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Das jüdische Echo · 1921-03-25 · 12 (25.3.1921) · p. Seite 152

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
8 (1921)
Issue
12 (25.3.1921)
Date
1921-03-25
Page
Seite 152 (sequence 6)
Language
German
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152 Das Jüdische Echo Nr. 12 Last abnehmen. Manches haben wir noch mit den Amerikanern auszutragen. Ich werde noch Gelegenheit haben, mit ihnen zu polemisieren, und uns in der Arbeit zu einigen. Amerika muß wissen, daß es noch bis jetzt seine Antwort auf San Remo schuldig geblieben ist. Nur die Jugend aus Osteuropa hat die Antwort erteilt. Von dort kommen unausgesetzt Chaluzim, die zu jeder Aufbauarbeit bereit sind. Aber nach ihnen müssen die Wohlhabenderen und die Glücklicheren, die für ihr Leben und Vermögen nichts zu fürchten brauchen, kommen und ihre Pflicht tun. Gestatten Sie mir noch, einige Worte über die innere Lage zu sagen. Das Heil kommt weder von der Politik, noch von den Fachleuten, sondern von der Zusammenarbeit aller Kräfte. Die Politik wird auf Grund der Arbeit aufgebaut und die Aufbauarbeit wird eine Fortsetzung der Politik sein. Was ist unser Plan für die nächste Zukunft? Wir müssen die Vorbedingungen für eine große Einwanderung schaffen. Ich freue mich, öffentlich mitteilen zu können, daß seitens der Regierung alles geschieht, um in allernächster Zukunft den Bewässerungs- und Elektrisierungsplan durchzuführen. Aber wir müssen die Arbeit organisieren und die Mittel finden. Auch hierin bin ich Optimist. Wir werden an die Türe eines jeden Juden klopfen. Wir werden uns an alle jüdischen Kreise wenden. Wir werden einen Zustand schaffen, wie er in England während des Krieges war. Genau so, wie man in England während des Krieges jeden verachtete, der kein Khaki trug, so werden wir jeden Juden fragen: „Was hast du für dein Volk während unseres Krieges getan?“ Ich bin sicher, daß das Volk seine Antwort erteilen wird. Wir haben auch mit der Regierung über landwirtschaftliche Kolonisation verhandelt und ich teile mit: YVir habe genügend Boden, wir haben genügend Menschen, wir warten jetzt nur auf die Mittel. Unsere Arbeit wird die Antwort sein. Alfred Mond und seine Freunde werden unsere Finanzen überwachen. Sie werden die Arbeit organisieren. Unsere Möglichkeiten sind zwar beschränkt, wir sind aber immer noch reicher als einzelne Reiche unter uns. Unsere Kraft ist das Volk. Ich hörte im Lande manche klagen. Gewiß ist noch vieles unzureichend. Aber die jetzige Regierung hat noch unter der Erbschaft der alten Regierung zu leiden. Wir haben zum Oberkominissär volles Vertrauen und werden ihm durch unsere Arbeit seine Aufgabe erleichtern. Ich weiß, daß Erez-Israel und Palästina noch nicht identisch sihd. Wir müssen dafür sorgen, daß Palästina wirklich Erez-Israel, das Land Israels, wird. Wir müssen uns selbst helfen, dadurch werden wir auch unseren arabischen Nachbarn helfen. Unsere Nachbarn mögen wissen, daß wir auch nicht auf einen einzigen Punkt unseres Aufbauprogramms verzichten werden. Wir kennen und schätzen die Gefühle des arabischen Volkes. Aber wenn es denkt, daß es sich auf unsere Kosten und mit unserem Blut vergrößern wird, dann ist es in einem großen Irrtum. Wir lassen uns durch die Drohungen einzelner Araber nicht einschüchtern. Wir glauben an das arabische Volk und haben schon einmal friedlich mit ihm zusammengelebt. Auch in Zukunft werden wir friedlich Zusammenleben, aber nur als selbständiges jüdisches Volk neben dem arabischen Volke, nicht aber innerhalb des arabischen Volkes. Die Forderungen des arabischen Volkes werden wir berücksichtigen, nicht aber die der levantimischen Hetzgesellschaft. Wenn einst die Geschichte unserer Zeit von Balfour bis Samuel geschriebenn wird, wird man vielleicht von uns sagen, daß wir keine hervorragenden Persönlichkeiten waren. Wir standen aber in einer schweren Zeit und haben alle Geburtswehen der Erlösung zu erdulden gehabt.“ Die Rede wurde mehrmals durch Beifallsäußerungen unterbrochen. Zum Schluß ergriff Ussischkin das Wort zu einer Vertrauenskundgebung für Mond und Weizmann. Unter großen Ovationen und den Klängen der Hatikwah wurde die Versammlung geschlossen. Wahlen zum Landesverband bayerischer, israelitischer Gemeinden. Bisher bekannte Wahlergebnisse: Oberbayern: Liberale 3005 Stimmen 10 Abg. ( 5 Reststimmen) Volkspart, 1492 Stimmen 4 Abg. (292 Reststimmen) Oberfranken: Liberale 884 Stimmen 2 Abg. (284 Reststimmen) Volkspart. 565 Stimmen 1 Abg. (265 Reststimmen) Unterfranken: Kompr.-L. 5377 Stimmen 17 Abg. (277 Reststimmen) Schwaben: Kompr.-L. 1390 Stimmen 4 Abg. (190 Reststimmen) 8 8 8 L. Kielleuthner kgl. bayer. Hoflieferant 43 Maximilianstrasse 43 Bekanntes Haus für erstklassige Herrenbekleidung nach Mass >*<rr>-*cro.c=>.c 8 o ♦ 8 8 o ♦ 8 8 8 o

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