Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 6 (1919)
- Issue
- 27 (4.7.1919)
- Date
- 1919-07-04
- Page
- Seite 318 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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318 Das Jüdische Echo Nr. 2 7 endlichen Siege zu verhelfen, gewann er Zutritt Mit Herzl beginnt für uns Juden eine neue Ära. zu Fürsten und Königen und appellierte als des An seine Wirksamkeit knüpft sich eine durchgreijüdischen Volkes Vertreter von Gottes Gnaden fende Wandlung im Charakter des jüdischen Volan das Gewissen der Herrscher und der Nationen, kes. Wer könnte sich der ans wunderbare grenforderte er im Namen der Gerechtigkeit und der zenden Tatsache verschließen, daß das jüdische Menschlichkeit für das Juden v o 1 k das Juden- Volk, das vor Herzl deutliche Zeichen fortschreiland. Er sprach nicht nur im Namen der Menschtender Verkümmerung, im Osten zumindest Merklichkeit wie andere Politiker vor ihm und nach male von Stagnation aufwies, mit seinem Aufihm, sondern er war, vom Scheitel bis zur Sohle treten unerwartet aus der absteigenden Kurve ein sakraler Politiker, von ihr durchdrungen. Und wieder in eine aufsteigende überging, daß die deerreichte er auch nicht die Verwirklichung seines generativen Mächte plötzlich neuen regenerativen Sinnens und Sehnens. so hatte er doch nicht zu Kräften das Feld räumen mußten. An die Stelle tauben Ohren gesprochen; es blieb eine Saat zuverhallender Zionsklage aber trat unbändiger rück, die einst — er ahnte nicht, wie bald — gar Zions w i 11 e. herrlich aufgehen sollte. Nach Herzl gab es kei- Mit Herzl setzte die Teschuba des jüdischen nen Herzl mehr. So begann denn eine Zeit, wo Volkes ein, die innere Umkehr, der Trieb zur die diplomatischen Schritte Herzls zur Wieder- Selbstbejahung. Halb hoffend1, halb zagend quillt gewinnung Palästinas auch im Kreise der Zioes noch immer von den Beterlippen: „Und es nisten geteilte Beurteilung fanden, wo die Realkommt ein Erlöser für Zion!“ Wache auf Synapolitik“ der allmählichen tatsächlichen Besiedegoge, ermuntere dich Beth hammidrasch. die Erlung Palästinas im Brennpunkte des zionistischen lösung ist am Werke! Schon ziehen zukunftsfrohe Interesses stand1, — bis der Weltkrieg kam und junge Juden durch die Lande und melden es vorher ungeahnte, von Herzl selbst schwerlich denen, die es gern, und denen, die es ungern vergeahnte politische und diplomatische Möglichkeinehmen: „Auch uns gehört die Erde!“ ten auch den blödesten Augen erschloß; Mög- Sehet, die Nacht des Golus sinkt in ihr wesenlichkeiten, deren Zusammenhänge mit dem einstiloses Nichts zurück, die Zinnen Jerusalems funkeln gen diplomatischen Werben Herzlis sich unschwer im Schein des Morgens und das verjüngte Volk aufzeigen lassen. Die jüdische Delegation, die vor der Juden flutet in seine alte Heimat zurück, der Pariser Friedensdelegation die Zionsforderung Theodor Herzl! wie könnten wir dich als Toten des jüdischen Volkes erfolgreich vertrat sie war beklagen, da wir den Hauch1 deines Geistes wie letzten Endes nur das Sprachrohr Herzls; der greifbar um uns verspüren, da dein stolzer Wille Geist Herzls war es, der vor dem Forum der Weltungebrochen in uns lebt, da dein Werk sich der mächte unserem Volke die Heimat zurückge- Vollendung nähert. Nicht in Trauer gedenken wann. wir deiner und nicht in Tränen, nein in überquelff HJfe Gtetycc v [ im HJdtfcicg ] nimmt die Hlündjner fiugtnö auefj (eint HJieÖccauffrau dt# $zitötn$ Üjte ausgeprägte Stellung unter 6en äeutfdjen iflufhierten 3eftfi$tiften ein. die iß naefj mie üo« öit fiie6Ung$ltftött tfneö Jeflctt/ äec etnß und üerurteUsioS fcn |eit^ geiß öecftlft Öejugsnteis öfetteijÄytIty Hit 1#.— (Öurf^ande! tJtt Jtoß) ltnmitteiäac öam Öerfag in Hollen öerpadt mit porto, in deuißfßanä tttf. 12.50 im 3fu*(snd Hit 13.— Ptafteäänäe 4 flummei« eniftaltenä mt 1.50 einzelne Hummern Hltl.— 1 Oetlng öec ,%ugtnö' i l iKfin^tn, 1 ttßingße. 1 mm lender Liebe und Dankbarkeit! Und was wir einst Zion gelobten, das gilt auch dir* „Dorren möge unsere Rechte, wenn wir dein nicht mehr gedächten. deiner je vergäßen, Theodor Herzl!“ Die Zionisten bei den Friedens» Verhandlungen mit der Türkei. Genf, 28. Juni. Schweizer Blätter berichten: Bei den Verhandlungen der Entente mit der türkischen Friedensdelegation, die dieser Tage beginnen werden, sollen auch Vertreter jener Staaten eingeladen werden, die auf dem Boden des früheren türkischen Imperiums bereits entstanden sind oder erst entstehen sollen. Es werden bei diesen Verhandlungen nicht nur der König von Hedschas, sondern auch — wie Schweizer Blätter melden — die Vorsteher Armeniens, Syriens und Palästinas — letzteres durch die zionistische Organisation — vertreten sein. Als die jüdischen Vertreter werden wahrscheinlich Sokolow und Weizmann fungieren. Möglicherweise werden auch Vorsteher der palästinensischen Judenheit zugezogen werden. Englands Eintreten für das jüdische Volk. Das Bureau der „Zionistischen Organisation“ in London veröffentlicht eine Broschüre „Erklärungen der Sympathie mit den zionistischen Bestrebungen“. Dieselbe enthält die Namen aller Mitglieder des Ministeriums, des Parlaments und anderer hervorragender Persönlichkeiten, die sich durch Unterzeichnung der nachstehenden Erklärung für den Zionismus ausgesprochen haben. Die Erklärung hat folgenden Wortlaut: „Unter allen nationalen Forderungen, die befriedigt werden müssen, wenn die Welt einen dauernden Frieden