Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 6 (1919)
- Issue
- 13 (28.3.1919)
- Date
- 1919-03-28
- Page
- Seite 167 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 13 Das Jüdische Echo 167 Bei den letzten Wahlen zum polnischen konstituierenden Landtag vereinigten die zionistischen Listenführer in ganz Polen eine Viertelmillion Stimmen auf sich. Davon entfallen auf West-Galizien 60 000 Stimmen. Die jüdische Volkspartei erhielt im ganzen kaum 50 000 Stimmen, davon 28 000 Stimmen in Warschau. Tschecho-SIowakischer Staat. Zionistisches Zentralkomitee für den tschechoslowakischen Staat. Das zionistische Zentralkomitee im tschechoslowakischen Staat, welches provisorisch bis zur Einberufung des nächsten Parteitages nominiert wurde, besteht aus nachstehenden Herren: Präsident: Dr. Ludwig Singer, geschäftsführender Obmann-Stellivertreter; Emil Thein, 2. Obmann; Jos. Frey, Mähr.-Ostrau, Schriftführer; Norbert Adler, Kassier; Rudolf Wodihka, Nationalfond-Kommissär: Victor Kohn, Palästina-Referent; Ing. Paul Grünberg. Ferner den Herren: Prof. Dr. Alfred Engel, Dr. Siegm. Werner, Iglau, Gustav Finzi, Troppau, Rabbiner Dr. Goldschmid, Proßnitz, IUC. Paul März, Ung.- Hradisch, Dr. Josef Ruf eisen, Mähr.-Ostrau, Dr. Hugo Herrmann, Mähr.-Ostrau. Schweiz. Auf Anregung der Wiener „Vereinigung Jüdischer Forscher. Schriftsteller und Künstler.. Haruach“ wurde am 10. März in Zürich eine Gesellschaft gleichen Namens gegründet, die damit dartun will, daß sie die von Wien aus propagierten Grundsätze zur Organisierung der jüdischen Geistesarbeiter auf einer allen gemeinsamen Plattform als richtige ^erkennt und in demselben Sinne zu wirken gewillt ist. Ohne die idealen Triebkräfte, welche die jüdische Bewegung bedarf, im geringsten zu verkennen, ist auch die Züricher an Zahl der Leistungsfähigkeit nicht zu unterschätzende Kolonie jüdischer Schriftsteller und Künstler davon überzeugt, daß ein geistiges Schaffen nicht ohne Erfüllung bestimmter wirtschaftlicher Vorbedingungen, an denen es bei den heutigen Verhältnissen im jüdischen Kulturleben vielfach noch fehlt, überhaupt möglich ist. Fast alle in Betracht kommenden Züricher Persönlichkeiten, an die bisher herangetreten wurde, haben sich der neuen Haruach-Gruppe angeschlossen. Dieser Erfolg stellte sich gleich anfangs umso leichter ein, als die Haruach-Vereinigungen nicht mehr, aber auch nicht weniger verlangen, als daß sich ihre Mitglieder zum jüdischen Volkstum bekennen, somit jedermann im Rahmen der Organisation die Freiheit seiner Überzeugungen verbürgen. An der Spitze der Züricher Vereinigung steht Redakteur Dr. B. D. Steinberg; dem Vorstand gehören ferner an Dr. medL Rafael Bech, Prof. Henryk Glycenstein, Maler Gregoire Rabinowitz, Dozent J. Sonne, Maler W. Weintraub, Dr. Augusta Weldler- Steinberg, Schriftsteller Meir Wiener und als Berater in Rechtsangelegenheiten Dr. G. Steinmarder. Der Vorstand wird sofort seine Tätigkeit aufnehmen, um namentlich dem unter einem Teil der bildenden Künstler herrschenden Notstand zu steuern und um in engem Zusammenwirken mit der Wiener Organisation nach dem Grundsätze der Selbsthilfe an der Besserung der. wirtschaftlichen Lage der geistigen