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Das jüdische Echo · 1919-08-01 · 31 (1.8.1919) · p. Seite 368

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Das jüdische Echo
Volume
6 (1919)
Issue
31 (1.8.1919)
Date
1919-08-01
Page
Seite 368 (sequence 8)
Language
German
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368 Das Jüdische Echo Nr. 31 für den Winteraufenthalt geeignet ist. suchen nach Möglichkeit den Niedergelassenen komfortable Wohnstätten zu bieten. Die Misrachi-Organisation beabsichtigt daher, auch dort den Verein „Bajit- Wegan“ zu gründen. Die Wohnviertel werden in je 300—500 Nummern eingeteilt werden. Jede Nummer enthält 2,5 Dunam Boden, wovon 25 Prozent dem Verein überlassen werden zur Errichtung von öffentlichen Anstalten, wie: Synagoge. Schulen, Gemeindehaus, öffentliche Anlagen. Brunnen usw. und nicht als Privateigentum des Mitgliedes verbleiben. (1 Dunam 900 Quadratmeter.) Der Boden wird gegen 1000 Franken kosten. Da man gerade Wohnviertel errichtet, ist die Möglichkeit vorhanden, den Boden billig zu kaufen. Auch im Auslande wohnende Juden können durch Vermittlung der Misrachi-Organisationen Mitglieder werden. 500 Franken sind sofort einzuzahlen und der Restbetrag beim Kauf des Bodens. (Gegenwärtig ist der Bodenkauf in Palästina verboten, um der Spekulation entgegenzuwirken.) Der Bau eines Hauses mit Garten wird wohl auf 10 000 Franken kommen. Sichere Angaben fehlen, da die Material- und Arbeitspreise noch nicht festzusetzen sind. Die Misrachi-Landesorganisation in Jaffa wird auf Wunsch für die im Auslande wohnenden Juden Häuser herstellen. Der nationabreligiöse Charakter wird dem Wohnviertel durch die öffentlichen Bauten aufgeprägt. Zionismus in Sibirien. Das provisorische Zentralkomitee in Sibirien, welches im Herbst 1918 gebildet wurde und in Irkutsk seinen Sitz hat, entwickelt eine sehr lebhafte Tätigkeit. Die Palästina-Woche ist in zahlreichen sibirischen Städten mit großem Erfolge organisiert worden. Kürzlich hat in Omsk eine Konferenz der sibirischen Zionisten stattgefunden, die sich zu einer gewaltigen jüdisch-nationalen Kundgebung gestaltete. Der Vertreter der englischen diplomatischen Mission bei der sibirischen Regierung begrüßte die Konferenz mit einer längeren Ansprache, in der er die Freiheitsliebe des jüdischen Volkes feierte und auf die große Zukunft des Judentums in Palästina hinwies. Alsdann begrüßte der Vertreter des tschechoslovakischen Nationalrates die Konferenz. Die sibirische Presse brachte täglich ausführliche Berichte über die Konferenz. In das Zentralkomitee sind unter anderem die bekannten sibirischen Zionisten Nowomeiski, Bärbel und Schkundin gewählt worden. Aus der Jüdischen Welt Max Nordaus 70. Geburtstag am 29. Juli bietet in erster Linie den Zionisten Anlaß zum Gedenken an den sprachgewaltigen Führer, der in erster Linie neben Theodor Herzl den Grundstein zum Wiederaufbau unseres Volkslebens legte. Das äußere Zeichen der Verehrung soll ein Werk sein, daß Nordaus Namen auf immer mit jier Neuschöpfung in Erez Israeli verbindet. Der J.N.F. wird den Boden für eine Gartensiedlung erwerben, die den Namen „Nordau-Stadt“ führen wird. Jeder, der für seinen Teil an der Ehrung des Altmeisters teilnehmen will, wird so mithelfen, daß den glücklich nach Palästina Heimgekehrten Heim und Grund bereitgestellt wird. Palästina. Das Projekt des türkischen Friedensvertrages enthält u. a. einen Abschnitt über Palästina, der 50 Paragraphen umfaßt. Nach diesem soll Palästina unter das Protektorat Großbritanniens gestellt werden, um dortseibst ein „hörne national?“ für das jüdische Volk vorzubereiten. Jeder, der zur Zeit der Unterzeichnung des Friedensvertrages in Palästina wohnt oder im Laufe der nächsten zwei Jahre dorthin einwandert und keine andere Deklaration abgeben wird, kann ein von England geschützter „palästinensischer Bürger“ werden. Die englische „protection“ gilt für den palästinensischen Bürger auch im Auslande. Ausländer — jüdische Gesellschaften ausgenommen — dürfen in Palästina nicht mehr als 20 Dunam Boden besitzen. Als Amtssprache werden die englische* hebräische und! arabische eingeführt. Die ganze Administration ruht in den Händen der englischen Regierung, welche jedoch einen großen Teil von jüdischen Beamten, die vom .Jüdischen Rat“ vorgeschlagen werden, berufen wird. Hinsichtlich der Gerichtsbarkeit sieht das Projekt eine besondere für die arabische Bevölkerung vor. von einer jüdischen wird jedoch keine Erwähnung getan. Das genannte Projekt bildet nur den Rahmen des Friedensvertrages und dürfte noch mannigfachen Abänderungen unterzogen werden. Palästina. Am 17. Juni trafen die Mitglieder der amerikanischen Sektion der internationalen Orientkommission in Jaffa ein. Die Herren, unter der Leitung der Herren King und K r i n e empfingen den provisorischen Waad der zionistischen Palästina-Kommission und zeigten deutlich ihr starkes Interesse an dem werdenden Aufbau durch eifrige Besichtigungen. Hüte (tetyet im HPeltfrieg nimmt öle ÜUhutynec fugend oud) (tim HJteöecauf&au öe$ $cte6en£ Ifjtt mtogeptfigte Stellung unter Öen (eutftffen fUujtefecten ^eitftyriften tim Bit iß nad) mit bot (ft flfeftKngtftett&ce täte* jjcfltti/ (et ttnß und norurttitoln* flen 3*ito gtiß btrfoigt Btjug*preto üiettelJÖtytlid) Hit 10.— (ßudftandel oder pop) Untnfttttoar nom Bering in ttofltn üetparft mit Porto/ in &tu!fd)land Ulf. 12.50 im 3fu*land int 13.— pro(e(findt 4 Hummern enthaltend IRt Ufo Einzelne Hunratttn Hit 1.— Öeclog Oec ^ugettO' tBündjeit/ tejjiagß*. f

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