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Das jüdische Echo · 1920-12-31 · 53 (31.12.1920) · p. Seite 510

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
7 (1920)
Issue
53 (31.12.1920)
Date
1920-12-31
Page
Seite 510 (sequence 6)
Language
German
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510 Das Jüdische Echo Nr. 53 Einwanderungsverbot in den Vereinigten Staaten. Auf die Dauer eines Jahres. Paris, 21. Dezember. Wie aus Washington gemeldet wird, habe das amerikanische Parlament mit Rücksicht auf die herrschende Krise die Einwanderung auf die Dauer eines Jahres verboten. Dieser Beschluß wird, wenn sich die Nachricht bewahrheitet, für ganz Mitteleuropa einen schweren Schlag bedeuten, ln allen Regierungsprogrammen bildet die Lösung der Auswanderungsfrage einen Programmpunkt zur Lösung der quälenden Arbeitslosigkeit. Durch das Einwanderungsverbot würde die Arbeitslosenkrise in Mittel- und Osteuropa sehr bedenklich verschärft werden. Für die jüdischen Auswanderungsmassen müßte dieser Beschluß des amerikanischen Parlaments geradezu eine Katastrophe bedeuten fiir alle jene., die aus der Hölle des Ostens, wo sie der ewige Pogrom verfolgt, mit Hilfe ihrer amerikanischen Verwandten das rettende Ufer des Ozeans suchen. Der Beschluß von Washington hätte eine schwere Verschärfung der jüdischen Lage zur Folge, indem all den verfolgten Massen, die Palästina im Augenblick noch nicht aufzunehmen vermag, die Hoffnung auf Rettung benommen wäre. Die neue Tatsache würde das jüdische Volk vor eine neue große Aufgabe stellen, die sowohl durch die Organisierung großzügigster Hilfsmaßnahmen als durch politische Schritte einer alljüdischen Repräsentanz zu lösen wäre. Die jüdische Massennot im Osten ist in ein derart akutes Stadium getreten, daß alle bisherigen Hilfsaktionen unzulänglich bleiben müssen. Die vom „Komitee der Jüdischen Delegationen“ in Paris begonnene Tätigkeit beim Völkerbund wird mit allem Nachdruck fortgesetzt werden müssen, denn die jüdische Ostfrage kann nur auf internationalem Wege gelöst werden. Dazu ist aber nötig, daß das jüdische Volk selbst den Ernst des Augenblicks erkenne und mit einem geeinten Willen fordernd vor das Forum der Welt trete. Die Frage der Pazifizierung ff. Herrenschneiderei Reiche Stoff-Auswahl Ermäßigte Preise Mode W. Brauns Cie., München Neuhauser8tr.l5/I, gegenüber der alten Akademie und wirtschaftlichen Wiederbelebung des europäischen Ostens muß von den Mächten auch im steten Hinblick auf das tragische Schicksal eines ganzen Volksstammes behandelt werden, der dem dauernden Chaos zum Opfer zu fallen droht! Der Christbaum der Israeliten. Die Leute, welche von jüdischen Bräuchen nur den Jom-Kippur halten, haben sich in sinniger Eklektik auch von christlichem Brauch etwas ausgewählt: Den Christbaum. Und es ist ein herzerfreuender Anblick, wenn auf den Märkten, wo Weihnachtsbäume verkauft werden, sich Judenfrauen der besseren Stände um die schönsten Tannen und Fichten überbieten. Und wenn der heißerrungene Christbaum nach Hause gelotst wird, da hört man die glücklichen Ersteherinnen gleichsam entschuldigend eine zur anderen sagen: „Wissen Sie, man hält ja nichts davon; aber man muß doch einen Christbaum haben — wegen der Kinder! Und dann — alles hält doch heutzutag Weihnachten!“ Daß eben ein Brauch angenommen wird, weil ihn „alles hält“, das ist das Verächtliche an jener jüdischen Assimilation. Es geht ihnen darum, die Umgebung durch eine Form zu täuschen, die ihnen leer und bedeutungslos ist. Alles Mystische, das für den Christen im Weihnachtsbaum wohnt, die Kreuzung von römischem Glückssymbol, germanischem Sonnwendmythos und christlichem Erlösergeburtmotiv, liegt den Usurpatoren dieser Form ganz fern. Und er wird aufgestellt, „wegen der Kinder“ — Kinder, die in eitler Athmosphäre von nachäffender Form, aus der lächerlich geschmacklose Formlosigkeit entsteht, jedes Empfinden für Innigkeit und jede Achtung vor Sitte und Brauch verlieren müssen. Ein Geschlecht ohne kulturellen Inhalt wächst unter dem jüdischen Christbaum heran. Gerngezeigtes Kennzeichen der „Bodenständigkeit“, ist der jüdische Christbaum ein Symbol der Kulturlosigkeit. Anständige Juden wissen, wie sie sich zu dem Brauch zu verhalten haben, „von dem der Brauch mehr ehrt als die Befolgung. (W.Mgztg.) 52 Grundsätze für die Danieliten- Kolonien in Palästina. Von Nathan-Benzion Chavkin. (Fortsetzung.) 14. In ethischer Hinsicht stützen sich die Danieliten auf das Gebot: „Du sollst nicht töten!“, das auch auf die wehrlosen unschädlichenTiere Anwendung finden muß. Der kausale Zusammenhang POKZELLAN-NIEDEfiLACiE MÜNCHEN THEATINERSTRASSE 23 gegenüber der Feldhermhalle GRÖSSTE AU8WARI IH GEBRAECHSFORZELLAK TÄGLICHE LAGEBEBGÄAZIIJIG

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