Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 7 (1920)
- Issue
- 28/29 (16.7.1920)
- Date
- 1920-07-16
- Page
- Seite 325 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 28/29 Das Jüdische Echo 325 liehe Vereine neben Spenden feste Mitgliedsbeiträge aufzuweisen haben, ist der Kindersparverein ganz auf die Form des Sparkörbchens angewiesen; möge die dem Bericht beigefügte Zählkarte ganz besonders diesem Vereine zugute kommen. Die Abschlüsse der einzelnen Vereine bieten recht erfreuliche Ergebnisse; der Vermögensstand der 9 Vereine atn Wertpapieren und Immobilien entspricht einem Nennwert von nahezu einer hak ben Million Mark. Die Rechnungen sämtlicher Vereine weisen einen Umsatz von 160 000 Mark auf; die Ausgaben für Wohltätigkeitszwecke erreichten nahzu 73 000 Mark. Wenn man die Unterstützungen aus der Wohltätigkeitska'sse der Gemeinde, der Waisen- und anderer Stiftungen derselben mit in Betracht zieht, so dürfte der Betrag von einer Viertel Million Mark, der in der Gemeinde für Zwecke der Wohltätigkeit verausgabt wurde, nicht zu hoch gegriffen sein. So sehr die erfreuliche Tätigkeit auf dem Felde der Wohltätigkeit zu begrüßen ist, so sehr muß der Mangel anderer Institutionen, welche so viele jüdische Gemeinden aufzuweisen haben, bedauert werden. Lesehalle, größere Bibliothek usw. sind Bedürfnis einer Großgemeinde; hier einzugreifen, sollten maßgebende Kreise der Gemeinde als ihre Pflicht achten. J. F. Verbindung Betharia. Der zu Beginn des Sommersemesters in München gegründete Stammtisch „Betharia“ im „Bund zionistischer Korporationen“ (B.Z.K.) hat in den wenigen Wochen seines Bestehens bereits wesentliche Erfolge in seiner inneren und äußeren Arbeit erzielt, so daß es jetzt schon möglich ist, den Stammtisch in eine reguläre Verbindung umzuwandeln. Die verhältnismäßig kurze Zeit in der es dem B.Z.K. nun möglich war. in München festen Fuß zu fassen, zeigt, daß die Wege menschlicher und jüdischer Erziehung, die die „Betharia“ beschritten hat, die richtigen sind. Auf dem Boden engster Bundesbriiderlichikeit im Rahmen einer disziplinierten Korporation wird1 hier der jüdische Student zu fruchtbarer Arbeit für den Zionismus erzogen, unbehindert durch einseitige Parteipolitik. Für die Gründungsfestlichkeiten der Akademisch-Zionistischen Verbindung „Betharia“, zu denen besondere Einladungen ergehen, ist folgendes Programm vorgesehen: Sonnabend, 17. Juli: Festkonzert (nur für B.Z.K.er); Sonntag, 18. Juli: vormittags 11.15 Uhr: Festakt im Hotel. „Vier Jahreszeiten“; abends 7.15 Uhr: Tanzabend ebenfalls im Hotel „Vier Jahreszeiten“. Der Montag Vormittag vereinigt die B.Z.K.er zum Frühschoppen, am Nachmittag um 3 Uhr steigt der Exbummel mit Damen. Austritte aus dem Judentum. München. In den Monaten Februar bis Juni 1920 sind aus dem Judentum ausgetreten: Eisenstädt Betty, Modistin, Hohenstaufenstr. 4, Epstein Dr. Georg, Rechtsanwalt, Kaulbachstr. 35. Manasse Alice, Feilitzschstr. 7, Regenstein Siegfried und Frau und Sohn Karl, Pasing, Frau Hirsch Elisabeth geb. Bloch. Maximilianstr. 15, Justizrat Dr. Albert Kann und Frau, Tegernsee, Frau Meyer Regina, Akademiestr. 9, Schmalzbach Hermann. Pestalozzistr. 2, Direktor Ernst Weiser, Kolbergerstr. 3. Frank Karoline, Ulmenstraße 9, Ansorge Max, Kaufmann, Isarthorplatz la, Frank Maria Lousie geb. Reinbold, Mozartstraße 15. Haas Erwin, Kaufmann. Mozartstr. 14, Steinberg Welf, Kaufmann, Glockenbach 11, Levi Sarah, verw. Berolzheimer, geb. Ottenheimer, Kaufmannswitwe. Schlotthauerstr. 12, Gutmann Edwin. Prokurist, Herschielstr. 3, Weil Dr. Joseph, Rechtsanwalt, Nußbaumstr. 4. — Herr Leon Kaufmann hat seinen im November 1919 vollzogenen Austritt im März wieder rückgängig gemacht. Misrachi, Ortsgruppe München. An den Sabbathen vom 17. und 24. Juli 6 Uhr nachmittags, sowie am Sonntag, 25. Juli 6.30 Uhir nachmittags: Schuir: „Eicho“. Loka'l: Thierschstraße 19/11. Leiter: Dr. Eugen Fränkel. Die Einwohnerwehr in München. Die Landesleitung der Einwohnerwehren Bayerns teilt mit: Der „Völkische Beobachter“ bringt eine Reihe von Aufsätzen, in denen entgegen der bestehenden Organisation der Einwohnerwehren die Aufnahme aller Deutschen, und zwar auch der Kommunisten und Syndikalisten. Entfernung der Juden und noch anderes mehr ais dringende Notwendigkeit hingestellt: wird! Die Landesleitung der Einwohnerwehren Bayerns hat es wiederholt in der Öffentlichkeit vertreten, daß jeder unbescholtene Mann, der auf dem Boden der Verfassung steht und bereit ist. am Selbstschutz teilzunehmen, aufgenommen werden kann. Die Bewaffnung erwiesenermaßen umsturzsuchender Kreise wird ebenso abgelehnt. 55^ >M Gartenbaugeschäft Gebr. Kriegeisteiner & Birkner j München-Forstenried Telephon Nr. 6897 Entwürfe und Bepflanzungspläne für Parkanlagen, Villen», Zier», Haus», Obst» und Gemüsegärten Umgestaltung bereits bestehender Anlagen. — Übernahme der gesamten Ausführung einschliesslich der Pflanzenlieferung. — Übernahme aller mit dem Garten zusammenhängenden Architekturen. — Auf Wunsch Lieferung von Arbeitszeichnungen zur selbsttätigen Ausführung der Anlagen. — Persönliche unverbindliche Auskunftserteilung und Beratung. RrlegelstClner & Birkner, Gartenarchitekten