
- 11 (17.3.1922)
- Date
- 1922-03-17
- Page
- Seite 147 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. li Das Jüdische Echo 147 4 i i / \ i V Laut Bekanntgabe des Wahlleiters, Herrn Gehei,mrat Held, vom 2. März gelten demnach als gewählt: a) als Vertreter der Kultusgemeinde: 1. Held Dr. Sigmund. Geh. Just.-Rat; 2. Metzger Ludwig, Komm.-Rat; 3. Katzenberger Leo, Kaufmann; 4. Rosenzweig Ludwig, Kaufmann; 5. Josephthal Emil, Geh. Just.-Rat; 6. Bamberger Dr. Jsaak, Lehrer; 7. Aufseesser Josef, Kaufmann; 8. Fechheimer Albert, Kaufmann; 9. Strauß Dr. Max, Facharzt; 10. Mainzer Sigmund, Kaufmann; 11. Löffler Julius, Landger.-Rat; 12. Münz Bernhard, Kaufmann; 13. Hirschmann Stefan, Bankdirektor; 14. Ottenstein Jul., Kaufmann; 15. Geßner Dr. Hermann, Arzt; 16. Rosenthal Adolf, Kaufmann; 17. Lamm Max, Kaufmann; 18. Salzer Max, Kaufmann; 19. Erlanger Dr. Mich., Just.-Rat; 20. Dormitzer Else, Just.-Ratsgattin; 21. Bonne Nathan, Kaufmann; 22. Falk Josef, Fabrikbesitzer; 23. Schwarzmann Oskar, Kaufmann; 24. Hichenberg Adolf, Kaufmann. b) als Ersatzmänner gelten die im Wahl Vorschlag genannten: 1. Erlanger Paula, Kaufmannswitwe; 2. Weinberger Siegfried, Kaufmann; 3. Engel Heinrich, Kaufmann; 4. Thurnauer Martin, Fabrikbesitzer; 5. Götz Moritz, Kaufmann; 6. Nußbaum Dr. Meinold, Syndikus; 7. Stahl Martin, Kaufmann; 8. Heimann Albert, Kaufmann; 9. Kaufmann Dr. David, Rechtsanwalt; 10. Kahn Daniel, Kaufmann; 11. Kissinger Isidor, Fabrikbesitzer; 12. Gärtner Hugo, Kaufmann; 13. Federlein Salomon, Kaufmann; 14. Reiß Moritz, Kaufmann; 15. Rosenfelder Oskar, Fabrikbesitzer. Die Ersatzmänner ordnen sich nach den Parteien: 1. der liberalen Partei: 1. Erlanger Paula; 2. Weinberger Siegfried; 3. Thurnauer Martin; 4. Götz Moritz; 5. Stahl Martin; 6. Heiimann Albert; 7. Kahn Daniel; 8. Kissinger Isidor; 9. Federlein Salomon; 10. Reiß Mor. 2. der jüdischen Volkspartei: a) der Orthodoxen: 1. Engel Heinrich; 2. Gärtner Hugo. b) der Mittelpartei: 1. Kaufmann Dr. David. c) der Zionisten: 1. Nußbaum Dr. Meinold; 2. Rosenfelder Oskar. Alis der jüdischen Welt Deutschland Sie kennen einander! Im deutsch-völkischen Schutz- und Trutzbund sind heftige Zwistigkeiten ausgebrochen, die den Ausschluß des bayerischen Landesverbandsvorsitzenden Gorsleben und des nordbayerischen Gauleiters Mesch cum infamia zur Folge hatten. Ersterem werden Verdrehungen, Entstellungen und Lügen vorgeworfen, letzterer ist laut „Volksstimme“ beim Staatsanwalt wegen Unterschlagung und Veruntreuung von Mitgliedsbeiträgen angezeigt worden. Die deutschvölkische Schriftstellerin und Lehrerin Käthe Bayer verteidigt ihren Gesinnungsgenossen im „Volkswillen“ mit folgendem merkwürdigen Satz: „Selbst wenn Herr Gorsleben im Verfolg seiner Ziele der politischen Intrigue sich bediente, was will dies sagen? Wo ist der Politiker, der dieses durch allgemeinen Gebrauch sanktionierte Kampfmittel nicht handhabte? Die politische Intrigue oder das Recht auf subjektive Darstellung hat vor allem der Schutz- und Trutzbund für sich in Anspruch genommen, als es galt, Herrn Gorsleben für immer unschädlich zu machen.“ Damit sind die Kampfmethoden dieses antisemitischen Hetzbundes von berufenster Seite gekennzeichnet. Jüdischer Wucher? Ein bekannter Nürnberger antisemitischer Führer, Theodor Burger in Mögeldorf, wurde wegen fortgesetzten Vergehens der Preistreiberei in Brennersatzstoffen vom hiesigen Gericht zu hoher Geldstrafe verurteilt. England. Die englische Presse und Palästina. Die Antwort auf die Eingabe der arabischen Delegation hat natürlich die lebhafte Beachtung der Presse gefunden. Während Daily Mail und Morningpost ihre antisemitische Kampagne fortsetzen und die Times hinüber und herüber schwanken, treten Manchester Guardian, Daily News, Daily Chronicle und bezeichnenderweise die Presse der Labour Party für die Verwirklichung der nationalen Heimstätte aufs Wärmste ein. Der Manchester Guardian, der sich mit den Ausführungen Churchills an leitender Stelle beschäftigt, führt unter anderem aus: Ein Teil der Beschwerden der Araber in Palästina richtet sich in Wirklichkeit nicht so sehr gegen das, was unter der gegenwärtigen Verwaltung geschehen ist, sondern gegen das Prinzip, auf welchem unser Mandat über Palästina ruht. Mr. Churchill ist daher in vollem Rechte, wenn er erklärt, daß jede Diskussion, die über Palästina geführt wird, auf der Grundlage der Balfour-Deklaration vom Jahre 1917 und auf jener der Bestimmung in dem Mandatsentwurf erfolgen müsse, welche besagt, daß der Mandatar verhalten ist, „das Land unter solche politische, administrative und wirtschaftliche Bedingungen zu stellen, welche die Errichtung des jüdischen Nationalheims sicherstelle“. Ist nun einmal anerkannt, daß dies die Grundlage für unsere Anwesenheit in Palästina ist, so haben andererseits gewisse Beschwerden der nichtjüdischen Bevölkerung sicherlich den Anspruch, sorgfältig erwogen zu werden. Es ist das die richtige Politik, um der Bevölkerung Palästinas eine autonome Macht zu sichern, die sie mit Erfolg zu gebrauchen fähig ist und die kein Hindernis bietet für die vollkommene Durchführung der Aufgabe, zu der wir uns verpflichtet haben. DAS HAUS KRiLL-UCKO THEATINERSTR 16 TELEFON 27831 — 32 BIETET BESONDERE PREISVORTEILE IN: KLEIDERSTOFFEN - SAMT UND SEIDE DAMEN- UND JUNGMÄDCHEN-KONFEKTION TEPPICHEN-GARDINEN-DECKEN