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Das jüdische Echo · 1919-07-11 · 28 (11.7.1919) · p. Seite 330

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
6 (1919)
Issue
28 (11.7.1919)
Date
1919-07-11
Page
Seite 330 (sequence 6)
Language
German
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330 Das Jüdische Echo Nr. 28 Es ist bei aller Objektivierung ein persönliches, kein „sachliches“ Buch. Persönlich, allzu persönlich ist die glanzvolle, nicht selten zu hinreißendem Schwung gesteigerte Diktion. Es ist ein Buch, das hoch über den glatten Meeresspiegel unserer zionistischen Tagesliteratur hinausragt und das wir jedem Zionisten und jedem denkenden Juden in die Hand drücken möchten. —g. Heimarbeit und Handarbeit in Palästina. Es gibt eine Anzahl von Berufen, für die bei den Juden besondere Eignung besteht oder erzielt werden kann. Diese können, wenn sie in Palästina, dem Land der großen Entwicklungsmöglichkeiten. mit Erfolg eingeführt werden, auch zu Hause, als Heimarbeit und von Frau und Kindern in der Zeit ausgeführt werden, die ihnen die Landwirtschaft oder ihr sonstiger Beruf dazu läßt! Korbflechterei. Erzeugung von Uhren, optischen Gegenständen, Goldarbeiterwaren, Schildkrotwaren. Perlmutterwaren, Raucherwaren. Bürsten, Puppen, Spielwaren. Drechslerwaren. Litzen und Posamentierwaren und andere Handarbeiten. Die Entwicklung dieser Heimarbeit zu einem einträglichen Erwerbszweig, wie wir dies in der Schweiz, in Vorarlberg und andernorts finden, ist nur eine Frage der Erschließung großer Absatzquellen. wenn wir Arbeiter finden, die saubere, sorgfältige und genaue Arbeit leisten. Dies ist aber bei unseren palästinensischen Arbeitern gewiß zu erwarten, wie wir dies auch bei den von der Kunstgewerbeschule „Bezahl!“ ein geführten kunstgewerblichen Arbeiten gesehen haben, die palästinensischer Arbeit in Fachkreisen einen guten Namen gemacht haben. Natürlich wird die Heimarbeit bei uns niemals jene krassen Formen unsozialer Arbeitsweise annehmen dürfen, die allen hygienischen Anforderungen zuwiderläuft und in New York und Nordböhmen besonders traurige Auswüchse gezeitigt hat. In gesunden, luftigen Räumen, aber, stets in Verbindung mit Landwirtschaft oder Gartenkultur. wird eine Beschäftigung im Hause möglich sein, in der es der Arbeitende nach und nach zu großer Fertigkeit bringen könnte. Alle diese Berufe sind solche, bei denen Geschicklichkeit und Ausdauer die Konkurrenzfähigkeit bestimmen, da diese Artikel maschinell nicht in derselben Qualität hergestellt werden können, wie manuell. Bei entsprechender Geschicklichkeit des Arbeiters eröffnen sich hier auch für ihn reiche Verdienstmöglichkeiten. Diejenigen, die selbst in den vorgenannten Berufen als Organisatoren oder Arbeiter in Palästina tätig sein wollen, mögen nähere Angaben über ihre spezielle Eignung für diesen Beruf, ihre etwaigen Erfahrungen in demselben und ihre bisherige Tätigkeit dem Wiener Palästina-Amt (Handels- und Industriereferat). II., Zirkusgasse 33, bekannt geben, um ihnen im gegebenen Momente Mitteilungen über die palästinensischen Rohstoff¬ und Produktionsverhältnisse ihrer Branche sowie sonstigen Ansiedlungmöglichkeiten machen zu können. Brandeis nach Palästina abgereist. Aus Paris wird uns berichtet: Oberrichter Louis B r a n d e i s konferierte mit bedeutenden Staatsmännern der Entente, besonders mit Wjilson in Sachen des Zionismus und der Pogrome. Dienstag, den 24. v. Mts. verließ er Paris, um seine Reise nach Palästina anzutreten. Nach vier Wochen Aufenthalt kehrt Brandeis nach Paris zurück, wo er dann eine längere Zeit bleiben wird, die er der Fertigstellung eines konkreten Planes für den Aufbau eines jüdischen Palästina widmen will. Die Judenfrage in der polnischen Konstitutionskommission. Warschau, 1. Juli. Auf der Tagesordnung der letzten Sitzung der Konstitutionskommission des polnischen Landtages stand unter anderem auch die Frage der religiösen Freiheit und des Verhältnisses des Staates zu den verschiedenen Konfessionen. Abgeord. Grünbaum, als das einzige jüdische Mitglied dieser Kommission, brachte nach vorherigem Einvernehmen mit den übrigen jüdischen Abgeordneten verschiedene Abänderungs-, beziehungsweise Ergänzungsvorschläge ein, die die gesetzliche Gewährleistung der vollständigen Gleichberechtigung und Achtung der Religion und Überzeugung der Juden bezweckten. Trotz der genügenden Motivierung wurden jedoch sämtliche jüdischen Anträge abgelehnt. Charakteristisch ist, daß für manchen dieser Anträge der konservative Abgeordnete Halban gestimmt hat, während der Vertreter der polnischen Sozialisten dagegen stimmte. Ein irreführender Bericht des amerikanischen Gesandten in Warschau. Dem Jüdischen Preßbureau in Stockholm wird aus Paris telegraphiert: Den polnischen Politikern, welche die größten Anstrengungen machen, um die Judenpogrome als einen Kampf gegen den Bolschewismus erscheinen 3Jtündjner Jleucffc Jladjndjfen @röf?te,tägf.2mal erfcpeinenbe 3ßttung ©üb* unb aftittelbeutfd)* ' J.ffc - lanb$.tfauffräftiger£eferfrei$ unb über ©eutfthlaBbtfGhenjen hinauf gepenbe Verbreitung. ©rofiertouf* männ. u. gemerbf.6feflenmarft SInerfannf fepr erfolgreich für Slnjeigen aller 21rf. Sinnigen* prei$ unb 9la<hlajj nach Serif. Ve&ug$prei$ monatt. VW. 2.50 bei allen beutfepen jpoffanftalten SagtidjeSCuftage 2ma( löooooßgempfare/Über ‘/2 3Jltttion£.efer

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