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Das jüdische Echo · 1921-01-07 · 1 (7.1.1921) · p. Seite 6

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
8 (1921)
Issue
1 (7.1.1921)
Date
1921-01-07
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Das Jüdische Echo Nr. 1 Dr. Carlebach-Lübeck ging in seiner Rede von der Behauptung aus, je origineller wir als Juden sind, desto mehr werden wir als Menschen sein; größte Differenzierung bedeute größte Kraftentfaltung. Kreisschulinspektor Dr. Hemmerle sprach als Christ dem Schulwerk seine Sympathie aus. Nur Professor Dr. Wohlauer sprach von gegnerischer Seite. Der Erfolg des Abends war, daß der Verein für seine Schule weitere 40 000 Mk. einmalige und 60 000 Mk. Jahresbeiträge erhielt. Frankfurter Jsraelitische Gemeindewahlen. Die große Frankfurter Gemeinde, welche inbezug auf ihre Einrichtungen vorbildlich in ganz Deutschland ist, ist jetzt auch in der Zusammensetzung ihrer Verwaltung die demokratischste im Reiche. Nach den neuen Satzungen der Gemeinde haben Männer und Frauen sowie Ausländer das aktive und passive Wahlrecht, das in Form der Verhältniswahl zur Ausführung gelangt. Um bei der jüngst stattgehabten erstmaligen Wahl nach diesem System den Einigkeitswillen in der Gemeinde auch nach außen zur Geltung zu bringen, haben sich Liberale, Orthodoxe, Zionisten und Ausländer auf ein Kompromiß geeinigt und die Mandate unter sich verteilt, sodaß jeder Wahlkampf vermieden wurde. Auch in Frankfurt besteht die Verwaltung aus einem größeren Ausschuß und einem 15gliedrigen Vorstand; in letzterem sitzt eine der zionistischen Partei angehörige Dame, deren Wiege in München stand. Bemerkenswert war in der ersten Sitzung die Rede des Vorsitzenden, Justizrat D r. Blau, eines der Vorkämpfer der jüdischen Liberalen in Deutschland: Er gedachte der vom Geilste des Friedens getragenen Zusammenarbeit der verschiedenen Strömungen innerhalb der Israelitischen Gemeinde und wünschte der Versammlung, daß auch sie diesen Geist wahre, unbeschadet des Kampfes der Ideen, der die Grundbedingung für ein gesundes Leben in der Gemeinde ist. Er hieß besonders die nunmehrige Mitarbeit der Ostjuden an den Geschicken der Gemeinde willkommen. Zum Schluß betonte er die schweren materiellen Probleme, die die Gemeinde in nächster Zeit zu lösen hat, und die die Einsetzung der ganzen Persönlichkeit eines jeden im Ehrendienste der Gemeinde Tätigen fordern. Wie kleinlich, unjüdisch und unliberal nimmt sich dagegen die Stellungnahme der sogenannten liberalen Münchner Kultusverwaltung aus! 32 Grundsätze für die Danieliten- Kolonien in Palästina. Von Nathan-Benzion Chavkin. (Schluß.) 22. Durch das reine ethische Leben der Daniieliten könnte dier Chauvinismus mancher nationaljüdischer Kreise überwunden werden. Die Errichtung eines jüdischen Volkstums in Palästina soll nicht zur Bildung einer neuen Scheidewand zwischen Nationen und Religionen, sondern zur Lösung aller nationalen, wirtschaftlichen und religiösen Spannungen dienen. Esperanto, diie einzig bewährte, von Europäern spielend leicht erlernbare Kunstsprache, die zur Verkehrssprache aller international und friedlich gesinnten Menschen geworden ist, muß obligatorisch in allen Schulen in Palästina an zweiter Stelle neben den Natilonalsprachen eingeführt werden. Dadurch könnte viel Zeit, die zur Erlernung fremder Sprachen in Palästina verwendet wird, gespart und die hebräische und arabische Sprache vor ihrer Vermengung mit einander und Bildung neuer jüdisch-arabischer Dialekte bewahrt werden. 23. Das neue ethilsch-soziale Leben der Danieliten in Palästina wird auch die moderne Wissenschaft befruchten. .Die Universität in Jerusalem wird neben der reiin technischen, hygienischen und anderen Wissenschaften und historischem Forschungen auch praktische sozial-ethische Wissenschaft treiben, die sich nicht nur auf die Theorie, sondern auf das wirkliche Leben der Danieliten stützen wird. Damit solche Wissenschaft, diie in Mode ff. Herrenschneiderei Reiche Stoff-Auswahl Ermäßigte Preise W. Braun «Cie., München Neuhau8er«tr. 151, gegenüber der alten Akademie Sport T^auThallmcrier München ThßaünevttrAÖ. 5loser C/xmcoRarm

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