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Das jüdische Echo · 1920-03-26 · 12/13 (26.3.1920) · p. Seite 141

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
7 (1920)
Issue
12/13 (26.3.1920)
Date
1920-03-26
Page
Seite 141 (sequence 5)
Language
German
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Nr. 12/13 Das Jüdische Echo 141 turarbeit. Die palästinensischen Schulen, für welche die Zionistische Organisation in diesem Jahre 85 000 X ausgibt, zählen gegen 12 000 Schüler. Außerdem zählt die Ica, deren Schulwesen dem zionistischen angeglichen ist, gegen 1200 Schüler. Noch besuchen 2500 Kinder in Palästina jüdische Schulen, die nicht hebräisch sind. Aber es ist charakteristisch, daß die Alliance- Schule in Jaffa aus Mangel an Schülern geschlossen werden mußte. Für die Errichtung von 40 Schulgebäuden, die dem dringendsten Bedürfnisse abhelfen sollen, werden wir 100 000 X ausgeben müssen. Der Redner kam darauf auf die bereits herausgegebenen und die in Vorbereitung befindlichen Lehrbücher zu sprechen. Zum Problem der Lehrer übergehend, erwähnte er, daß die Polen 80 Lehrerseminare in einem Jahr eröffnet haben. Bei uns decken die Lehrerseminare in Palästina knapp den natürlichen Abgang. Deswegen hat das Erziehungsdepartement sich mit den in der Diaspora befindlichen Lehrerseminaren in Verbindung gesetzt und die Zionistischen Organisationen gedrängt, daß sie ihre Seminare so sehr ausbauen als nur möglich. Die Zionistische Organisation hat der Berufswahl der Jugend viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Es muß unserer Jugend die Parole gegeben werden, daß nicht nur der landwirtschaftliche Chaluz eine nationale Pionierarbeit auf sich nimmt, sondern auch der Lehrer. Zur Kulturarbeit werden folgende Beschlüsse gefaßt: 1. Das Aktions-Komitee billigt das ihm vorgelegte Programm für den Beginn der Universität, wonach die Universität zunächst mit naturwissenschaftlichen Forschungsinstituten (für Physik, Chemie, Mikrobiologie, Agrikultur), einem hebräischen Institut und einem allgemeinen Kurs in den philosophischen Fächern eröffnet werden wird. Gleichzeitig sind Lehrstühle für Pädagogik und judaistische Fächer anzugliedern, an welchen Lehrkräfte für die hebräischen Seminare und Mittelschulen ausgebildet werden. Dieser Kern soll sich in naher Zeit zu einer vollen Universität entfalten. Die Exekutive muß sich hierbei von dem Prinzip leiten lassen, ein hohes wissenschaftliches Niveau festzuhalten und den Forderungen des Landes zu entsprechen. 2. Das A.K. billigt die Entschließung der Exekutive, das Technikum in Haifa womöglich während des nächsten Schuljahres zu eröffnen, um den Bedürfnissen des Landes Rechnung zu tragen und der palästinensischen Jugend die Möglichkeit einer technischen Erziehung zu geben. 3. Das A.K. begrüßt es, daß die Exekutive Schritte unternommen hat, um den Ausbau der Nationalbibliothek in Angriff zu nehmen. Das A.K. fordert alle Föderationen auf, an den Sammlungen von Büchern und Dokumenten für die Nationalbibliothek energischen Anteil zu nehmen. 4. Die vollkommene Hebraisierung Erez Israels und der nationalen Judenheit im' Galuth ist mit allen Mitteln durchzuführen. Das A.K. begrüßt deswegen die in vielen Ländern unter zionistischer Führung geltend gemachten Bestrebungen zur Schaffung eines hebräischen Schulwesens. Das A.K. sieht es als Pflicht der Zionistischen Organisation an, diese Bewegung zu unterstützen und insbesondere für die Lehrernachwuchs und für Schaffung geeigneter Lehrbücher in kürzester Zeit vorzusorgen. 5. Die Universität ist so zu organisieren, daß die Gewissensfreiheit der verschiedenen religiösen kulturellen Richtungen privat bleibt. 6. Das A.K. betont die Notwendigkeit volkstümlicher Kurse für Hebräisch und allgemeine Wissenschaften und empfiehlt deren rationelle Organisierung in Palästina und im Galuth. 7. Das Erziehungs-Departement wird beauftragt, in nächster Zeit eine Konferenz von Erziehungssachiverständigen sowohl aus Palästina wie aus dem Galuth einzuberufen, die über alle Fragen der Erziehung zu beraten haben wird. Am Donnerstag, den 19. Februar wurde die Palästinadebatte fortgeführt. Zur Bodenpolitik wurden folgende Entschließungen angenommen: „Die A.-K.-Sitzung spricht sich dafür aus, daß die Mittel, welche die Zionistische Organisation für landwirtschaftliche Kolonisation aufwendet, nur solchen Ansiedlern zugute kommen sollen, welche sich den Grundsätzen der Bodenpolitik des Jüdischen Nationa'lfonds unterwerfen.“ Ferner wird der Antrag Sprinzak angenommen: „Das Große Aktions-Komitee betont, daß die Errichtung von Siedlungen von Eigenarbeitern (Maschawoth Owdim) in die erste Reihe der nächsten Aufgaben in Palästina fällt.“ Des ferneren wird der Antrag Sprinzak angenommen : "RauThallmafer München Thßoünsx&r.lö. A.

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