Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 6 (1919)
- Issue
- 15 (11.4.1919)
- Date
- 1919-04-11
- Page
- Seite 191 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 15 Das Jüdische Echo 191 Wir bringen hier den Kopf der offiziellen hebräischen Zeitung, die von der englischen Besatzungs-Behörde in Jerusalem herausgegeben wird. Thursday, 27 Pebruary 1919. ,rö fvSj! 'Ü HIV icrjnn ■« *nj? *rcn er won nv hzz tinS kev pxno rroznn rbvtyi pjnjw hv rmyn nxym Wen rvjiüh tpn .«w »«an . rremw ywn pjo 6.H.Q. PALEST1NE D'nxo onpru \jtf : ppSn Tna $£!ic ‘Hglistitt* pKnD mann sie zum Bettelstab greifen müssen. — Hierauf erklärten die Herren Lewin-Epstein und Bianchini, daß noch an diesem Tage die gewünschte Konferenz abgehalten und deren Resultat bekannt gegeben werde. Von den zahlreichen Industrie- und Handelsunternehmungen, die hier projektiert werden, beschäftigt uns gegenwärtig am meisten das Projekt der Gründung von großen Druckereien in Jaffa und Jerusalem. Der frühere Administrator des zionistischen Organs „Raswjet“ in Rußland. Herr Salzmann, der vor kurzem nach Palästina gekommen ist, beabsichtigt im Aufträge einer Gruppe von russischen Juden, die für diesen Zweck vier bis fünf Millionen Franks bereitstellen wollen, in Palästina eine groß angelegte Druckerei und Lithographie-Anstalt zu errichten. Das Unternehmen soll hauptsächlich Arbeiten für das Ausland übernehmen. Ein ähnliches Unternehmen plant der bekannte hebräische Mäcen Herr A. Stybel aus Moskau, der dem zur Zeit in Palästina weilenden Herrn Isaac Goldberg bereits Vollmachten erteilt hat, die Errichtung des Unternehmens in die Wege zu leiten. Sollte es gelingen, die erforderlichen Maschinen und Materialien ehestens in das Land hereinzubekommen, so wird hierdurch, wie es heißt, Arbeitsgelegenheit für viele Hunderte von Juden geschaffen werden. Bildung einer großen sozialistischen Partei in Palästina. In Petachtikwah fand eine Arbeiterkonferenz statt, bei der alle ländlichen und städtischen Organisationen, sowie die amerikanischen Legionäre vertreten waren. Anwesend waren 61 Delegierte. Es wurde der Beschluß gefaßt, eine Vereinigung der jüdischen Arbeiterschaft auf sozialistischer und zionistischer Basis herbeizuführen. Die Partei wird die frühere Poalezionpartei ersetzen und dem Poalezion-Weltverband beitreten, zusammen mit dem Poalezion. dem Zeire Zion, dem jüdischen nationalen Arbeiterrat von England und dem jüdischen Arbeiterkongreß für Palästina in Newyork für die Verwirklichung der zionistischen, sozialistischen Grundsätze arbeiten. Wegen des in Palästina herrschenden Mangels an Arbeitern wurde beschlossen, daß die Legionäre im Lande bleiben sollen. Die Konferenz erklärte sich als jüdische konstituierende Versammlung Palästinas und damit als ersten Schritt zur Verwirklichung der jüdischen Selbstregierung. Sie forderten volle nationale und bürgerliche Gleichberechtigung der Juden in allen Ländern, ferner die international garantierte jüdische Freistatt in Palästina, bis die Juden die Majorität im Lande haben würden, als unter der Sachwalterschaft des Völkerbundes stehend, endlich die internationale Anerkennung des Rechtes der Juden zum Zusammenschluß, um eine juristische und1 politische Einheit zu bilden zwecks Errichtung des nationalen Heimes in Palästina und zwecks Verteidigung der jüdischen Interessen. Der zionistische Parteitag in Deutschösterreich. Der außerordentliche zionistische Delegiertentag für Deutschösterreich, der zur Beschlußfassung über das neue Organisationsstatut einberufen worden war, hat unter Beteiligung von 150 Delegierten aus Wien und der Provinz stattgefunden. Bei der zu lösenden Organisationsfrage stand als wichtigster Punkt im Vordergrund die Frage der Zusammenlegung der zionistischen und der politischen Organisationen. Obwohl die Überzeugung von der Notwendigkeit dieser Maßregel allgemein zum Ausdruck kam, wurden doch Bedenken dagegen geltend gemacht, die Fusion zu beschließen, bevor sie in den Vereinen und Bezirksgruppen vorbereitet worden ist. Es wurde daher nach längerer Debatte ein Kompromiß zustandegebracht, auf Grund dessen der Parteitag nachstehende Resolutionen annahm: I. Der außerordentliche Parteitag beschließt, das gesamte Gebiet der Gegenwartsarbeit, ins-