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Das jüdische Echo · 1919-08-01 · 31 (1.8.1919) · p. Seite 369

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
6 (1919)
Issue
31 (1.8.1919)
Date
1919-08-01
Page
Seite 369 (sequence 9)
Language
German
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Nr. 31 Das Jüdische Echo 369 Poten fürchtet die Wahrheit Wie „Dos iüdisze Folk“ berichtet, wird sich die in Paris beschlossene 12-Männer-Kommission zur Untersuchung der Pogrome mit Morgenthau an der Spitze nun nach Polen begeben. Auch Vertreter der englischen Regierung werden an ihr teilnehmen. Morgenthau empfing in Paris eine zionistische und eine Presse-Vertretung, denen er seine Hoffnung aussprach, daß trotz der scharfen Angriffe der polnischen Presse die Aufgabe der Kommission, die im Mandat des Völkerbundes für den allgemeinen Völkerfrieden wirken soll erfüllt würde. Der hetzerische Ton der polnischen TagessohriftstelTer beweist nur die Berechtigung der Anschuldigungen; daran wird auch das zur Schau getragene Verständnis der Regierung Paderewskis für die Arbeiten der Kommission nichts zu ändern vermögen. oanielO'Societo man DANIEL-BUND GESELLSCHAFT FÜR ETHISCHE ERNEUERUNG DES JUDENTUMS Zur Gründung Jüdischer Kleingärten. Die Besichtigung der städtischen Familiengärten mit den reichhaltigen Obstanlagen findet an folgenden Tagen statt: Sonntag, den 3. und 10. August an der Rosenheimerstraße. Treffpunkt: Trambahnhaltestelle Rosenheimer-Orleansstraße 4 Uhr nachmittags. Sonntag, den 24. und 31. August an der Baldurstraße. Treffpunkt: Trambahnhaltest. Moosacher Friedhof. Die Familiengärten an der Westendstraße können (auch an Werktagen) nach vorheriger Anmeldung beim Schriftführer des Bundes, N. Chavkin, Bergmannstraße 7, zu jeder Zeit besichtigt werden. DÜ e V o r s t a n d s c h a 11 des Daniel-Bundes Vorsitzender: Hofrat Dr. med. Adolf Theilhaber. Gemeindenu. Vereins-Echo (Unser« L«ser sind zur Einsendung von Mitteilungen aus Qe* melnden und Vereinen und von Personalnaohrlohten, dis in diesen Spalten gerne Aufnahme finden, höfllohst eingeladen.) München. Das Büro für Kriegsstatistik, Herzog Maxstraße 5R, ersucht um gefl. rascheste Zurücksendung der noch ausstehenden Fragebogen. Die Zeitströmung gebietet, allen Angriffen gewachsen zu sein. Deshalb soll vor allen Dingen möglichst umfangreiches und unangreifbares Tatsachenmaterial gesammelt werden. Wer noch keinen Bogen hat. möge ihn dort verlangen oder gleich daselbst ausfüllen. Junge Leute, die sich an der Erhebung persönlich beteiligen wollen, werden gebeten, sich am Mittwoch, 6. August, 6.30 Uhr nachmittags im Büro einzufinden. München. Jüd. Wanderbund „Blau- W eiß“. Montag, 4. August, nachmittags 2 Uhr im Blau-Weiß-Heim (Baverstr. 67/69) Besprechung der Fahrt zum Bundestag. Alle, die zum Bundestag fahren wollen, sind verpflichtet, zu kommen. Nachmeldungen bleiben unberücksichtigt. Nürnberg. Jüd. Turn - und Sportverein. Die außerordentlichen Mitgliederversammlungen am 10. und 21. Juli haben eine Änderung in der Zusammensetzung der Vorstandschaft ergeben, indem die Herren Rechtspraktikant Thalmann, Steinberg und Sieradski für turn- und sporttechnische Ressort zugewählt wurden. — Der Turnbetrieb der Männerriege wurde mit 30. Juli wieder wieder in die Turnhalle des Männerturnvereins Landgrabenstraße verlegt und wird der geräumige und erstklassig ausgerüstete Turnboden sicherlich einen Aufschwung des Turnbetriebes mit sich bringen. Infolge der erhöhten Ausgaben wurde mit Wirkung ab 1. Juli 1919 auch die Erhöhung der Mitgliedsbeiträge von M. 12.— auf M. 18.—■ für ordentliche Mitglieder und von M. 6.— auf M. 12.— für außerordentliche Mitglieder beschlossen. T u r n f a h r t: Sonntag, 3. August. Treffpunkt 5.30 Uhr am Westeingang Hauptbahnhof. Abfahrt 6.35 Uhr nach Rupprechtstegen. Wanderung nach Hartenstein, Rinnebrunn. Velden. Stuttgart. Im Vereinslokal der „Hatchija“ sprach Herr B r o s e r an zwei Abenden über den hebräischen Dichter Tschernichowski. Er zeigte an vielen Gedichten die Stellung des Dichters zur Welt und zum Judentum. Er betonte besonders, daß Tschernichowski sich stark an die altgriechische Literatur anlehne und' so eigentlich als ein Pol in der neuhebräischen Literatur aufzufassen sei. In der folgenden Aussprache wurden andere Auffassungen laut, die im Dichter doch in stärkerem Maße die jüdische Seite sahen und die Herr Broser doch zu sehr zurückgestellt hatte. In dem Schlußwort verteidigte Herr Broser seine Stellungnahme. indem er auch insbesondere auf die uns in den Gedichten Tscbernichowskis entgegentretende pantheistische Weltanschauung und1 ihren Widerspruch zum jüdischen Gottesbegriff, aber auch auf die Liebe des Dichters zur griechischen Vorstellungswelt hinwies. — Die Vorträge sind als Anfang eines Cyklus über die neuhebräische Literatur gedacht. Mit Tschernichowski wurde begonnen, weil Herr Broser in ihm sozusagen den unjüdischen Pol in der neuen hebräischen Literatur sieht und von ihm aus zu den „jüdischen“ Dichtern übergehen wird. Die nächste Veranstaltung bildet ein Vortrag über Bialik. Hebräisches Seminar Berlin. Das Hebräische Sekretariat, Berlin, Sächsische Straße 8. plant für Oktober und November dieses Jahres die Eröffnung eines Hebräischen Seminars in Berlin, dessen Zweck sein soll, hebräische Sprachlehrer für Deutschland und Palästina heranzubilden, sowie Philologen, Juristen. Ärzten. Kaufleuten usw., die ihren Beruf in Palästina hebräisch ausüben wollen, Gelegenheit zu gründlicher Vorbereitung zu geben. Der Unterricht wird täglich 2—3 Stunden in Anspruch nehmen und mehrstündige häusliche Arbeit erfordern. Die Ausbildung wird etwa andbrthalb Jahre dauern und1 von theoretisch^wissenschaftlichen wie praktischen Gesichtspunkten geleitet werden. Das Schulgeld beträgt 50 Mark pro Monat. Vorausgesetzt wird die Fähigkeit, einen leichten Bibeltext ohne Vorbereitung übersetzen zu können, sowie Kenntnisse der Grundzüge der hebräischen Grammatik. Alle Anfragen. Zuschriften usw. sind zu richten an das Hebräische Sekretariat der Zionistischen Vereinigung für Deutschland, Berlin W 15. Sächsische Straße 8. Kauft bei ben Inferenten bes „Jöb. €djos"

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