Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 7 (1920)
- Issue
- 51 (17.12.1920)
- Date
- 1920-12-17
- Page
- Seite 485 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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- Beirut 1× ep/1047833
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Nr. 51 Das Jüdische Echo 485 eine wissenschaftlich noch nicht bewiesene Tatsache. Was die Juden heute noch Zusammenhalte, sei lediglich der Glaube an den einen Gott. Doch sei unbeschadet des nationalen Standpunkts des Zionismus wenigstens im Kampf gegen den Antisemitismus die Einheitsfront aller Juden nötig. J. P. Personalia Herr Kommerzienrat Sigmund Frankel in München, einer unserer angesehensten jüdischen Mitbürger, beging dieser Tage seinen 60. Geburtstag. Der Jubilar, dessen Name weit über die Grenzen seiner engeren Heimat einen guten Klang hat, war seit Dezennien im Interesse des deutschen und ganz besonders bayerischen Wirtschaftslebens in den verschiedensten Körperschaften in hervorragender Weise tätig; in der oberbayerischen Handelskammer ist er Vizepräsident. Trotz dieser Arbeitsüberlastung hat er doch für jüdische Interessen Hervorragendes geleistet. In erster Reihe ist es die orthodoxe Religionsgesellschaft Ohel Jakob, der er seit vielen Jahren als Vorsitzender angehört und welche Institution er aus kleinen Anfängen zu einer Achtung gebietenden Stufe emporhob. Auch die Kultusverwaltung zählt ihn seit langer Zeit zu ihren hervorragendsten Mitgliedern; ebenso ist er in vielen jüdischen Organisationen Deutschlands in leitender Stellung. Wo es galt, für die jüdische Allgemeinheit in die Schranken zu treten, war Sigmund Fränkel als erster am Platze und nicht selten hat sein mutiges Auftreten vor Ministern und anderen Behörden manches Unrecht abgewehrt. Das „Jüd. Echo“ schließt sich den vielen Gratulanten an und wünscht dem Jubilar recht viele und glückliche Jahre! — Rabbiner Dr. Simon Eppenstein, Dozent am Hildesheimerschen Rabbinerseminar zu Berlin, ist nach kurzer Krankheit im 55. Lebensjahr verschieden. Früher Rabbiner an einem kleinen Orte hat er es dort doch ermöglicht, wissenschaftliche Mode ff. Herrenschneiderei Reiche Stoff-Auswahl Ermäßigte Preise W. Braun & Cie., München Neuhauseratr. I5'l, gegenüber der alten Akademie Sport Werke von bedeutendem Werte zu schaffen. Die Bearbeitung des 5. Bandes der Grätzschen jüdischen Geschichte wurde ihm vom Herausgeber übertragen; auch die Zeitschrift „Jeschurun“ hatte an ihm einen geistvollen Mitarbeiter. Dise lebendige hebräische Sprache hat er. der sich ihrer i:n Verkehr und Wissenschaft gerne bediente, eiHrig gefördert. Der zionistischen Föderation Misrachi, welcher er als Mitglied angehörte, war er ein eifriger Förderer. Aus der jüdischen Welt Palästina. Der Handel Palästinas. Laut dem von der Regierung veröffentlichten Rechenschaftsbericht über den Handel Palästinas während des letzten Jahres, der bis zum 31. März 1920 reicht, betrug der Import 4 191 060 und der Export 773 443 ägyptische Pfund, inbegriffen den Handel mit Damaskus, jedoch abgesehen von dem zwischen Haifa und Jaffa mit Beirut. Der Import aus Beirut nach Palästina betrug 282 000 und der Export durch Beirut 493 694 Pfund. Somit erreicht der Gesamtimport 4 473 060 und der Export 1 267 137 ägyptische Pfund. Diese große Spannung zwischen Import und Export wird hauptsächlich dem Umstand zugeschrieben, daß die Regierung den Export von Getreide verbot, welches vorher speziell Transjordanien in größeren Mengen nach England, Ägypten und Italien zu liefern pflegte. Die importierenden Länder sind hauptsächlich: England, Frankreich und Ägypten, während als Exportländer England und Ägypten in Betracht kommen. An Waren wurden hauptsächlich importiert: Baumwolle, Zucker, Reis und Naphtha, exportiert: Orangen, Seife und Wein. Orangen allein wurden für rund 161 000 Pfund nach England und Ägypten exportiert Häuserbau. Die „Haboneh“ nimmt nunmehr in Palästina den Häuserbau auf. Sie wird in der ersten Bauperiode nur Cottages (Häuser, bestehend aus 3—4 Zimmern, Küche und Baderaum), sowie Arbeiterwohnungen errichten. Von den im Bauplan zunächst vorgesehenen 600 Häusern sollen schon in den nächsten Wochen 100 Häuser gebaut werden. Gleichzeitig nimmt die Palästinensische Steinbruch-Gesellschaft mit einem Kapital von 20 000 Pfund ihre Tätigkeit in Palästina auf. Großer Erfolg der jüdischen Aussteller in der landwirtschaftlichen Ausstellung in Jaffa. Die „Zionistische Korrespondenz“ gibt folgenden Bericht des „Haarez“ wieder: POKZRLLAN-NIEDEBLlCiE MÜNCHEN THEATINERSTRASSE 33 gegenüber der FeldherrnJmlle GRÖSSTE AUSWAHL, IW GEBRAUCHSPORZBLUN TÄTLICHE L.AG ERERGÄWZU WG