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Das jüdische Echo · 1920-04-23 · 17 (23.4.1920) · p. Seite 194

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
7 (1920)
Issue
17 (23.4.1920)
Date
1920-04-23
Page
Seite 194 (sequence 10)
Language
German
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194 Das Jüdische Echo Nr. 17 die Schüler, geschweige denn Wasser für Bäder. Da jedach/ in letzter Zeit Jerusalem mit Hydranten versehen wurde, die der Stadt frisches Quellwasser zuführen, so wäre es möglich, durch Zuleitung die Schule mit Wasser zu versehen, um die notwendigste hygienische Forderung der Bäder ausführen zu können. Doch bedarf dies ziemlich beträchtlicher Kosten, die der „Wad ha Chinuch“ bisher nicht bewilligen konnte. Es wäre daher außerordentlich verdienstvoll, wenn von privater Seite vielleicht aus den Kreisen der Orthodoxie, der die Talmud-Thoraschulen besonders nahe stehen, die Mittel dazu zur Verfügung gestellt würden. Es wäre dies eine Kulturleistung, die in ihrer unmittelbar praktischen Wirkung dem Urheber ebensoviel Freude und Genugtuung bereiten würde, wie sie für Schule und Kindergarten segensvoll und nutzbringend wäre. — Seiner orthodoxen Richtung entsprechend, nimmt dieser Kindergarten nur Knaben auf. Die Einführung von Kindergärtnerinnen stieß anfangs bei den Chachamim auf heftigen Widerstand; doch fügten sie sich zuletzt dem Geiste der Zeit, der nun in Gestalt moderner Pädagogie bis in den „Cheder“ vorgedrungen ist. In den Unterklassen des Gans dürfen die Kleinen nach Herzenslust spielen, sich tummeln, während in den Oberklassen Lesen und Schreiben, Chumasch, Brachot und Gebete gelehrt wird. Daß die Sprache hier wie in allen übrigen Ganim hebräisch ist, sei als selbstverständlich nur nebenbei erwähnt. (Fortsetzung folgt.) Aus der jüdischen Welt Palästina. Die arabischen Demonstrationen. Der jüdische Stadtrat von Jerusalem hat einen Brief an den Präsidenten des Jerusalemer Munizipalrates, der am 27. Februar an den arabischen Demonstrationen gegen die Zionisten teilgenommen hatte, gerichtet, in dem es u. a. heißt: Die Juden Palästinas, welcher Partei oder Gemeinde sie auch angehören, sind in der Forderung bezüglich der Gründung einer jüdischen Heimstätte in Palästina, die durch die britische Deklaration und die nONCHNER ILLUSTRIERTE WOCHENSCHRIFT FÜR KUNST UND LEBEN masuniMMm ijxkso VERLAG DER,JUGEND'MIflNCHENi Zustimmung der alliierten Mächte bestätigt wurde* vollständig einig. Diese Einigkeit wurde von den verschiedenen jüdischen Deputationen, die letztes Jahr von der amerikanischen Kommission empfangen wurden, deutlich dokumentiert. Der Präsident des Munizipalrates hatte als Vertreter der Einwohner Jerusalems, deren Mehrheit aus Juden besteht, kein moralisches Recht, an einer Demonstration, die gegen die Mehrheit der Einwohner gerichtet war, teilzunehmen. Deshalb erklärt der jüdische Stadtrat, daß er vom 27. Februar 1920 an den Munizipalrat nicht mehr als Vertreter der Juden Jerusalems betrachte. Eine Kopie dieses Briefes wurde den englischen Behörden überreicht. Dr. Eder veröffentlicht in „Jerusalem News“ eine Zuschrift, in welcher er auf den im genannten Blatt erschienenen Bericht, daß die antizionistische Demonstration in Ordnung und ohne jegliche Beschädigung abgelaufen sei, erwidert. Er betont, daß er es als Tatsache bezeugen kann, daß mehrere Juden, darunter eine Frau, geschlagen worden sind, und daß die Tafel am Rotschildspital zerbrochen worden ist. Gemeindenu. Vereins-Echo Bar Kochba München. An alle Aktiven! Das größte leichtathletische Ereignis, der 4. große Staffellauf Grünwald-München steht vor der Türe. Nur unter Teilnahme sämtlicher aktiver männlicher Turner und Sportler wird es möglich sein* uns auch in diesem Jahre daran zu beteiligen. Wir richten daher an Euch die dringendste Aufforderung, Euch alle zu melden und regelmäßig das Training zu besuchen! Das Training für diesen großen Staffelllauf findet regelmäßig Mittwoch und Samstag ab 6 Uhr auf dem Sportplatz an der Grünwalderstraße (Linie 25, gegenüber dem Krüppelheim) statt. Die Sportleitung. Bar Kochba München, Sportabteilung. Ab Montag, den 26. April, wird das Training folgend festgesetzt: Für Damen Montag und Donnerstag, für Jugend Dienstag und Freitag, für Herren Mittwoch und Samstag, jeweils ab 6 Uhr auf dem Sportplatz an der Grünwalderstraße. Jeden Dienstag abends 8 Uhr Zusammenkunft im Cafe Goetheburg, Goethestraße 51. Die Sportleitung. Nationaljüdischer JugendSausschuB. Dienstag den 25. April abends 7 Uhr: Hebräisch, 8.30 Uhr Pa'lästinakunde. Donnerstag, den 29. April abends 7 Uhr: Hebräisch. 8.30 Uhr Geschichtskurs. Sämtliche. Veranstaltungen im K.J.V., Bayerstr. 67/69. Jüdischer Wanderbund ..Blau-Weiß“. München. 2. Zug: Heimabende Samstag 4 Uhr für Jüngere, 5.15 Uhr für Ältere. Sonntag Treffp. 8.30 Uhr. Fr ei mann. BibLiothekstundle Mittwoch 5.30—6.30 Uhr Bayerstr. 67/69; 1. Gruppe: Treffp. 8 Uhr Ostfriedhof (Bil. n. Grünwald). Starnberg. 2.—. Hascbachar München. Sonntag, den 25. April: Wanderung. Treffpunkt 7.30 Uhr Starnbergerbahnhof. Dienstag, 27. April beide Kurse 8 Uhr. Ohmstraße 20/o 1. Spendenausweis Münchener Spendenausweis. NationaHfonds. Familie A. Peisach anläßL ihrer Rückkehr nach Palästina 25.—: Justus Hommel 20.—; Ungenannt f. vergessene Jahrzeit 25.—; Sally Judelowitz verabschiedet sich von seinen Münchner Bbr. 5.-^-. Gold. Buch Raphael Hirsch Grünbaum: Paul u. Fanny Grünbauin sagen z. Verlob. Gellermann-Simon herzl. Massel tof 5.—.

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