Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 6 (1919)
- Issue
- 15 (11.4.1919)
- Date
- 1919-04-11
- Page
- Seite 192 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/9072829-9102975-9139992--02754-9075574- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
192 Das Jüdische Echt Nr. 15 besondere die Politik, in den Tätigkeitsbereich des zionistischen Landesverbandes aufzunehmen. II. Mit Rücksicht auf diese Umstände beauftragt der außerordentliche Parteitag die zionistischen Vorstandsmitglieder des Jüdischen Nationalvereines, in demselben die unverzügliche Fussionierung mit der zionistischen Ortsgruppe zu betreiben. Das Statut selbst wird auf Grund der vorbereitenden Arbeiten des neugewählten Landeskomitees erst vom ordentlichen Parteitag angenommen werden. Dr Verlauf der Tagung war folgender: Der Vorsitzende des abtretenden Landeskomitees Adolf Böhm eröffnete mit einer längeren, die Situation im Zionismus darstellenden Ansprache, worauf ein Präsidium, bestehend aus Adolf Stand als Vorsitzenden, Markus als Stellvertreter, Ingenieur Berger (Innsbruck), Weiner, Groß und Dr. Sonnenschein als Schriftführer gewählt wurde. Das Referat über das Organisationsstatut erstattete Ludwig Bato. worauf in der Debatte Torczyner und Abgeordneter Stricker sprachen und sodann Generalredner gewählt wurden. Nach Abschluß der Generaldebatte (Dr. Tartakower. Dr. Tisch. Margulies pro, Kiewe und Dr. Plaschkes kontra) schlägt zu Beginn der Nachmittagsitzung Dr. Tisch den oben angeführten Kompromißantrag vor. Als zweiter Punkt der Tagesordnung wird das Referat über die innerpolitische Lage von Abgeordneten Stricker entgegengenommen. An das umfassende Referat schließt eine Diskussion, in der sachliche Fragen, insbesondere von Dr. Tosch und Dr. Kadisch erörtert werden. Hierauf werden in später Abendstunde die Wahlen auf Grund des Vorschlages des Permanenzausschusses angenommen. Es wird folgendes Landeskomitee gewählt: Abg. Stricker (Vorsitz und Politik), Dr. Isidor Schallt (Vizepräsident), Dr. Emil Stein (2. Vizepräsident, Palästinaamt und Nationalfonds), Dozent Dr. Torczyner (Kultur). Dr. Tartakower (hebräische Sprache), Dr. Siegfried Bernfeld (Jugenderziehung), Heinrich Margulies (Jugendbewegung), Böhm (Wirtschaft), Anita Müller und Frau Dr. Sirkes (für die Frauen), Jakob Weiner (für die Studentenschaft). Dr. Tisch (Sekretariat), ferner Adolf Stand, Ludwig Bato, Dr. Jakob Ehrlich, Löbl Taubes. Auf Grund des Budgetreferates Dr. Prägers wird das Landeskomitee beauftragt, dem ordentlichen Parteitag eine genaues Elaborat auf Grund von Verhandlungen mit den einzelnen Gruppen vorzulegen. Hierauf wird die Tagung geschlossen. Aus der jüdischen Welt Der kanadisch-iüdische Kongreß gegen ein Einwanderungsverbot. Wie das Stockholmer Jüdische Preßbureau erfährt, hat der jüdische Kongreß in Kanada, der in Montreal vom 16.—18. März stattgefunden hat, eine Resolution gefaßt, in der gegen das in Kanada geplante Einwanderungsverbot Protest erhoben wird und das Prinzip der offenen Tür gefordert wird. Verbot des hebräischen Sprachunterrichtes in Lodz. Entgegen den „Provisorischen Verordnungen“ des polnischen Ministeriums für Kultus und Bildung, wonach die Einführung der hebräischen Sprache als obligaten Gegenstand in den jüdischen öffentlichen Schulen angeordnet wurde, verfügte der Lodzer Schulrat die Einstellung des Unterrichtes der hebräischen Sprache in den jüdischen Volksschulen mit Beginn des neuen Schuljahres. Diese Verfügung hat begreiflicherweise in allen jüdischen Kreisen in Lodz eine Aufregung hervorgerufen, denn abgesehen davon, daß sie die Entlassung sämtlicher hebräischer Lehrer in den 40 jüdischen Volksschulen zur Folge haben würde, hat sie auch eine prinzipielle Bedeutung für das jüdische Schulwesen überhaupt. CtenMiiMtanu-Varalns-Echo (Unter» L«aer tlstf tar Elneentsng von llttollangen an« Bomeinten und Vereleen ood vea Pereenalneebriebten, dl« In dieeen Statten ferne Aofnebae Anden, hJMIetat eingeladen.) Stellenbesetzung. Man schreibt uns: Es ist sehr bedauerlich, daß die Gemeinden bei der Besetzung ihrer Beamtenstellen nicht mehr Rücksicht auf die durch den Krieg stellungslos gewordenen Lehrer und Kantoren nehmen. Der Hilfsausschuß des Lehrerverbandes hat einen Stellennachweis errichtet, aber nur wenige Gemeinden maehen davon Gebrauch. Von den bei dem Leiter des Stellennachweises, Prediger Falkenstein. Landeshut in Schles., angemeldeten 50 Herren konnten bisher nur 8 untergebracht werden. Viele Stellungslose leiden schwere Not oder sind gezwungen als Grenzschutz zu dienen. Es sollte daher eine Ehrenpflicht der Gemeinden sein, solche Herren anzustellen, die für das Vaterland und das Wohlergehen ihrer Familien ihr Leben eingesetzt haben oder die durch die politische Lage der Gegenwart gezwungen sind, ihre bisherige Stelle verlassen zu müssen. HEhe biötjcr im tDeftfrieg nimmt Ölt Hlfindfnet fugend ourf) 6dm HJißdecauf&nu 6z$ #cteöen$ (fytc ausgeprägte Stellung unter den deutfdjen ffluftrferten 3eitföriften ein. 4fe ff) nad) toie bot die Ulic<ngdeftäze rine* Jetfett/ der ernf) und borurteildlod den 3eit* ge ff) ücrfolgt fcejugdptcid biertelfäfjrlidy Ulf. 7.50 (ßud$andel oder poß) Unraitteldor bom Hering in Hollen berparft mit Porto/ in HeutfAland mt fo.w fm Ausland IHf. lo.fo Proftc&ände 4 Hummern enthaltend fttf. 1.50 Einzelne Hummern HTf. «.70 bering öer /Jugenö' itlundjen, £effiufif)r. 1