Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 7 (1920)
- Issue
- 12/13 (26.3.1920)
- Date
- 1920-03-26
- Page
- Seite 142 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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142 Das Jüdische Echo Nr. 12/13 „Das Große Aktions-Komitee anerkennt die Notwendigkeit der Bildung einer speziellen Abteilung für die Angelegenheiten der jüdischen Arbeit und Arbeiter in Palästina, welche als ein Teil der Zionist Commission angesehen werden soll/* Schließlich wird der Antrag Sprinzak-Feiwel angenommen: „Das A.-K. genehmigt prinzipiell die Begründung eines Institutes für kooperativen Arbeiterkredit in Palästina. Es beauftragt das E. A.-K., das mit den Arbeitervertretern im Oktober 1919 abgeschlossene Protokoll der Zionist Commission und den Vertretern der palästinensischen Arbeiterschaft zur Prüfung vorzulegen und innerhalb vier Monaten eine Entscheidung zu treffen.“ Die Organisationsdebatte, die darauf folgte, schloß am 22. Februar mit untenstehenden Resolutionen: „Die Zionistische Jahreskonferenz wird auf Anfang Juli 1920 einberufen. Die Wahl des Ortes bleibt der Exekutive überlassen.“ Hierzu wird ein Zusatzantrag, vorgeschlagen von Herrn Kaplan, angenommen, welcher lautet: „Die Jahreskonferenz ist möglichst in einem Land mit niedriger Valuta abzuhalten.“ Ferner wurden noch folgende Anträge des Engeren Aktions-Komitees, ebenfalls einstimmig angenommen: „Das Große Aktions-Komitee macht die Landes¬ und Sonderföderationen darauf aufmerksam, daß die Wahl der Delegierten zur Jahreskonferenz von der Abführung der Schekelgelder abhängig ist.“ Wie im JUehfrteg nftnmt llt Ülfim^tur fugend mtd} fttta HDiedecauf&au öe$ $cieäen4 ffrt mtfgtprdgt* Stellung tmfet 4t« dtuffätn lüafhlerttn ftttfdfcfftt« da. 4ft!p tuu$ «rft 60t dte Ilt6lfn0«leftfia tfttt* Jeden/ Itt ttnß und aotuttefldlod dt« Jett' Otip öttfolgt (fcurfjfyindtl odtt^op) UnmUttKot Pons 0tt(og ln Hoflt« Utzpadt mit potte/ ta Petrtftfrland tttt.12.50 tet 2fu*lond tttt. 13.— ptodtddndt 4 nummttn enthaltend Ott. Ufo ttnjeine nummttn fltt.1.— Oeriag fltt Jugend' munden/ itfflngpt. 1 „Das Große Aktions-Komitee fordert alle Föderationen auf, alle gesammelten Beiträge für Schekel und Restaurationsfonds in der Währung ihrer Länder innerhalb der nächsten Monate den Korrespondenten des Jewish Colonial Trust abzuführen.“ „Das Budget im Gesamtbetrag von 491 000 englischen Pfund, das von der Londoner Konferenz für das Jahr März 1919 bis Februar 1920 angenomen wurde, wird für weitere 6 Monate verlängert.“ Hierauf wird der Antrag Stricker angenommen: „Die Leitung wird zur Schaffung eines Preßbüros aufgefordert.“ Ferner wird der Antrag, eine Kommission zur Ausarbeitung des neuen Wahlstatuts einzusetzen, angenommen. Die Auswahl der Mitglieder wird dem Engeren Aktions-Komitee überlassen. Der Antrag der Herren Sprinzak und Kaplan auf Anerkennung des Hapoel-Hazaür und der Zelre-Zion als Föderation und Zuziehung von Vertretern dieser Föderation ins Aktions-Komitee wird mit Zustimmung der Antragsteller nickt zur Abstimmung gebracht, nachdem Herr Dr. Hantke erklärt hat, daß diese Frage bei der Jahreskonferenz enschieden werden soll, daß aber bis dahin die Vertreter dieser Gruppen in der gewünschten Weise informiert und zur Arbeit herangezogen würden. Hierauf wird ein Antrag Dr. Wejzmanns angenommen, der jüdischen Bevölkerung Palästinas in der Zionist Commission vier Vertreter statt drei Vertreter zu gewähren. Ferner wird ein Antrag des Herrn Goldberg angenommen, die Zahl der Mitglieder der Zionist Commission auf dreizehn zu erhöhen. Die Nominierung des Mitgliedes für diesen dreizehnten Platz wird auf Vorschlag von Herrn Goldberg dem Engeren Aktions-Komitee überlassen. Ein Antrag des Herrn Florentin, der sefardischen Bevölkerung Palästinas eine Vertretung zu gewähren, wird der Zionist Commission überwiesen. Hierauf wird ein Vorschlag des Herrn Sprinzak angenommen, wonach das Große Aktions- Komitee für die möglichst schnelle Organisierung der jüdischen Bevölkerung Palästinas auf dem Weg der Einberufung der Konstituierenden Versammlung auf Grund des allgemeinen, gleichen, direkten, geheimen Proportionalwahlsystems, ohne Unterschied der Geschlechter, ausspricht. An die Emigrationsdebatte schlossen sich die folgenden Resolutionen: 1. Zur Verwirklichung der durch die politische Arbeit geschaffenen Möglichkeiten sind die kolonisatorischen Arbeiten in Palästina sofort in großzügiger Weise in Angriff zu nehmen. Als Grundlage für dieses Werk sind vom jüdischen Volke 25 000 000 £ aufzubringen. . 2. I. Das Aktions-Komitee beschließt nach Anhörung des Berichtes des E. A.-K. und nach Kenntnisnahme des Gutachtens des Financial Advitory Committee, daß bei der Aufbringung der Mittel für die nationale Kolonisation grundsätzlich die Unterscheidung einzuhalten ist: a) zwischen Mitteln, die ohne Rücksicht auf Verzinsung und Rückzahlung aufzuwenden sind und die deshalb als nationale Abgaben des jüdischen Volkes aufgebracht werden sollen — und b) Institutionen, bei denen nach geschäftlichen Grundsätzen eine Sicherheit für Kapital und Verzinsung gegeben ist.