Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 8 (1921)
- Issue
- 41 (14.10.1921)
- Date
- 1921-10-14
- Page
- Seite 518 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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518 Das Jüdische Echo Nr. 41 Wir drucken es ab, damit der wirkliche Deutsche sieht, wie die Saubande sogar mit seiner Sprache Schindluder treibt Vor Jahrzehnten schon ist durch den galizischen Nachschub die Presse zur gefährlichsten Sprachverderberin geworden und unzählige Fehler, Sinnwidrigkeiten, Häßlichkeiten, sind durch das Pressegesindel in unsere Muttersprache eingeschmuggelt worden. Seit zehn und mehr Jahren benützt die Bande ihre Zeitungsmacht, um den ganzen Bau der deutschen Sprache zu zerstören undi an ihre Stelle das jiddische Gauner- und Verbrecherkauderwelsch zu setzen. Nach der Revolution stürzten sich die Zigeuner mit ihren Schlampen über unsere ehrwürdige Muttersprache her, rissen sie in Fetzen und diese „größte Dichterin Deutschlands“ zum Beispiel macht es sich zur Aufgabe, als Oberschlawinerin Satzstellung und Wortstellung zu verlausen.“ Genügen die paar Beispiele, die natürlich leicht verhundertfacht werden könnten? — In welcher hundsgemeinen Art Reichsregierung, Preußen, Berlin behandelt werden, mag man sich nach obigem vorstellen. Wir haben an diesem Ort keinen Grund, uns damit zu befassen. Deutlich wird nur, daß die Judenhetze im wesentlichen Mittel zum Zweck — der politischen Umwälzung oder ihrer Ausnützupg im Sinne gemeinen Verbrechens bleibe dahingestellt — ist und sein soll. Sogar bei den Deutschnationalen, wo man bisher den Profit, den einem der „Miesbacher“ zuschanzte, gern eingesteckt hat, beginnt man sich heut des üblen Bundesgenossen zu schämen. Und wenn ein bekannter rechtsstehender Politiker neulich in einer großen Rede behauptete, niemand wisse, wer eigentlich den „Miesbacher Anzeiger“ finanziere, so hätte er, ehrlicher, auch sagen können: Niemand weiß, welche Geheimorganisation, welche lichtscheuen Hintermänner sich die armen Schlucker gekauft hat, die heut Redaktion dieses Schandblattes spielen und ihren Namen in ihm an den Pranger stellen müssen. „Die Weisen von Zion“. Dialog in der Redaktion eines antisemitischen Blattes. Chefredakteur: Was haben Sie denn? Sie sehen ja ganz zerstört aus! Der neue Mitarbeiter (stammelnd): Ich bin noch ganz fassungslos!... Es ist entsetzlich! Wir sind verloren ... Man wird uns auslachen, verhöhnen ... Ein furchtbares Unglück ... Das Blatt ist verloren. „Die Weisen von Zion“ sind als eine Fälschung entlarvt! Man wird uns nur noch die „Narren von Zion“ schimpfen! Chefredakteur (kühl): So? Entlarvt! Ist das also den Juden gelungen? Der neue Mitarbeiter (starrt seinen Chef an): Und das läßt Sie so... so ruhig? Die furchtbarste Waffe, mit der wir dsa Judentum bekämpften, ist uns aus der Hand geschlagen worden. Die ganze antisemitische Presse — und wir voran — haben seit Jahr und1 Tag durch die Enthüllungen der „Weisen von Zion“ die Gefährlichkeit der Juden für den Staat, für die christliche Gesellschaft nachgewiesen! Wir sind mit Begeisterung für die Echtheit und Wahrheit dieses Buches eimgetretem und nun stellt es sich heraus, daß es das erlogene, schamlos-freche Machwerk eines Betrügers ist — und das läßt Sie so ganz kühl? Chefredakteur (lächelnd): Lieber Freund ... was die Juden sagen, behaupten, meinetwegen was die Juden beweisen ... was in irgendeinem Judenblatt steht, das ist doch ganz gleichgültig. Das braucht uns doch nicht aufzuregen. Das schadet uns doch nicht. Der neue Mitarbeiter (verblüfft): So? Wirklich? Das schadet uns gar nichts? Aber (greift sich an den Kopf) ich habe in meinem ersten Schrecken vergessen, zu bemerken, daß nicht ein „Judenblatt“, sondern die „Times“ es ist, die nachweist, die Protokolle, die in den „Weisen von Zion“ als die authentischen Protokolle eines in unseren Tagen in Basel abgehaltenen Zionistenkongresses veröffentlicht wurden, seien ein Plagiat aus einem im Jahre 1864 erschienenen Pamphlet des Publizisten Maurice Joly! Das Buch ist unter dem Titel „Gespräch in der Hölle zwischen Machiavell und Montesquieu oder die Politik Machiavells im 19. Jahrhundert, von einem Zeitgenossen.“ erschienen. Es ist furchtbar... diese Blamage! Chefredakteur (nachdenklich): So... so... die „Times“! Schade, schade! Und wir haben unseren Lesern immer die antisemitischem Neigungen des Blattes gerühmt. Der neue Mitarbeiter: Aber um Himmelswillen, was werden wir gegenüber der Enthüllung der „Times“ tun? Chefredakteur (nach einem Moment der Überlegung) : Hm... Wir können vielleicht einen schneidigen Artikel schreiben, in welchem wir gerade durch den Artikel der „Times“ den Beweis erbringen, wie herrlich wahr die in den „Weisem von Zion“ aufgestellte Behauptung i.st, daß das Judentum seine ungeheuren Geldmittel dazu verwendet, seihe Weltherrschaft durch Gewinnung und Beeinflußung der großen Presse vorzubereiten und zu begründen. In erster Reihe — das hat Juda erkannt und in seinen geheimen Sitzungen auch bekannt — haben die Feinde des Christentums daran gearbeitet, daß die Presse in die Hand der Juden gelangt und daß Juda auf diesem Wege zu immer neuen großen Erfolgen gelangt. Das ersieht man — leider — auch an der „Times“, die sich, zweifellos sich vor dem jüdischen Mammon » sKREU-UCKO DAS HAU S THEATINERSTR. 16 TELEFON 27831—32 BIETET BESONDERE PREISVORTEILE IN: KLEIDERSTOFFEN - SAMT UND SEIDE DAMEN- UND JUNGMÄDCHEN-KONFEKTION TEPPICHEN-GARDINEN-DECKEN