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Das jüdische Echo · 1921-04-08 · 14 (8.4.1921) · p. Seite 176

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
8 (1921)
Issue
14 (8.4.1921)
Date
1921-04-08
Page
Seite 176 (sequence 6)
Language
German
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176 Das Jüdische Echo Nr. 14 die reichen Juden nichts in dieser Sache?“ Übrigens hat es ja auch in Rußland solche gegeben. Ich habe seinerzeit die Bankiers eindringlich gewarnt, dem russischen Staate keine Anleihen zu bewilligen. Nur einmal keine Anleihe geben und sofort hört der Pogrom auf. Aber die Menschen sind immer bereit, ein gutes Geschäft zu schließen, besonders wenn es mit der Aussicht auf eine kleine Auszeichnung verbunden ist. Mit dem jüdischen Zusammengehörigkeitsgefühl ist es übrigens nicht weit her. Die reichen Juden halten im m er zu den feudalen Herren. Ich bedauere bloß die armen Juden, jene armen jüdischen Jünglinge, welche den Krieg in heldenmütiger Weise mitgemacht haben und heute von der Universität ausgestoßen sind. Was beginnen die vielen armen Jungen?“ Als der Gelehrte von dem traurigen Schicksal der aus den ungarischen Universitäten ausgeschlossenen jüdischen Studenten erfuhr, versprach er, das Möglichste in ihrem Interesse zu unternehmen. Churchill in Palästina. Aus Jerusalem wird uns unter dem 27. d. M. gemeldet: Eine aus dem Waad Leumi, der Zionistischen Kommission und dem Oberrabbinat bestehende Abordnung hat sich bei dem in Jerusalem eingetroffenen Kolonialminister Churchill zur Audienz angemeldet. Wie wir erfahren, wird die Abordnung Mr. Churchill ein Memorandum überreichen, in dem die Stellung der palästinensischen Judenheit zu den Landesfragen dargelegt werden wird. Dasselbe anerkennt die großen Verdienste Sir Samuels in seinen Bemühungen um die Herstellung freundschaftlicher Beziehungen zu den Arabern und stellt wiederholt fest, daß die Zionisten keinerlei Absicht haben, die Rechte der arabischen Bevölkerung anzutasten. Hingegen wird das Wiederaufleben des jüdischen Volkes in Palästina sowohl auf die arabische Nation als auch auf alle erwachenden Völker des Orients ermutigend und befruchtend wirken. Ferner wird in dem Memorandum die Anerkennung des über die ganze Welt verstreuten jüdischen Volkes als eine Einheit gefördert, die zur Mitwirkung an allen, die Entwicklung Palästinas betreffenden Beschlüssen berechtigt sein soll. Schließlich fordert das Memorandum die Förderung der jüdischen Auswanderung aus den wirtschaftlich ruinierten Ländern, insbesondere aus den Pogromländern nach Palästina, sowie die Übergabe der natürlichen Reichtümer des Landes und der Staatsländereien zum Zwecke deren Erschließung und Urbarmachung an das jüdische Volk. Warnung vor illegaler Einwanderung nach den Vereinigten Staaten. Von den amerikanischen jüdischen Organisationen erhalten wir die Mitteilung, daß durch gewissenlose Agenten Einwanderer, die nach den Vereinigten Staaten wollen, denen aber Schwierigkeiten seitens der Paßbehörden gemacht werden, verleitet werden, statt auf die legale Beseitigung der Schwierigkeiten zu warten, nach Mexiko zu fahren. Von dort aus sollen diese Einwanderer versuchen, über die Landgrenze nach den Vereinigten Staaten zu gelangen. Die unglücklichen Emigranten, die von diesen Agenten zu solchen Schritten verleitet worden sind, werden dadurch in die unglücklichste Lage gebracht. Die Landgrenze von Mexiko nach den Vereinigten Staaten wird strengstens überwacht, sodaß keine Möglichkeit vorliegt, sich nach den Vereinigten Staaten einzuschleichen. Zahlreiche Personen, die dies versucht haben, sind in dem amerikanischen Staate Texas interniert worden, haben nun schwere Bestrafung und Rücksendung zu erwarten. Andere sind nach Mexiko zurückgesandt worden und befinden sich dort in der schlimmsten Lage. Durch ihre Unbesonnenheit haben sie sich außerdem die Möglichkeit, nach Amerika zu kommen, für immer verscherzt. Es ist selbstverständlich, daß keine jüdische Organisation eine ungesetzliche Einwanderung dieser oder anderer Art unterstützt. Die Emigranten müssen aber eindringlichst gewarnt werden, den Lockungen gewisser Agenten zu folgen, die es nur darauf abgesehen haben, aus der Unwissenheit, der begreiflichen Ungeduld und dem Elend der unglücklichen Emigranten Kapital zu schlagen und sich nicht darum zu kümmern, was schließlich aus denen wird, die sich in leichtsinniger Weise ihnen anvertraut haben. Es muß immer wieder darauf hingewiesen werden, daß jeder Versuch, in illegaler Weise mit nicht ordnungsmäßigen Pässen und Papieren die Vereinigten Staaten zu erreichen, die Emigranten nur i)n dauerndes Elend führen muß. Ludwig FLub. Von Dr. med. M. J. Gut mann. München. Wenn man ihn in seiner Studier- und Arbeitsstube sieht, mit dem kleinen Käppchen auf dem großen Schädel, so denkt man unwillkürlich an die Wunder-Rabbis vergangener Jahrhunderte. Allerdings ein Wunder-Rabbi mit dem großen Wissen moderner Bildung, und der weit entfernt o L. Kielleuthner kgl. bayer. Hoflieferant 43 Maximilianstrasse 43 8 8 8 Bekanntes Haus für erstklassige Herrenbekleidung nach Mass .J

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