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Das jüdische Echo · 1921-10-14 · 41 (14.10.1921) · p. Seite 519

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
8 (1921)
Issue
41 (14.10.1921)
Date
1921-10-14
Page
Seite 519 (sequence 9)
Language
German
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Nr. 41 Das Jüdische Echo 519 beugend, nun dazu hergibt, das von der ganzen antisemitischen Presse kritisch auf seinen unerschütterlichen Wahrheitswert geprüfte und beglaubigte Buch „Die Weisen von, Zion“ als ein — Plagiat zu bezeichnen. In unserem Artikel könnte dann des weiteren ausgeführt werden, daß die „Times“ sich die Sache gar zu leicht gemacht habe und durch ihren plumpen Versuch, die Juden aus einer für sie bedrohlichen Lage zu retten, ihnen eigentlich nur mehr schadet. Wer hat — fragen wir — das angeblich iim Britischen Museum befindliche einzige und letzte Exemplar des Jolyschen Buches gesehen? Aber nehmen wir an, es befinde sich dort ein solches Buch, ja, geben wir auch zu, daß auf seiner Titelseite als das Datum seines Erscheinens das Jahr 1864 zu lesen ist. Was beweist das? Wer Judas satanische Kniffe, wer Judas unerschöpfliche Arglist kennt, deren Fallstricken das harmlose christliche Gemüt so leicht zum Opfer fällt, der wird leicht erraten, daß die Juden durch einen ihrer beliebten „Drehs“ einer eventuellen Enthüllung Vorbeugen wollten. Die tödliche Angst, ein böser Zufall könnte einmal ihre geheimen Protokolle ans Licht der Öffentlichkeit ziehen, brachte sie auf den schlauen Einfall, diese einem scheinbar antisemitischen Pamphlet einzuverleiben. Daß für Juda, das über so viele ausschließlich von den eingeweihtesten Juden geleitete Druckereien verfügt, die Anfertigung eines beliebig datierten Buches eine Kleinigkeit ist, braucht wohl nicht erst gesagt zu werden, das führen wir iin einem Artikel aus... Damit wäre die Enthüllung der „Times“ gewürdigt und — erledigt. Der neue Mitarbeiter: Ja..., ja..., ich erinnere mich..., ich habe in solcher Weise schon öfters in unseren Blättern jüdische Behauptungen widerlegt gefunden. Aber... Sie verzeihen ..., man weiß auch bei uns, daß die „Times“ über sehr, sehr4große Geldmittel verfügt, und man wird vielleicht stutzig werden, wenn man hört, daß jüdische Bestechungsgelder... Der Chefredakteur (wohlwollend): Da haben Sie vielleicht nicht ganz unrecht. Vielleicht läßt sich auch die „Times“ nicht ohne weiteres derlei, wenn auch natürlich mit großer Vorsicht ausgestreute Anspiegelungen gefallen. Hm... da haben wir ja auch noch eine zweite, ausgezeichnete, bisher noch immer bewährte Art, momentan scheinbar etwas unbequeme Zeitungsattacken abzuwehren. Wir ignorieren einfach den Artikel der „Times“ und unsere wackeren Anhänger und Leser erfahren aus unserem Blatte mit keinem Worte davon, daß die „Times“ sich mit den „Weisen von Zion“ beschäftigt hat. Wir können, um Ihnen, mein Lieber, gefällig zu sein und zugleich unserer heiligen Sache zu nützen, noch ein weiteres tun. Wir konstatieren aus Raumrücksichten nur in einer Notiz, aber .fettgedruckt, wahrheitsgetreu die Tatsache, daß die „Times“ in einem Artikel auf die hohe Bedeutung hinweist, die in dem Kampf gegen das Judentum den „Weisen von Zion“ zuerkannt werden muß. Der neue Mitarbeiter: Ja..., ja ..., die „Times“ lesen unsere Leute allerdings nicht. Aber — leider — die Judenblätter lesen sie noch immer. Und wenn sie dann finden, daß