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Das jüdische Echo · 1920-02-13 · 7 (13.2.1920) · p. Seite 80

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
7 (1920)
Issue
7 (13.2.1920)
Date
1920-02-13
Page
Seite 80 (sequence 8)
Language
German
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80 Das Jüdische Echo Nr. 7 das die jüdischen Gemeinden als öffentlich rechtliche Institution anerkennt und sie mit dem Recht auf Zwangsbesteuerung ausstattet. Slowakei. Vor den Wahlen in der Slowakei. In der Slowakei steht man vor den Wahlen zum Parlament und zu den Kommunen. Es hat sich eine vom Volksverband gegründete „Jüdische Partei“ gebildet, die die Interessen des nationalgesinnten Judentums vertreten will und es ablehnt, auch weiterhin als Vorspann, sei es für die Magyaren, sei es für die Slowaken, verwendet zu werden. Gegen diese stärkste Gruppe im slowakischen Judentum richtet sich eine kleine jüdische Gruppe, größtenteils aus orthodoxen Juden bestehend, die aus opportunistischen Gründen gegen die Aufstellung eigener jüdischer Kandidaten ist. In diesem Sinne ist ein Artikel zu verstehen, den der Präsident der Zentralkanzlei der orthodoxen Gemeinde in der Slowakei, Oberrabbiner Koloman Weber, in der „Preßburger Zeitung“ veröffentlicht. Die der orthodoxen Zentralkanzlei nahestehenden Kreise führen mit allen Mitteln einen Kampf gegen den Zionismus und das nationale Judentum. literarisches Echo Mitteilungen des Verbandes der jüdischen ,Iugendvereine Deutschlands (Sondernummer). Der Verband der neutralen Jugendvereine hält es für angebracht, der von ihm am 25. XI. 19 veranstalteten „Aussprache zwischen Juden und Christen“ im Saal des Brudervereinshauses in Berlin eine Sondernummer seiner „Mitteilungen“ zu widmen. —• Solche Aussprachen können nützlich sein, wie denn jedes ehrliche Kennenlernen der Menschen und Völker Haß zu beseitigen und mit dem besseren Verständnis eine Verständigung einzuleiten vermag. Die Berliner Aussprache hat diesem Ziele niemandem nähergebracht. Das war nicht Schuld der Christen. Aber auf jüdischer Seite fehlten die Worte, die gesagt werden mußten und die freilich nur gesagt werden konnten, wenn man den nationalen Sinn des Judentums begriffen hatte. So war alles, was wir auf dieser Versammlung von Juden hörten, eben nur Verteidigung, nichts weiter. — Und noch eins. Ein Wandervogel, Herr Lechner, bedauerte, auf einer von Jugend vereinen veranstalteten Aussprache keine Jugend zu finden. Es war dasselbe wie auf der Sitzung der unseligen „Verständigungsgemeinschaft“. Notable kommen zusammen, reden, handeln für die Jugend. Und dann fragt man sich, warum es kein Leben in den Jüdischen Jugendvereinen gibt? G—. Die Arbeit — Organ der zionistischen voikssozialistischen Partei „Hapoel Hazair“. Inhalt des neuen Heftes: Zum 2. Jahrgang - Ostjuden — I. Archowitsch: Unsere Aufgaben auf der Weltkonferenz — I. Sprinzak: Der erste Schritt — Rudolf Samuel: Nationalismus und Sozialismus — Aus Palästina — Arbeitersiedlung — Aus Obergaliläa — Zur Gegenwart — Tmidi: Nochmals die Sabotage der Orthodoxen — Daten und Materialien: Berufsstatistik des jüdischen Arbeitsamtes — Aus der Bewegung — Berichte. Zu beziehen durch den Weltverlag. „Haawodah“. Der Wiener Verband des „Hapoel- Hazaiir“ gibt eine hebräische Halbmonatsschrift unter dem Namen „Haawodah“ heraus. Der Programmartikel enthält die Leitmotive des „Hapoel- Hazair“, die in der Idee der Arbeit verankert sind. Die erste Nummer enthält ferner Aufsätze von M. J. Leder, Dr. Tartakower, Meier Henisch, Josef R. Ehrlich, Menachem Frostig und eine Chronik über die bisherigen Leistungen des Hapoel Hazair und des „Hechaluz“ in Wien. Bestellungen nimmt die Expedition „Haadwodah“, Wien II, Praterstraße 9, T. 4, entgegen. Feuilleton Äus meinem Skizzenbucti (Jüdische Änatomie) 3. Die jüdischen Beine.*) Es gibt schönere Plätze auf der weiten Welt wie die Revierstube des Infanterie-Regiments König. Dunkel ist es dort gewesen und schmutzig. Hygienisch war es wirklich nicht, wo 20 Revierkranke hausten. Der Soldat Binswanger wird es mir bestätigen. Denn er kennt die Revierstube noch genau. Er war dort lange, lange Zeit Und alle Wochen rapportierte mir der Sanitätsfeldwebel: „So und soviele Zugänge, der und der Bestand und der Binswanger.“ Und ich wiederholte täglich: „Müller mit Muskelrheuma und Meier mit Angina“, und am Schluß sagte ich nur noch: „und der Binswanger.“ Der Oberarzt wußte dann schon und der Stabsarzt auch und sogar der .Oberstabsarzt. Mich hätte nicht gewundert, wenn der Brigadearzt und der Divisionsarzt, vielleicht auch der vom Korps ihn gekannt hätte. Denn in so vielen Rapporten hab ich ihn hineingeschrieben: Der Binswanger. Und das Regiment hat ihn auch gekannt. Einmal hat er eine Besichtigung mitgemacht. Nur einmal. Die Soldaten sprachen Jahre lang davon. Gut, daß der Krieg gekommen ist, sonst würden sie heute noch erzählen. Binswanger lag unter den Mandelentzüdungen, unter den Fingerwunden, unter den Zahnkranken und den Magenkatarrhen. Er lag mit seltenen Un- :) Siehe Nr. 50/1919 und Nr. 6/1920. 3JIund?ner 3teueffe 3lad)nd?fen ©roßte, Wgl. 2mol erfcf)einenbe 3eitung ©übunb 2Jllttelbeut|'rf)- Ianb$. £auffräftiger£eferfrel$unb über$Deutfd)lanb$ ©rennenbinaudgehenbe Verbreitung, ©roperfaufmann. u. getoerbl. ©telfenmarft Über Slnerfannt fefyr erfolgreich für ainjeigen aller Slrt. Sinnigenprete unb Sladjlaß nad) Sarif.;Sesug$prei$ monatl. 4.50 bei allen beutfdjen poffanffalten Million £ e f e r "TÄI -Q-

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