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Das jüdische Echo · 1920-01-16 · 3 (16.1.1920) · p. Seite 31

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
7 (1920)
Issue
3 (16.1.1920)
Date
1920-01-16
Page
Seite 31 (sequence 7)
Language
German
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Nr. 3 Das Jüdische Echo 31 für die zionistische Ortsgruppe: die Herren Lichtenauer, Dr. Siegel und D r. Straus; für den Gesamtausschuß der Ostjuden: die Herren Horn und D r. Taubes. Wir schlagen vor, daß Sie auch Ihrerseits Vertreter bestimmen und in tunlichster Bälde eine gemeinsame Besprechung der Vertreter stattfindet. Wir bitten um Ihre gefl. schleunige Riickäußerung, damit die Durchfühlrung der von uns geplanten Maßnahmen keine Verzögerung erleidet. Hochachtungsvoll Zionistische Ortsgruppe München. Gesamtausschuß der Ostjuden Münchens. München, den 18. Dezember 1919. An die zionistische Ortsgruppe München (gleichlautend an den Gesamtausschuß der Ostjuden). Das gemeinschaftliche Schreiben der zionistischen Ortsgruppe und des Gesamtausschusses der Ostjuden vom 10. 1. M. wurde unserem Ausschuß in seiner Sitzung vom 17. vorgelegt. Er hat darauf beschlossen, auf dem Standpunkt des Ihnen mitgeteilten Beschlusses vom 27. November zu verharren. zugleich aber die Herren Rechtsanwälte Heilbronner und Levinger zur Entgegennahme Ihrer Anregungen über die Abwehrtätigkeit zu bestimmen. Hochachtend! Zentralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens. Ortsgruppe München (gez. Levinger). K. C. -Tag Der K. C., der dem Zentralverein geistesnahe assimilantische Studentenverband, hielt Ende Oktober 1919 in Berlin eine K. C.-Tag ab. Die K. C.- Blätter berichten über diese Tagung in ihrer erst jetzt erschienenen November - Dezembernummer. Es ist nicht leicht, aus diesem „Bericht“ zu einem klaren Bild über die Verhandlungen zu gelangen und1 man muß viel zwischen den Zeilen lesen. Es ergibt sich jedenfalls, daß die Tagung der Schauplatz erbitterter Kämpfe war. Ein großer Teil der jüngeren K. C.er lief Sturm, nicht etwa gegen die negative Abwehrtendenz des K. C., sondern gegen den „Komment“. Die Fragen insbesondere des Mensurkomments wurden von Dr. Mainzer in einem Referat behandelt, welches die erzieherische Bedeutung der Mensur zu zeigen sich bemüht. Über Tendenzfragen referierte Dr. Holländer. Die kurze Inhaltsangabe über seine Ausführungen läßt nicht erkennen, daß er auch nur versucht hat, ein positives Programm jüdischer Arbeit zu entwickeln. „Den Typ eines in sich gefestigten Juden zu schaffen“, schien ihm die Aufgabe des K. C. Es bleibt also alles beim schlechten alten, oder wie es Dr. Siegfried Urias (Hanseae, welch schöner Name für eine jüdische Korporation!) ausdrückt: „Zwei Fragen also sind klar und deutlich beantwort worden. Einmal, daß der K. C. auch im erneuten Gewände (? die Redaktion) . die alte Woliensrichtung des deutsch-vaterlandisch-gerichteten jüdischen Studenten bleibt, dem die Gefühle politischer Zusammengehörigkeit mit denen seines Stammes und seines Glaubens fremd sind und fremd bleiben. Er bleibt aber auch der alte, stramme Bursch, der es sich nicht nehmen läßt, von seinen Leuten das Letzte und Äußerste an Ausharren und Disziplin zu verlangen. Für laschen und lauen Betrieb ist im K. C. kein Platz! Aber ebensowenig Platz für jene, die den K. C. seinem innersten Wesens entfremden und jüdisch-nationalistischen Geist in irgendwelcher Form in ihn hineintragen wollen. Aber trotz allilem ist vieles ungelöst geblieben. Und nur zum Bedauern nur allzuvieler — .... — mußte der Kartell-Konvent auseinandergehen, ohne in grundlegenden Tendenzfragen ganz zur Klärung gelangt zu sein.“ Die Tagung beschäftigte sich ferner mit der Frage der K. C.er in der Jugendbewegung. Während ein Referent mehr in den neutralen Jugendbünden Arbeit geleistet wissen will, tritt der andere Referent für die. dem K. C. kongenialeren „Kameraden“ ein. Die Resolution, die am Schluß angenommen wurde, verlangt Jugendarbeit in beiden Verbänden mit der Tendenz, gegenseitige Strömungen zu vermeiden. Das Verhältnis zwischen „Kameraden“ und „Neutralen“ scheint also nicht gerade das Beste zu sein! Äufruf Angesichts der traurigen Lage der ostjüdischen Flüchtlingen, die zumeist ohne die nötigen Wäsche- und Kleidungsstücke den harten Unbilden der Witterung ausgesetzt sind, haben wir eine Wäsche- und Kleiderstelle errichtet, deren dringende Notwendigkeit wohl keiner näheren Erklärung bedarf. Wir wenden uns an alle edeldenkenden jüdischen Menschen mit der Bitte gegenüber den verlassenen, hilflosen ostjüdischen Flüchtlingen die heiligste Pflicht zu erfüllen. Sämtliche Zuwendungen sind an den „Gesamtausschuß der Ostjuden in München“, Hans Sachsstr. 8, Mittelbau, Parterre, zu richten. HMe didfyer im IDeitfrieg nimmt 61t ffifind)ner 5ugettd nud) 6eira HheÖccauf6au $cieöentf ftyrt midßtprffgte Stellung unter den deutfdjen filußrierten |eitfi$riften ein. Oie iß nnd) toie 6ot die E(e6(mgölcftürc eine* ftäen, der ernß und üorurteiidiod den 3eit* geiß öerfoigt Oejugdpreid öferteijdi)rlfdy fltt 10.— (Öudjf)nndei oder poß) Hnmitteidnr öom Oering in Hollen nerpntft mit Porto/ in OeuiftQinnd tnf.12.S0 tm Sfodlnnd IM. 13— prodeddnde 4 Hummern enthaltend IM. l.fo tlnjelne Hummern IM. 1.— Öeclng fite /Jugettß' Itlünrfj«!/ teßingßt. 1

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