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Das jüdische Echo · 1920-07-16 · 28/29 (16.7.1920) · p. Seite 324

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
7 (1920)
Issue
28/29 (16.7.1920)
Date
1920-07-16
Page
Seite 324 (sequence 8)
Language
German
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324 Das Jüdische Echo Nr. 28/29 Stand der Palästinafrage und führte aus: „Es verlautet, daß Abmachungen bezüglich der zukünftigen Verwaltung Palästinas auf Grundlage des britischen Mandates getroffen worden sind, als deren Ergebnis die Ernennung meines gewesenen Kollegen Sir Herbert Samuels eines ausgezeichneten und hochgeschätzten Mannes und für welchen Posten kein anderer so geeignet wäre, zu betrachten sei. Derselbe ist übrigens bereits nach Palästina abgefahren. Ich habe vom Hörensagen etwas über die Bestimmungen des Mandates vernommen und erlaube mir daher anzufragen, ob diese dem Völkerbund unterbreitet worden sind oder ob sie vom Völkerbünde England vorgelegt wurde. Geht Sir Samuel nach Palästina als Mandatar des Völkerbundes oder als britischer Beamter, um im heiligen Lande seine Aufgabe nicht für den Völkerbund sondern für die britische Regierung zu erfüllen.“ Die Regierung hat diese Anfragen noch nicht beantwortet. Ankunft Herbert Samuels in Palästina. D.P.Z. Herbert Samuel ist am Mittwoch, den 30. Juni, an Bord eines britischen Dampfers in Jaffa eingetroffen, wo er in der beflaggten Stadt enthusiastisch empfangen wurde. Beim Betreten des Landes wurden zweimal 17 Kanonen-Saiven abgegeben. Samuel wurde von den Generälien Shea und Hodgson empfangen. Die Stadtbehörden und Vertreter aller Konfessionen hielten Begrüßungsansprachen. Samuel, der Admirals-Uniform mit dem violetten Bande, das die oberste Gewalt bedeutet, trug, erklärte auf d.ie Begrüßungen, er bringe im Namen des Königs Frieden, Ordnung und Fortschritt ins heilige Land, aber a'uch eine gerechte und starke Regierung. Er werde den behördlichen Vertretern in Jerusalem die Botschaft seiner Majestät und eine Erklärung über die Politik verlesen. Samuel1 begab sich per Wagen nach Ludd und sodann per Eisenbahn nach Jerusalem, wo dichte Mengen die Straßen, Balkons und Dächer füllten. General Costello begrüßte den High Commissioner an der Bahnstation/ die Munizipalität überreichte eine Adresse und General Bois, der bisherige Militär-Administrator empfing Sir Herbert Samuel im Hauptquartier. Protest gegen das Verbot der palästinensischen Konstituante. Aus Jaffa wird gemeldet: Auf der elften Sitzung des Waad Hasmani in Jaffa wurde unter anderem beschlossen, bei der englischen Regierung scharfen Protest gegen das Verbot des Zusammentritts der Konstituante einzulegen und um die Erlaubnis der sofortigen Einberufung derselben zu ersuchen. Bis zum Zusammentritt der Konstituante setzt der Waad Hasmani mit Sitz in Jaffa seine Arbeiten fort. Österreich. Oberrabbiner Löw enthaftet. Wie die Wiener Morgenzeitung erfährt hat die Budapester Oberstaa'tsanwaltschaft ihre Zustimmung dazu erteilt, daß der Szegediner Oberrabbiner Dr. Immanuel Löw aus dem Gefängnis entlassen werde. Dr. Löw befindet sich in seiner Wohnung, die von der Polizei überwacht wird. Rumänien. Gelegentlich eines Besuches in Czernowitz empfing König Ferdinand auch eine Deputation der Bukowiner Juden. Der König erkundigte sich nach der Lage der Juden in der Bukowina und versicherte dem Sprecher der Abordnung, daß die jüdische Bevölkerung seines Landes sicher sein könne, daß alle gleich berechtigt sein werden. Der König erkundigte sich beim Schulinspektor Dr. Brenner über die Organisation der jüdischen Schulen. Dieser berichtete, daß bisher die deutsche Sprache als Unterrichtssprache gebraucht wurde, doch beginne man jetzt die hebräische Sprache einzuführen. Zum Generalinspektor Mandierovski sich wendend, sagte der König: „Ich werde darauf achten, daß sich die Nationalitäten in ihrer eigenen Sprache entwickeln können und ich garantiere, daß es in meinem Staate so sein wird.“ Gemeindenu. Vereins-Echo Jüdische Wohltätigkeit in München im Jahre 1919. Unter vorstehendem Titel haben die Vereine: Israelitischer Verein für Krankenpflege (Chewra), Studien- und Arbeitsbeförderungsverein, Israelitischer Verein zur Unterstützung mit Brennmaterialien, Israelitischer Frauenverein, Israelitischer Verein für Ferienkolonien und zur Bekleidung von Schulkindern, Kindersparverein, Israelitische Krankenfürsorge, Ortsgruppe München des Jüdischen Frauenbundes, Jugendfürsorge einen gemeinsamen Rechenschaftsbericht für das Jahr 1919 herausgegeben. Es ist dies die Ausführung eines langersehnten Planes und es ist nur zu bedauern. daß sich eine Anzahl! Vereine dem Berichte noch nicht angeschlossen haben. Der Bericht zeigt ein schönes Bild der hier auf sozialem Gebiete geleisteten Arbeit und es ist zu hoffen, daß unsere Gemeindeangehörigen aus dem Berichte ersehen werden, welchem Verein sie ihre besondere Gunst zuweisen wollen. Während sämt- PORZELL4N-NIEDERL4GE MÜNCHEN THEATINERSTRASSE j3 gegenüber der Feldherrnhalle GKÖSSTJE AUSWAHL, IK «EBBAVCHSPOBZEUAS TÄOLICUi: L&OEBEB6ÄNZU N€r

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