die „Neue Freie Presse“, das „Neue Wiener Tagblatt“ usw. den Fall ausschroten, vom Morgenblatt bis zum Abendblatt uns mit blutigem Hohn überschütten, wenn sie... Chefredakteur (lächelnd): Lieber Freund, da können Sie ganz ruhig sein. Die „Judenblätter“ haben nur eine Sorge: daß man sie nicht für „Judenblätter“ halte. Das scheuen sie wie die Pest... Und um diesem Verdacht zu entgehen, werden sie uns nicht verhöhnen, am wenigsten blutig verhöhnen; sie werden auch von dem Artikel der „Times“ aus demselben Grunde nicht viel Aufhebens machen. Sie werden ihn kaum registrieren oder, wenn sie es schon tun, in einer Weise, die keinen unserer Getreuen auch nur einen Augenblick erschüttern könnte. Auf unsere „Judenblätter“ dürfen Sie sich in diesem Punkte verlassen. Wo wären wir, wenn die den Mut hätten, den Kampf gegen uns aufzunehmen! Der neue Mitarbeiter (verblüfft dreinschauend): Und... bitte... verzeihen Sie gütigst... aber kommt es denn nicht vor, daß doch, hie und da einmal aus unseren Leserkreisen selbst Stimmen des — Zweifels, des Unglaubens an unseren Behauptungen sich erheben? Wenn wir uns einmal der Lächerlichkeit preisgegeben, dann ... Chefredakteur (stolz): Niemals gibt es einen Zweifel. Man schwört auf das, was wir schreiben! Der neue Mitarbeiter (schüchtern): Wirklich? Ich hätte gedacht... vielleicht... Chefredakteur (gereizt): Sie werden doch nicht mir unsere Leser zu kennen geben wollen. Ich werde Ihnen, junger Mann, mit einem Beispiel dienen, das Sie gründlich belehren wird. Vor kurzem veröffentlichte das „Deutsche Volksblatt“ den Brief eines Rabbiners aus Konstantinopel, der seinen französischen, von der Ausweisung bedrohten Rassegenossen im Jahre 1489 den Rat erteilte, scheinbar zum Christentum überzutreten,. In dem Briefe wurde ausgeführt, daß die Ansicht der großen Rabbiner in dieser Frage laute: „Ihr beklagt euch, daß sie euer Leben bedrohen. Laßt eure Kinder Ärzte und Apotheker werden und ihr werdet das Leben eurer Feinde ohne Strafe gefährden können. Ihr versichert, daß sie eure Synagogen zerstören; laßt die Klügsten unter euch Priester werden, dann könnt ihr die feindliche Kirche untergraben und vernichten usw. usw.“ Das „Deutsche Volksblatt“ versicherte, daß Habautin in seinem ausgezeichneten Buche „Les Juifs nos maitres“ die Echtheit dieses Briefes aufs überzeugendste nachgewiesen habe. Nun hören Sie, mein Lieber: Sie brauchen nicht darüber zu staunen, daß kein einziger Leser des „Deutschen Volksblatt“ einen Zweifel an der Echtheit dieses Briefes in seinem meritorischen Inhalt äußerte. Sie muten eben den Juden alles zu. Aber halten Sie es — unter uns gesagt — für begreiflich, daß kein einziger katholischer Geistlicher stutzig wurde, als er die Aufschrift „Geliebte Brüder in Mose!“ las? Kein katholischer Geistlicher dürfte einen Moment darüber iim unklaren gewesen sein, daß es ein alberner Stümper war, der sich durch diese lächerliehe, der christlichen Ansprache „Geliebte Brüder in Christo“ nachgeahmte Aufschrift als bewußter, betrügerischer Fälscher selbst entlarvte. Glauben Sie aber, daß auch nur ein einziger Geistlicher das „Deutsche Volksblatt“ darauf aufmerksam gemacht hat? Kein einziger warnte das Blatt vor der weiteren Vertretung der wirk- Dentist H. ULLMANN München, Baaderplalz 1/1, Tel. 25904 Spezialität: Laboratorium für feine Zahntechnik MMwmmmmmamBammamamBm

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