Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 7 (1920)
- Issue
- 52/52 (24.12.1920)
- Date
- 1920-12-24
- Page
- Seite 499 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Nr. 52 Das Jüdische Echo 499 Stelle wird eine Sprache gebraucht, die eine Art Hebräisch darstellt, das mit Deutsch stark gemengt ist und unter dem Namen „Yiddish“ bekannt ist. In Vertretung des Ministers des Äußeren antwortete Lord Crawford: Das Hebräische ist gleich dem Arabischen und Englischen als offizielle Sprache aller zentralen Regierungsdepartements anerkannt worden und wird als offizielle Sprache in allen Städten und Distrikten Palästinas benützt, welche eine bedeutende jüdische Bevölkerung habe. Das Gesetz wurde von der Verwaltung angenommen als erster Schritt zur Verwirklichung der Deklaration vom 2. November 1917 zur Unterstützung der Schaffung eines nationalen Heims für die Juden in Palästina. Wie bekannt, ist die Deklaration vom 2. November zur Befriedigung der Bestrebungen der Zionisten der ganzen Welt erfolgt, soweit die Regierung Sr. Majestät diese für wünschenswert und praktisch erachtet. Bei der Anwendung der Deklaration wird mit Recht darauf gerechnet, daß die Belebung der hebräischen Sprache eine wichtige Rolle spielen wird. Ich bin beauftragt, zu erklären, daß die hebräische Sprache, welche offiziell anerkannt wurde, das klassische Hebräisch ist mit den Änderungen, wie sie die modernen Notwendigkeiten erfordern. Die Zahl der jüdischen Bevölkerung Palästinas, welche diese besondere hebräische Sprache spricht, beträgt wahrscheinlich 60 bis 70 Prozent. Tätigkeitsbericht des Waad Hazirim für das Jahr 5680. Der Waad Hazirim hat soeben einen Tätigkeitsbericht „Skirah“ für das Jahr 5680 im Druck herausgegeben, der folgende 10 Abschnitte enthält: Rechenschaftsbericht der Leitung über Erziehungs-, landwirtschaftliche-, kolonisatorische-, technische-, Boden-, Emigrations-, rechtliche-, statistische-, informative- und Hilfs-Fragen. Dem Berichte der Erziehungsabteilung entnehmen wir, daß es im Lande 111 Unterrichtsanstalten mit 602 Lehrern und 13 443 Schülern gibt, für die die Erziehungsabteilung über 100 000 Pfund ausgegeben hat. Von den Schülereltern gingen an Schulgeldern bloß gegen 8000 Pfund ein. Die Abteilung für Landwirtschaft und Kolonisition hat sich mit der Stärkung der einzelnen Meshek- Siedlungen, Aufforstung, Versorgung der Immigranten mit Arbeit, Verbesserung der Lage der Jemeniten, der landwirtschaftlichen Erziehung und Förderung eines landwirtschaftlichen Museums befaßt. Die technische Abteilung befaßte sich mit dem Bau und der Reparatur von Häusern in verschiedenen Orten des Landes, Anordnung von Wasserzuleitungen und sanitären Arbeiten in Jerusalem. Außerdem hat sie zahlreiche Vermessungen und Berechnungen durchgeführt. Die Immigrationsabteilung nahm sich der Einwanderer an, von denen im Laufe des Jahres 5680 ilm Hafen von Jaffa 4725 gelandet sind. Außerdem gelangten im September via Beirut und Jaffa 625 Rückwanderer nach Palästina. Mit der Eisenbahn langten 600 Einwanderer im Laufe des Jahres an; im Laufe von 10 Monaten zusammen 6500 Mann, darunter 2400 frühere Einwohner Palästinas, die das Land während des Krieges verlassen mußten, und der Rest Chaluzim, davon 80 Prozent junge Leute. Die Rechtsabteilung befaßte sich hauptsächlich mit der Anordnung der Friedensgerichte im Lande, deren es 18 gewöhnliche und 6 Bezirksgerichte gibt. Auch das ganze Material über die Ausschreitungen in Jerusalem wurde von der Rechtsabteilung verarbeitet. Die statistische und informative Abteilung sammelte wichtiges Material über die verschiedenen Erwerbszweige, Handel und Lebensbedürfnisse im Lande. Die Hilfsabteilung umfaßt folgende Zweige: Waisenhilfe, allgemeine Hilfe, medizinische Hilfe, Hilfe für Gelehrte, Anleihen und Arbeitsvermittlung. Aus der Jüdischen Welt Palästina. Kleine Nachrichten. Wie der „Haarez“ aus sicherer Quelle erfährt, hat Baron Edmond Rothschild alle nötigen Ausgaben für den Bau der Eisenbahn von Petach-Tikwah nach Rosch-El-Ein auf sich genommen. Diese für die ökonomische Entwicklung Petach-Tikwahs so wichtige Bahnlinie wurde schon lange projektiert, konnte jedoch mangels Mitteln nicht zur Ausführung gelangen. Jetzt erst sollen dem Bau keine Hindernisse mehr im Wege stehen. — Der bekannte Philanthrop Kadori hat laut „Doar Hajom“ vom 29. November für den Bau von Gartenstädten und eines großen Krankenhauses in Jerusalem als ^$?üncf)ner 2leueffe 31adjrid)fen 5 6 Öle cjrojje pofiftjfye fübbeuffdje 3effung jtDei Sfuögaben 21 n e r f a n n f fefjr erfotgreidjeä 3n|erfionöorgon.? •> Gedenki des Sammelstelle München Gllsabeth Mahler Postscheckkonto 10121 ' Ni Sammelstelle Nürnberg S. Heinemann Karolinenstr. 42 ilioiallonils Sammelstelle Stuttgart S. Friedrich Hirschstr. 24 ^106