Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 6 (1919)
- Issue
- 36 (5.9.1919)
- Date
- 1919-09-05
- Page
- Seite 428 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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428 Das Jüdische Echo Nr. 36 Schuldtragenden eingeleitet. Die vom Abgeordneten Stricker namhaft gemachten Zeugen werden sofort einvernommen werden. Abgeordneter Stricker erklärte, daß im Falle der Wiederholung dieser schändlichen und feigen Übergriffe die jüdischnationale Organisation zu den schärfsten Abwehrmaßregeln schreiten wird. Sie ist nicht gewillt, das Elend der unglücklichen jüdischen Kriegsopfer durch antisemitische Verbrecher ins Maßlose steigern zu lassen. Das britische Auswärtige Amt für Gründung eines jüdischen Staates In Palästina. Amsterdam. 1. September. (Drahtbericht.) Nach dem „Telegraaf“ erklärte der Vertreter des britischen Auswärtigen Amtes auf dem am 25. August von der Zionistischen Organisation in London gegebenen Essen, daß er zu der Mitteilung ermächtigt sei. daß England Maßnahmen zur Gründung eines jüdisch en Staates in Palästina ergreifen werde, sabald es das Mandat über Palästina erhalten habe. Der Vertreter des britischen Kriegsministeriums erklärte, er hoffe, die Zionisten werden niemals die Opfer vergessen, die England für Palästina gebracht habe. Eine Order der Englischen Regierung an die Okkupationsbehörden in Palästina. Das Kopenhagener Zonistische Bureau meldet: Infolge verschiedener Vorkommnisse in Palästina hat das Britische Auswärtige Amt ein Telegramm an die Okkupationsbehörden in Palästina gerichtet, in welchem diese an die Deklaration der Britischen Regierung vom 2. November 1917 erinnert werden und in dem sie angewiesen werden. es als Fait accompli zu betrachten, daß Palästina die nationale Heimstätte der Juden werden soll. Es wird den Behörden demgemäß dringend ans Herz gelegt, die jüdische Bevölkerung Palästinas in einer Weise zu behandeln, die mit der Entschließung der britischen Regierung, wie sie in der Regierungserklärung zum Ausdruck gelangt ist, im Einklang steht, und zwar ohne Rücksicht auf die Tatsache, daß die Juden gegenwärtig noch eine , Minorität in Palästina bilden. In einer Rede an den Vorstand der englischen Zionistenföderation bezeichnete Dr. Weizmann dieses Telegramm als den wichtigsten Schritt der britischen Regierung seit der Erklärung Balfours. Anerkennung der hebräischen Sprache in Palästina. Das Kopenhagener Zionistische Bureau erhält von der Zionistischen Palästina-Kommission folgendes Telegramm vom 24. August aus Jerusalem: Die Britischen Okkupationsbehörden erließen eine Verordnung, wodurch der Gebrauch der englichen, französischen, arabischen und hebräischen Sprache für offizielle Angelegenheiten festgesetzt wird. Die Handelskammer in Palästina. Dem Kopenhagener Zionistischen Bureau wird aus Palästina berichtet: Im Monat Mai dieses Jahres beschlossen die Okkupationsbehörden, eine Handelskammer in Palästina zu eröffnen. In das Direktorium dieser Kammer wurden 4 Juden. 2 Mohammednaer. 2 Christen und 2 Vize-Direktoren berufen. Vorsitzender der Kammer ist der militärische Befehlshaber. Von den Juden sind folgende Herren ernannt worden: Izchak Elischar, Salman Levin, Barasch und Blum, zu Vize-Direktoren wurden der Direktor der Anglo Egyptian Bank und der Direktor der Credit-Lyonnais gewählt. Vor Eröffnung der Kammer versammelten sich die jüdischen Delegierten, um über die zu stellenden nationalen Forderungen zu beraten, und es wurde beschlossen, zu fordern: a) daiß man die hebräische Sprache gleich der englischen und der arabischen Sprache anerkenne; b) daß alle offiziellen Mitteilungen der Kammer in allen drei obenerwähnten Sprachen zu erfolgen haben; c) daß man einen Sekretär ernenne, der alle drei Sprachen beherrscht oder zwei Sekretäre: einen für Englisch und Hebräisch und einen für Englisch und Arabisch; "RauThallmaler München Th&aänevtir.lQ. rp <2 yijrzoollanjQ.