Berufsstände im Judentum mitzuhelfen. Die Adresse der Züricher Vereinigung lautet: Haruäch im jüdischen Heim, Zürich, Talacker 80. Amerika. Erziehungsarbeit der Zionistischen Organisation. Die Föderation der amerikanischen Zionisten hat ein Erziehungsamt eingerichtet, das sich ein großzügiges Arbeitsprogramm gestellt hat Folgende Arbeiten sollen durch dieses Arbeitsamt erledigt werden: 1. Die Herausgabe der Zeitschriften „the Maecabean“, „das Jidische Volk“, „the Young Judeaan“, „the Judea Leader“ und eine Reihe englischer und jüdischer Bücher und Broschüren. 2. Der Ausbau der Kurse für jüdische Jugenderziehung. 3. Die Ausbildung von zionistischen Lehrern, Gruppenleitern Rednern und Organisatoren. 4. Propaganda der akademischen Jugend. 5. Einrichtung von Kursen und schriftlichen Auskünften für erwachsene Zionisten. 6. Einrichtung hebräischer Sprachkurse. Herausgabe der hebräischen Zeitschrift „Hatoren“, hebräischer Lehrbücher und Propaganda für die hebräische Sprache und Einrichtung hebräischer Schulen in Zusammenarbeit mit anderen jüdischen Erziehungsorganisationen. Gemalndinu. Vereins-Echo (Unssrs Lsssr «lud zur Einsendung von ■ 111011 u n g n au« Gemeinden und Vereinen und von Pereonalnaehrlohten.dle In diesen 8palten gerne Aufnahme Anden, höfllohat «Ingeladen.) Nürnberg. Der Krieg ist zu Ende, aber noch immer fordert er Opfer von uns. Im Februar verschied an Gelenk-Rheumatismus, den er sich im Felde zugezogen hatte, unser junger Gesinnungsgenosse Justin Bonne. Trotzdem er durch seine Einberufung noch keine Gelegenheit hatte, an unserer praktischen Arbeit teilzunehmen, berechtigte er zu den größten Hoffnungen. Allein, ohne die Stütze einer Jugend-Gemeinschaft, hatte er sich zum Zionismus durchgerungen, den er in der harmonischsten Weise mit der Treue zum traditionellen Judentum zu vereinen wußte. In stiller aber tiefer Begeisterung war er dem Zionismus ergeben. Seine Liebe zum jüdischen Volk ließ ihn während des Krieges den Weg zum Herzen unserer östlichen Brüder finden. Der Beschluß, sein Leben in Palästina aufzubauen, stand bei ihm fest. Wir gedenken seiner in tiefer Trauer. Die zionistische Ortsgruppe Nürnberg-Fürth. Verein Bne Jehuda München. Samstag, den 29. März, 8 Uhr abends, im Vereinslokal, Burgstraße 3/II, wird Leser Schindler über „Morris Wintschewski“ sprechen. Frl. Hecht wird aus Wintschewskis Werken vorlesen. — Die Bibliothek des Vereins ist jeden Montag von 7—8 Uhr abends Und jeden Sonntag von halb 11 Uhr bis halb 12 Uhr vormittags geöffnet. Neuaufnahme von Mitgliedern findet zur gleichen Zeit statt. Poale Zion-Gruppe München. Montag, den 31. März, 8 Uhr abends, im Vereinslokal des Bne Jehuda, Burgstraße 3, Vortrag des Herrn cand. jur. Josef Gittler, Warschau, über die Wirkung der deutschen November-Revolution auf die politischen Ereignisse in Polen. Freier Eintritt. Gäste willkommen. Jüdischer Wanderbund Nürnberg. Sonntag, den 30. März 1919. Buben: Tagesfahrt: 9 Uhr Linie 2— Großreuth Kaserne—Weinzierlein—Fürth; Nachmittagsfahrt: 1.45 Uhr Bahnhof—Westhalle— Schwabach—Wendelstein. Mädels: 2 Uhr Linie 8 Mögeldorf—ins Blaue. — Heimabende: 1. Zug Mittwoch halb 8 Uhr, 2. Zug Dienstag halb 8 Uhr; Mädeks: Mittwoch 5 Uhr.