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Das jüdische Echo · 1919-03-21 · 12 (21.3.1919) · p. Seite 162

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
6 (1919)
Issue
12 (21.3.1919)
Date
1919-03-21
Page
Seite 162 (sequence 4)
Language
German
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152 Das Jüdische Echo Nr. 12 Die Londoner Zionistenkonferenz. Nach’ Weizmanns Bericht in der historischen Mittwoch-Sitzung referierte abends Farbstein für die Immigrations-Kommission. Am Donnerstag wurde die Aussprache darüber fortgesetzt und alle von ihm vorgeschlagenen Resolutionen über die Regelung der Auswanderung und die Errichtung der Auswanderungsämter angenommen. Es wurde beschlossen das Immigrationszentrum nach London zu legen und ein zweites Zentrum in ein neutrales Land. Am Donnerstag nachmittag berichtete Eisenberg, Rechoboth, über den Stand der jüdischen Kolonien Palästinas und Dizengoff über ihre Entwicklung im Kriege. Am Freitag morgen referierte Wilkansky über die Grundlagen der Kolonisation. Dann sprach1 Fischer über die Grundsätze, die die politische Kommission zur Konferenz der der Friedenskonferenz vorgelegten zionistischen Forderungen auf gestellt hatte. Weizmann wies auf den Einfluß der politischen Lage auf die zionistischen Forderungen hin. Am Samstag abend und den ganzen Sonntag wurde die Diskussion über die prinzipiellen und speziellen Fragen der Politik fortgesetzt. An der Diskussion beteiligten sich: Yellin, Berlin, Wilkansky, Ussischkin, Simon, Motzkin, Podlischewsky, Farbstein, Rozoff, Barondess, Syrkin, Rosenblatt, Podlischewsky, Sonne, Herrmann. Zum Schluß der Aussprache wurden folgende Resolutionen angenommen: „Die zionistische Konferenz spricht den zionistischen Führern zu ihrer schweren Arbeit ihre Dankbarkeit und ihr Vertrauen aus Eingedenk der gerechten und historischen Ansprüche des jüdischen Volkes, ausgedrückt in historischer Tradition und in vielen jüdischen Erklärungen, ersucht die Konferenz die zionistischen Führer bei der weiteren politischen Arbeit, die Resolution über die Vorschläge als Basis zu benutzen.“ Diese Resolutionen waren durch die von der Konferenz gewählten politischen Kommissionen ausgearbeitet und der Konferenz vorgelegt worden. Am Montag begannen De Lieme und Kaplansky ihren Bericht, im Namen der Kolonisationskommission. Die Majorität für die Nationalisierung des Bode ns. In der Sitzung der Londoner Konferenz von Montag, den 10. März, wurde der Bericht der Kolonisationskommission erstattet. Die Majorität der Versammlung forderte die Nationalisierung des Bodens. Dieser Antrag wurde unterstützt von De Lieme, Julius Simon, Motzkin, Wilkansky, Kaplansky, Schochat, Syrkin und Meyer Berlin. Die Minorität forderte, daß außer der Nationalisierung aller durch die Kolonisationsverwaltung übernommener Ländereien auch Privatkäufe zugelassen würden, aber unter Ausschluß von Spekulation und der Möglichkeit des Erwerbes von Großgrundbesitz. Den letzteren Standpunkt vertraten Dizengoff, Eisenberg und Jean Fischer. Die Frage wurde noch nicht entschieden. Zu dieser in dem Londoner Originaltelegramm nicht ganz verständlichen Darlegung der Minoritätsforderungen bemerkt das Kopenhagener Bureau folgendes: Offenbar ist nicht gemeint, daß Privatpersonen Ländereien von Arabern kaufen können, sondern daß die Kolonisationsverwaltung außer den Ländereien, die sie für Nationalisierungszwecke erwirbt, auch Ländereien an Einzelkäufer für Privateigentum abgeben kann. Am Dienstag, den 11. März, erstattete Yellin unter dem Präsidium Ussischkin den Bericht der Erziehungskommission. Wichtige kolonisatorische und organisatorische Maßnahmen. — Ein Landfonds gebildet. — Die Nationalisierung des Bodens. — Einberufung des ordentlichen Kongresses auf den 1. Eli ul. — Das Aktionskomitee in Permanenz. Die Dienstagnachmittagssitzung der Londoner Konferenz war mit der Debatte über das Kolonisationsprogramm ausgefüllit. Weizmann erklärte in seiner Schlußrede, die Hauptarbeit sei die Vorbereitung auf den Beginn der Tätigkeit sofort nach der Friedenskonferenz, soweit Arbeitsmöglichkeiten vorhanden sind. Die Arbeit müsse in Übereinstimmung mit den Erfordernissen der Bewegung erfolgen. Sie müsse großzügige Methoden anwenden und nicht mehr im bisherigen Maßstabe geführt werden. Er erwarte eine lebhafte Tätigkeit, insbesondere in Palästina. Er mißt der Aufnahme öffentlicher Arbeiten großen Wert als Arbeitsgelegenheit für Einwanderer bei. Er betonte dann die kulturelle und politische Bedeutung des Baues der hebräischen Universität. Für alle Juden ständen nunmehr große Aufgaben bevor. Vor allem würden die Juden Palästinas durch ihre praktischen Erfahrungen nützen können, besonders groß seien die Aufgaben der amerikanischen Juden. Die Konferenz beschloß dann einige Resolutionen, die die Kolonisationskommission vorgeigt hatte, dem Aktionskomitee, andere dem Kongreß zu überweisen. Die dringlichsten Anträge wurden von der Konferenz angenommen. Sie haben folgenden Wortlaut: „Ein jüdischer Landfonds wird gebildet, der für die nationale jüdische Kolonisation alle Ländereien übernimmt, die nicht im Privateigentum stehen, ferner andere erhältliche Ländereien unter sorgfältiger Berücksichtigung der Rechte der arabischen Besitzer. Die Ländereien des Landfonds können nicht in Privateigentum übergehen, sondern gehören dem jüdischen Volke. Der Jüdische Rat erhält das Prioritätsrecht zur Übernahme Öffentlicher Arbeiten.“ In der Sitzung vom Mittwoch, den 12. März, erstattete Dr. Jacobson den Bericht der Organisationskommission. Die Konferenz faßte folgende Beschlüsse: 1. Zum 1. Ellul ist der ordentliche Zionistische Kongreß einzuberufen, derart, daß alle Organisationen an diesem teilnehmen können. Das Ak- KönigI. bayer.Lotterieeinnahme der Preuss.- Slidd. Klassen-Lotterie A. Ostermaier. München Promenadepl. 12/1, Eing. durch d. Zigarrengeschält Beginn der 13. (239 ) Lotterie mit Ziehung I. Klasse am 7. u. 8. Januar 1919, 2. Klasse am 11. u. 12. Februar 1919, 3. Klasse am 11. u. 12. März 1919, 4. Klasse am 8. u. 9. April 19.9, 5. Klasse (Haupt- und SchluQziehungl beginnt am 7. Mai und endet am 2. Juni 1919. endet am 2. Juni 1919. Lose in jjroner nnswani stets vorrätig. r die 1. Klasse; für Ve V4_lft 40 M Bei den folgenden Klassen sind die Vorklassen stets nachzubezahlen.

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