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Das jüdische Echo · 1919-12-24 · 52 (24.12.1919) · p. Seite 632

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
6 (1919)
Issue
52 (24.12.1919)
Date
1919-12-24
Page
Seite 632 (sequence 8)
Language
German
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632 Das Jüdische Echo Nr. 52 beitergruppen garantieren, so daß der Arbeitgeber in voller Sicherheit mit der Gruppe Verträge abschließen kann. Natürlich wird die Arbeiterbank eine solche Garantie nur für diejenigen Gruppen übernehmen, deren Leistungsfähigkeit ihr bekannt ist, und sie wird die Akkordverträge daraufhin zu prüfen haben, ob die Interessen der Arbeitergruppen darin genügend gewahrt sind. Sie wird auch — und hierin liegt eine große Aufgabe — bewährten Arbeitergiruppen die Anschaffung von Maschinen, Zugtieren, Geräten usw. erleichtern, soweit die Gruppe nachweist, daß sie durch diese Anschaffungen ihre Arbeit produktiver machen kann. Die Arbeiterbank wird unter Kontrolle der zionistischen Organisation von den erwählten Vertretern der palästinensischen Arbeiterschaft selbst verwaltet werden. England. Max Nordau in London. Max Nordau wurde vom Engern Aktionskomitee eingeladen, an der Leitung der zionistischen Arbeit teilzunehmen. Er ist bereits mit seiner Familie in London eingetroffen. Rumänien. Die Judenfrage im rumänischen Friedensvertrag. Wien 13. Dez. Die „Wiener Morgenztg.“ erhält folgendes Telegramm aus Paris: „Die Rumänen haben den Friedensvertrag unterschrieben. Der Vertrag enthält die allgemeine Klausel „Über den Schutz der Juden“. Dazu bemerkt die Redaktion der „Wiener Morgenzeitung“: „Das kann bedeuten, daß die Klauseln unterschrieben sind, welche in den anderen Minoritätsschutzverträgen enthalten sind, oder daß die Rumänen eine besondere allgemeine Klausel über den Schutz der Juden unterzeichnet haben.“ Ein anderes Telegramm besagt: Paris, 12. Dez. (Funkspruch.) Der Chef der rumänischen Friedensdelegation, General Coanda, hat heute nachmittags die verschiedenen internationalen Akte betreffend den Beitritt Rumäniens zum Friedensvertrag von Saint-Germain und dessen Anhängen, den Friedensvertrag von Neuilly, sowie den Vertrag über den Schutz der Minoritäten in Rumänien mit den bekannten Abänderungen unterzeichnet. literarisches Echo Zwei Sammelschriften. Das Deutsche Judentum, seine Parteien und Organisationen, Verlag der Neuen Jüdischen Monatshefte, Berlin- München 1919. Holdheim-Preuß, Die Theorie des Zionismus. Das Interesse für jüdische Fragen ist in den letzten Jahren außerordentlich gewachsen. Der zunehmenden Politisierung der jüdischen Gemeinschaft auch in Deutschland entspricht ein mächtiges Anschwellen der jüdischen Literatur, je klarer man sich über die Bedeutsamkeit unserer Zeit für die ganze Zukunft des Judentums wurde, je deutlicher man sah, daß die großen Entscheidungen auf allen Gebieten jüdischen Lebens nicht mehr zu umgehen sind, daß man Farbe bekennen muß, ob man ein jüdisches Volk will oder seinen Untergang, desto mehr waren und sind alle Parteien und Richtungen bemüht, sich als Träger der jüdischen Zukunft zu empfehlen und ihre Berechtigung aus der jüdischen Vergangenheit abzuleiten. In dem Tohuwabohu der Meinungen, in der Fülle der Ideologien und Begründungen sich zurechtzufinden, ist nicht mehr ganz leicht; und so ist es zu begrüßen, daß der Verlag der Neuen Jüdischen Monatshefte eine Art Führer durch das jüdische Partei- und Organisationswesen herausgibt, in dem berufene Vertreter der verschiedenen Richtungen Parteiprogramme zu entwickeln suchen und auch sonst das Wissenswerteste auf ihrem Spezialgebiet mitteilen. Neues vermag eine derartige Sammelschrift wahrlich nicht zu bringen. Eines aber macht sie über ihre Aufgabe hinaus wertvoll und interessant: indem sie die verschiedenen Programme nebeneinander stellt, macht sie die geistige Scheidung im Judentum besonders deutlich. Ob Herr Dr. Goldmann-Leipzig einen Zusammenhang zwischen Pharisäertum, Kabbala, Chassidismus und liberalem Judentum zu konstruieren, ob er dem jüdischen Liberalismus einen jüdischen Inhalt anzudichten sucht, ob Herr Dr. Holländer den Zentralverein mit der Glorie eines positiven Programms zu schmücken bemüht ist — die Vergeblichkeit ihrer Anschauungen wird offenbar, wenn man die Ausführungen etwa des orthodoxen Rabbiners Dr. Unne oder des Vertreters des Zionismus in seinen verschiedenen Färbungen, Herrn Dr. Fritz Löwensteins, Herrn Dr. Aron Barths, Herrn Dr. Theilhabers liest. — Eine wesentlich andere Aufgabe als die Sammelschrift der' Neuen Jüdischen Monatshefte stellt sich die " Veröffentlichung von Holdheim-Preuß „Die Theorie des Zionismus“. Kurz und klar wird an Hand der Geschichte des Zionismus eine Ideologie dieser bedeutsamsten jüdischen Bewegung der Gegenwart gegeben. Eine Darstellung der verschiedenen zionistischen Strömungen unter Berücksichtigung der wichtigsten Erscheinungen der zionistischen und vorzionistischen Literaten, die präzise Darstellung der großen Fakten der jüdischen Gegenwart, eine Übersicht über die wichtigsten nationaljüdischen und sonstigen jüdischen Organisationen und ihre Presse verleihen dem Büchlein für Zionisten und Nichtzionisten bedeutenden Wert. Eine Theorie des Zionismus geboten zu haben, wie der Titel es verspricht, werden die Verfasser wohl selbst nicht behaupten: die Möglichkeit, den Zionismus, seine Begründung nftöttdjner Jlcueffc 3lacf)ndjfen <5röj?te, tagt. 2mal erfdjeinenbe 3eitung 0üb* unb 2)littelbeut|Cl)* lanb$. ftauffräftiger Teferfrete unb über£)eutfd)lanbd (Sirengen hinauf gefyenbe Verbreitung. (Großer lauf* mann. u. getoerbl. ©tellenmarft l^T Über Slnerfannt fef>r erfolgreich für Slnjeigen aller 21ri. 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