Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 8 (1921)
- Issue
- 30 (29.7.1921)
- Date
- 1921-07-29
- Page
- Seite 370 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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370 Das Jüdische Echo Nr. 30 ten Summen; 3. füir Vorbereitungsarbeiten zur Kolonisation der Jmiek Jsrael für die Zeit bis Ende September bis zu 20 000 £, die nötigenfalls aus dem Anteil des N.-F. dem K.-H. zu entnehmen sind; 4. die für die Erwerbung der Audja Konzession bis Ende September benötigten Summen; 5. das Sohulbudget bis zur Höhe 100 000 <£; 6. das Budget der Versuchsstation in Höhe von 10 000 £. Resolutionen bezüglich der Exekutive. Das A.-C. nimmt die Mitteilung vom Rücktritt der Herren De Lieme und Simon zur Kenntnis. Das A.-C. bestätigt die Berufung der Herren Coven, Eder, Jabotinsky, Lichtheim und Ruppin in die Exekutive. Das A.-C. spricht der ganzen Exekutive sein Vertrauen aus. Das A.-C. macht darauf aufmerksam, daß nach den Beschlüssen der Londoner Jahreskonferenz jede Änderung der Exekutive dem A.-C. zuir Kenntnis und Bestätigung mitgeteilt werden muß. Resolution bezüglich der Einwanderung. Das A.-C. beschließt, daß die Exekutive im Einklänge mit den Beschlüssen der Londoner Konferenz an unbemittelte Palästinafahrer, die dem Lande unentbehrlich sind. Darlehen zu gewähren hat. Die Palästinaämter müssen sich auf Grund der Beschlüsse der Londoner Konferenz und gemäß der Resolution der Konferenz in Mähr.-Ostrau auf föderativer Grundlage organisieren. Bei den Palästinaämtern müssen Arbeiterabteilungen funktionieren, die von den Vertretern der Arbedtergruppen geleitet werden. Die Palästinaämter, die im Laufe von 4 Wochen gemäß dieser Resolution nicht reorganisiert werden, haben kein Recht, Ansprüche auf Subventionen seitens der Leitung zu stellen. Das A.-C. empfiehlt der Exekutive, einmalig 1000 £ zwecks Weiterbeförderung der zurückgehaltenen Palästina Wanderer zur Verfügung zu stellen. Das A.-C. empfiehlt dem Kongreß, zu beschließen, die Alliah aus Mitteln des K.-H. zu bestreiten. Politische Resolution. Das A.-C. fordert: 1. Strenge und gerechte Bestrafung aller an den Mordtaten und Plünderungen Schuldigen ohne Rücksicht auf ihre soziale Stellung im Lande, sowie den vollen Ersatz des Schadens. 2. Übertragung derjenigen zivilen oder militärischen Stellungen, welche zu politischen Verfügungen oder zum Waffentragen berechtigen, nur an solche Personen, deren Loyalität gegenüber der Balfour-Deklaration und der auf ihr beruhenden Politik außer Zweifel steht. 3. Abschaffung aller Beschränkungen der jüdischen Einwanderung. Die Regelung der Auswanderung wird im Einvernehmen mit der zionistischen Organisation durchgeführt. Das A.-C. fordert die Exekutive auf, da die Ereignisse in Jaffa und in den Kolonien gezeigt haben, daß die Landespolizei nicht geeignet ist, den Schutz der jüdischen Bevölkerung genug zu garantieren, bei der Regierung eine gründliche Reform der Polizei erwirken. Das A.-C. fordert die Exekutive auf, darauf hinzu wirken, daß die Vorschriften des Mandats unerschütterliche Garantien für die Verwirklichung des jüdischen nationalen Heimes in Palästina enthalten sollen, daß das Mandat sobald als möglich die endgültige Bestätigung des Völkerbundes erhalte und daß es die international anerkannte einzige Grundlage der rechtlichen Ordnung und der im Lande zu schaffenden gesetzgeberischen Institutionen bildet. Bis dahin mögen keinerlei Maßnahmen getroffen werden, welche geeignet sind, einen der Balfour-Deklaration zuwiderlaufenden Zustand zu schaffen. Das A.-C. beschließt, die Zionist-Kommission zu ersuchen, bei der palästinensischen Regierung darauf zu dringen, daß entsprechend der offiziellen Zusage alle Personen jetzt die Einreiseerlaubnis erhalten, die vor der zeitweiligen Sperre im Besitz der englischen Visums waren. Das A.-C. unterstützt die Forderung des Waad Leumi darauf hinzuwiirken, daß die jüdischen Gemeinden Palästinas als öffentlich-rechtliche Personen anerkannt und ihnen das Steuerrecht verliehen werde. Amerika-Resolution. Das A.-C. begrüßt den Beginn einer energischen Arbeit zu Gunsten des Keren-Hajessod in Amerika und die darauf bezüglichen Resolutionen der zionistischen Convention von Cleveland. Resolution bezüglich Wiederherstellung der jüdischen Legion. Das A.-C. fordert die Exekutive auf, die Bemühungen um Wiederherstellung der jüdischen Legion im Rahmen der britischen Armee fortzusetzen. Jüdische Volkskundgebung in Prag. Am 14. Juli fand im Luzerna-Saal die feierliche Begrüßung des Großen Aktionskomitees durch die tschechische Regierung und die englische Gesandtschaft statt. Für die tschechische Regierung war Legationsrat Jan Masaryk und in Vertretung der englischen Regierung der Gesandte Sir Clark erschienen. Das Aktionskomitee war mit Ausnahme des Präsidenten Weitzmann, der zu einer Konferenz mit Lloyd George nach London abgereist ist, vollzählig anwesend, ebenso die jüdischen Behörden und die Vertreter der zionistischen Organisation der Republik. Nach einer Ansprache des Herrn Norbert Adler sprach Oberrabbiner Dr. Heinrich Brody in hebräischer Sprache. Nach dem Dank des Vorsitzenden des Jüdischen Nationalrates, Stadtrats Dr. Singer, an Sokolow für seine Verdienste um den Zionismus, erwiderte dieser in hebräischer und englischer Sprache. Er schilderte seine Pariser Verhandlungen, in deren Verlauf er den Präsidenten Masaryk und den Minister Dr. Benesch schätzen gelernt habe. Er dankte dem Vertreter Englands, das als erster Staat dem Zionismus aktive Hilfe gebracht habe. Gesandter Sir Clark erwiderte, da er weder hebräisch noch tschechisch gelernt habe, müsse er sich der englischen Sprache bedienen, er hoffe aber, daß man ihm seine aufrichtige Freundschaft für die zionistische Bewegung anerkenne. Er Mode ff. Herrenschneiderei Reiche Stoff-Answahl Ermäßigte Preise I. Braun iCIeJinchea Neuhauaerstr. 15 I, g*»gaaöber der alten Akademie Sport