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Das jüdische Echo · 1919-10-08 · 41 (8.10.1919) · p. Seite 490

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Das jüdische Echo
Volume
6 (1919)
Issue
41 (8.10.1919)
Date
1919-10-08
Page
Seite 490 (sequence 6)
Language
German
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490 Das Jüdische Echo Nr. 41 schweigsamen Diplomaten wurde ein unliebsamer Schwätzer, und die Polen konnten in aller Gemütsruhe ihr blutiges Handwerk weiter betreiben. Es kam das Blutbad in Minsk! Die Juden müssen sich in Polen „einfügen“, tröstete Morgenthau, er versprach, der reiche amerikanische Onkel werde seinen bedrängten Verwandten in Polen viele Geschenke schicken und fuhr davon. Amerika ist groß in Protesten, vielseitig in Hilfskomitees, talentiert in organisatorischen Unternehmungen, aber uns fehlt in Polen die gesunde Basis einer systematisch und zielbewußt sich entwickelnden Lebensgrundlage! Emes. Industrielle und kommerzielle Möglichkeiten in Palästina. Das Departement für Handel und Industrie beim Zionistischen Zentralbureau in London macht folgendes bekannt: Eine gesunde und rasche wirtschaftliche Entwicklung Palästinas kann und wird wahrscheinlich erst beginnen, wenn die Einwanderung von Elementen, die zu produktiver Arbeit im Lande befähigt sind, in nennenswerter Zahl erlaubt ist. Augenblicklich erfordert jedoch schon die bloße Ordnung der Zustände, in dem so viele Jahre lang vernachlässigten Lande eine Reihe von Industrien, die, wie klein sie auch jezt noch sind, nach einer gewissen Zeit regulärer jüdischer Einwanderung leicht zu Gewerben entwickelt werden könnten, die für Tausende von Menschen Arbeit bieten. Abgesehen von der Bauindustrie, die ein großes Arbeitsfeld in Palästina haben wird, da sie in dem ganzen Lande Tausende von Wohnungen für neue Ansiedler zu schaffen hat, bezeichnen die im Folgenden genannten Möglichkeiten einige der ersten Vorbereitungsstadien in der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes. 1. Steinarbeiten. Es gibt eine große Mannigfaltigkeit an Bausteinen im Lande, und da die Bauindustrie sich zweifellos entwickeln wird, wird große Nachfrage nach Baumaterial entstehen. Es bestehen deshalb gute Aussichten für Leute, die im Steinschneiden und -bearbeiten mittels großer Apparate erfahren sind. 2. Automobilverkehr. Leute, die mit dem Automobilverkehrswesen vertraut sind, könnten einen regulären Automobildienst zwischen verschiedenen Städten, besonders zwischen Jerusalem und Jaffa einrichten. Dieser Verkehrsdienst müßte aus zwei verschiedenen Gruppen von Wagen bestehen, eine von durchschnittlicher Kapazität für die Reise in der Ebene von Jaffa nach Bab-el-Wad und die andere aus Wagen mit besonders hoher Kraft für die Bergstrecke zwischen Bab-el-Wad und Jerusalem. Der Typ des großen offenen Wagens, in dem 15—20 Personen Platz haben, wie er für Ausflüge benutzt wird, erscheint geeignet für diesen Zweck. Im Anschluß an diesen Verkehrsdienst könnten in Bab-el-Wad ein modernes Restaurant und Erfrischungsräume eröffnet werden. Die Unternehmer müßten gute technische Erfahrung besitzen und nicht nur die Wagen, sondern auch tüchtige Mechaniker und Chauffeure mitbringen. Einige Chauffeure wären unter den jüdischen Soldaten zu finden. 3. Motorboot-Verkehr. Ein Motorboot von mittlerer Größe für den Verkehr zwischen Haifa und Akko wäre ein lohnendes Unternehmen. Ein Unternehmer, der ein solches Boot oder ein kleines Dampfboot mit vollständiger Bemannung mitbringt, könnte sofort mit diesem Verkehrsdienst beginnen. Das Boot könnte auch später als Tender zur Abholung der Einwanderer von den Schiffen benutzt werden. 4. Konservieren von Früchten und Gemüsen. Die Gelee- und Marmeladenbereitung, sowie das Einmachen von Früchten kann zu einer bedeutenden Industrie werden. Es besteht ein ständiger Überschuß an Früchten, und Palästina könnte Ägypten mitversorgen. Die maschinellen Anlagen und Gefäße fehlen noch. Eine Zinnfabrik ist für diese Industrie von größter Wichtigkeit, und es sollte sofort an die Errichtung einer solchen geschritten werden. 5. Möbelindustrie. Ein Möbelfabrikant könnte in Palästina gute Geschäfte machen, wenn er die vollständige Ausstattung zur Einrichtung einer Fabrik (Maschinen usw.) mit sich büngt, ebenso ein gewisses Quantum Holz und dn^Yorarbeiter. Möbel sind augenblicklich fast nicht zu bekommen. 6. Schuhindustrie. Es gibt jetzt etwa 500 Schuhmacher in Jerusalem; vor dem Kriege gab es nur etwa 150. Die große Zunahme rührt davon her, daß während des Krieges kein Import stattgefunden hat. Bei einer Rückkehr zu normalen Bedingungen macht sich bereits ein Rückgang dieser Industrie bemerkbar, da sie in primitiver Weise betrieben wird. Falls nicht Maschinen und Fachleute herüberkommen, kann sie nicht am Leben erhalten werden. 7. Lederarbeiten. Es gibt alle Ledersorten im Lande, ebenso Lohe zum Gerben. Es ist eine Reihe von Arbeitern vorhanden, die das Gewerbe verstehen, doch arbeiten sie in primitiver Weise und erzeugen geringwertiges Leder, besonders für Stiefelsohlen. Eine Fabrik könnte in Moza errichtet werden, wo genügend Wasser vorhanden ist. 8. Teppichmanufaktur. Im Libanon sind Tausende von Männern und Frauen mit dieser JJIfind?ner Jleuefte 3ladjndjten @rßpte,fägl.2mal erfcfyeinenbe 3eltung ©übunb Vtittelbeutfch* tanbä. ftauffräftigerLeferfrete unb über &euffö(anb£<9ren$en htnouä* gebenbe Verbreitung. (Srojüerfouf* mann. u. ge»erM.©teflenmarft Slnerfonnt fefyr erfolgreich für 8In$eigen oller 3Irt. Sinnigen* preil unb noch Sarif. Ve$ug$prei$ mono«. VW. 3.— bei öden beutfdjen peftanffaften wSägtidjeSCuftage 2ma( leooooöjemptare/äfretVzSJUHioniLefer "w

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