Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 6 (1919)
- Issue
- 34 (22.8.1919)
- Date
- 1919-08-22
- Page
- Seite 404 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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404 Das Jüdische Echo Nr. 34 den. Daß die Juden ebenso wie wohlwollende Christen sie aufgegriffen. hat seinen guten Grund. Mit der Verbesserung ihrer sozialen Stellung und der Hebung ihres Selbstbewußtseins im Zeitalter Friedrichs des Großen wurden den Juden die gewohnten behördlichen Bezeichnungen, namentlich in Verbindungen wie „Judenknecht“, „Judenbursche“ unerträglich. David Friedländer legte bekanntlich großen Wert darauf, daß der Name Jude aus den amtlichen Bezeichnungen verschwände. Auf Hardenberg haben dahingehende Vorstellungen einen derartigen Eindruck gemacht, daß er seine Bemerkungen zu dem ihm vorgelegten Pfeiffer-Bülowschen Entwurf eines Juden- Edikts mit der Frage begann „Benennung? Juden — Mosaisten — Israeliten po.“. Es ist unbestreitbar, daß mindestens ein halbes Jahrhundert lang die Juden selbst „den sehr verächtlich gewordenen Namen Jude“ verschmähten, daß erst das Geschlecht um Zunz und Rießer ihn wieder zu Ehren brachte. So war denn eine neue Bezeichnung sehr willkommen, die den Juden als Gesamtheit ein gewisses Ansehen verleihen und die Analogie zu einer hochgeachteten Bevölkerungsgruppe schaffen konnte.“ Aus der Jüdischen Welt Dampferverbindung zwischen Amerika und Palästina. Das Kopenhagener Zionistische Bureau meldet: Laut einer Mitteilung der amerikanischen Zionistischen Organisation hat die Cunard-Linie bekannt gemacht, daß sie einen regelmäßigen Dampferverkehr zwischen Amerika und der Levante. insbesondere Ägypten und Palästina, eipzurichten beabsichtigt. Solange die unsicheren Handelsverhältnisse noch andauern, werden die Schiffe der Cunard-Linie Palästina (Jaffa) allerdings nur anlaufen, wenn sie 2000 Tonnen Fracht für Palästina mitführen. Die Cunard-Linie erklärt, daß sie den voraussichtlichen Exporteuren die günstigsten Bedingungen gewähren wird, um am Aufbau des Handels in dem neuen Lande teilzunehmen. Der Asphalt des Toten Meeres. Die Gegend des Toten Meeres ist bekanntlich reich an Asphalt, der leicht gesammelt und zum Straßenbau verwendet werden kann. Die Preise sind bedeutend niedriger als in Europa oder im nahen Orient. Unzweifelhaft wurde er seit undenklichen Zeiten für die Tempel und Paläste Assyriens und Babyloniens, sowie für die Zysternen Syriens verwendet Da die letzteren noch heute gebrauchsfähig sind, müßte der Asphalt des Toten Meeres nach Bearbeitung nach modernen Verfahren und mit modernen Alaschinen für die Herstellung von Straßen ganz besonders wertvoll sein, da sich die Wege, wie sie heute gebaut werden, unter den Einwirkungen der klimatischen Verhältnisse rasch abnutzen. Die Zionistischen Führer vor der Mandats» kommission. Wie dem „J ü d i s c h e n V o *1 k“ aus Paris telegraphiert wird, soll die Mandatskommission der Friedenskonferenz in den allernächsten Tagen über die Frage bezüglich des Mandates über Palästina beraten. Zu diesem Zwecke kehrt Professor Weizmann aus der Schweiz, Louis Brandeis aus Palästina nach Paris zurück. Auch Professor Frankfurter kommt nach Paris. Feuilleton Was in Trier, Metz und Regensburg geschah und was den Kreuzfahrern nachmals widerfuhr. (Schluß.) In Regensburg wurden sämtliche Mitglieder der Gemeinde mit Gewalt getauft. Auch die Bürger, wider die sich die Kreuzfahrer und das Landvolk zusammenrotteten, drangen in sie ein. Man führte sie in einen Fluß, machte ein Zeichen des Kreuzes über das Wasser und taufte sie alle insgemein vor dem Volke. Doch auch sie kehrten zum Herrn zurück. Sowie die Feinde Gottes abgezogen waren, taten sie wahrhafte Buße. Sie hatten nur unter mächtigem Zwange gehandelt, da sie den Feinden nicht widerstehen konnten und diese nicht einwilligten sie zu töten. Möge der. der unser Hort ist, unsere Verschuldungen verzeihen! Und es war nach diesen Dingen, als sie ihren Willen und ihr Begehr getan hatten, da wandten sich die Kreuzfahrer, den Weg ihres Irrtums nach Jeruschalaim weiterzuziehen. Die erste Schar war die des Mönches aus Frankenland. Peter von Amiens, und: bei ihm war viel reisiges Volk. Sie kamen an die Grenze des Reiches Ungarn, da sandte er Boten an den König von Ungarn und entbot ihm: „Wir wollen durch dein Land1 ziehen; den Weg des Königs wollen wir gehen, was wir trinken und essen, werden wir bezahlen.“ Da erlaubte ihnen der König, daß er und' all sein Volk das ganze Gebiet durchziehe; doch müßten sie in Frieden ziehen und seinem Volk in allen Städten keinen Schaden tun. Sie kamen so zu einer großen festen Stadt, darin viele Menschen wohnten. Sie litten aber bereits Hunger und Not, und ein wenig Brot galt schon einen Denar. Einer der Kreuzfahrer brachte ein Paar wollene Strümpfe auf den Markt, um dafür Brot einzuhandeln, da trat eineT der Städter herzu und spottete seiner. Der Satan kam zwischen sie, daß einer sich gegen den anderen erhob, ihn zu schlagen; und ein böser Geist MIHIIIIHiniflllll uuu UMUUUl 3JIüncf)ner Jleueffe JIad?nd?fen <?5röfjte,tagt.2mal erfdjeinenbe 3chung ©übunb SKittetbeutfcf)- tanb4ftauffräftiger£eferfrei$ unb über £>eutfd)tanb$(3rensen hinauf gefyenbe Verbreitung. (Sropcrfauf* mann. u. gemerbl.©teflenmarft SInerfannt fef>r erfolgreich für Sinnigen aller SIrf. Sinnigen* prete unb 3lad)taf) nach £arif, Vejugäpre.ä monatl. VW. 2.75 bei aßen beutfdt)en pojtanftatten sr dägUdjeSfuffage 2maf lßoooocIpnipfare/yberVjSJUUionXefer'T&s f