Mannheim
Compact Memory

Das jüdische Echo · 1922-01-27 · 4 (27.1.1922) · p. Seite 50

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Das jüdische Echo
Volume
9 (1922)
Issue
4 (27.1.1922)
Date
1922-01-27
Page
Seite 50 (sequence 6)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
98% known words query
IRI
…/9072829-9103027-9145365--04758-9077426
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

50 Das Jüdische Echo Nr. 4 durchzuführen. Beide Parteien haben die erforderliche Selbstbeschränkung geübt. Der Keren Hajessod hat dies getan, indem er diie Summe, die er aufzubringen hofft, wenn jeder Jude seine Pflicht tut, nicht höher ansetzte, als sie unter den obwaltenden Verhältnissen, die manche Schwierigkeiten bieten, erwartet werden kann. Die Exekutive der Zionistischen Organisation hat gleichfalls Mäßigung gezeigt, indem sie ihre Arbeit auf eine Basis stellte, die eine gesunde und ökonomische Art der Durchführung garantiert. Im Zusammenhang hiermit ist angenommen worden, daß jede zionistische Firn an zins tituti on, die bereits besteht oder in Gründung begriffen ist, in Übereinstimmung mit dem Keren Hajessod arbeiten wird, sodaß die Zionistische Organisation den besten Nutzen aus allen Hilfskörperschaften ziehen kann. Um mich deutlicher auszudrücken: Bei der Keren Hajessod-Propaganda wird es nötig sein, auch gleichzeitig den Verkauf von Obligationen zu sichern oder, um ein anderes Beispiel zu wählen, das Kapital des Jewish Colonial T rust so zu vergrößern, wie es wünschenswert ist. Auch in dieser Beziehung hat der Kongreß für eine systematische Zusammenarbeit und eine volle Ausbeutung aller Hilfsquellen gesorgt. Ich glaube daher, daß es uns trotz der Kompliziertheit der Aufgabe gelungen ist, Harmonie und Zusammenwirken zwischen dem System des Keren Hajessod und der Arbeit der kolonisierenden Organisation herzustellen. Und so ist mit dieser neuen Beziehung zwischen allen Parteien das Programm des Keren Hajessod, d. h. was es während des nächsten Jahres zu sammeln vorschlägt, zu gleicher Zeit das Palästina-Budget der Zionistischen Organisation oder — wenn wir nicht in Zahlen, sondern in Wirklichkeiten denken —: unser Arbeitsplan für Palästina. Der aufzubringende Betrag ist 1 500 000 £. Das ist die Aufgabe, die dem Keren Hajessod für das nächste Jahr gestellt ist. Durch die Bildung des Wirtschafts- und Finanzrates im Zusammenhang mit der Zionistischen Organisation hat der Kongreß eine Körperschaft ins Leben gerufen, die alle Angelegenheiten finanziellen und kaufmiännischn Charakters vom Gesichtspunkt der gründlichsten Ausnutzung unserer Finanzinstrumente durchführen will. Es ist geplant, alle unsere Pläne in ähnlicher Weise sicherzustellen. Dies bedeutet eine große Verbesserung im Vergleich zum früheren Zustand, der die getrennte Aktion der einzelnen Institutionen und Körperschaften verschrieb. Am wesentlichsten ist, daß die Exekutive der Zionistischen Organisation nunmehr die endgültige Entscheidung, die vollständige Übersicht und die Macht besitzt, unsere Fonds für die gesamte von ihr unternommene Aufbauarbeit zu verwerten. Andererseits hat der Keren Hajessod die Tore weit geöffnet für alle diejenigen, die, obgleich keine Zionisten, doch bereit sind, für den Wiederaufbau Palästinas mit den Zionisten zusammenzuarbeiten. Alle, die zum Keren Hajessod beitragen, werden in dem Rate vertreten sein, der, gemäß der auf dem Kongreß gefaßten Resolution, ihnen dile Hälfte der Kontrolle des Fonds zusichert. Und so können wir, wenn in allen Ländern die Sammelarbeit für den Keren Hajessod mit frischen Kräften beginnt, mit dem Gefühl des Vertrauens arbeiten, daß der Keren Hajessod die Probe für die ersten praktischen Versuche bestanden hat, und daß seine Konstitution und sein Charakter so sind, daß er sich als der Zentralfonds des Judentums bewähren wird, mit dem wir Palästina wie der ge winnen werden. Sparsam verwaltet und auf einem gesunden Programm aufgebaut, wartet der Keren Hajessod auf die Antwort des jüdischen Volkes, das mit seiner Begeisterung und seiner Opferwilliigkeit ihn zu einer immer größer werdenden Kraftquelle machen muß. Die Arbeit für den Keren Hajessod Erhebliche Geldeingänge in Amerika. New York (J.C.B.). Die zionistische Delegation setzt ihre Reise über die verschiedenen Städte der Union fort. Die Besuche sind überall von größtem Erfolg begleitet. In einer großen Keren Hajessod- Versammlung im Buffalo, wo Sokolow und Dr. Goldstein die Ehrenbürgerschaft der Stadt vom Bürgermeister überreicht wurde, sind 20 000 Dollar für den Keren Hajessod gesammelt worden. Bei einer Versammlung in Brooklyn gingen 17 835 Dollar in bar ein. Baltimore brachte Keren Hajessod-Zeichnungen in der Höhe von über 50 000 Dollar. In Albany wurden gelegentlich des Besuches von Sokolow, Jabotimsky und Goldstein 6000 Dollar bar eingezahlt. In Perthamboy wurden 10 000 Dollar flüssig gemacht. In Stamford, das von Jabotinsky und Colonel Paterson besucht wurde, wurden 12 000 Dollar und in Paterson 17 000 Dollar, wovon ein Drittel bar eingezahlt wurde, aufgebracht. In Boston war Sokolow Gast des Gouverneurs von Massachusetts, der zu Ehren Sokolows ein öffentliches Lunch gab, zu welchem eine distinguierte Gesellschaft einger~ L. Kielleuthner kgl. bayer. Hoflieferant 43 Maximilianstrasse 43 Bekanntes Haus für erstklassige Herrenbekleidung nach Mass

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.