Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 6 (1919)
- Issue
- 11 (14.3.1919)
- Date
- 1919-03-14
- Page
- Seite 144 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/9072829-9102975-9139954--02700-9075520- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Odesa 1× ep/1000834
OCR text
144 Das Jüdische Echo Nr. 11 für Palästina; Zwei Krankheiten sind besonders ihnen in bezug auf Erez Jisroel entgegenkomme; gefährlich und müssen mit allen Mitteln bekämpft die Leitung möge den geeigneten Moment nicht werden, die Malaria und die Körnerkrankheit. verpassen, sonst könnte es geschehen, daß sie. Viele Familien in den Kolonien sind noch ohne ärztwie es schon viele getan, sich anderen Organiliche Hilfe. Für 17 Kolonien sind1 nur drei Ärzte sationen zuwenden, die ihr in dieser Beziehung und drei Hebammen vorhanden. Er schlug folmehr bieten, ergriff Herr Rabbiner Dr. Breuer gende Resolution vor, die angenommen wurde: (Aschaffenburg) das Wort zu einer Ansprache, die „Bei der Besiedlung Palästinas ist die größte im großen und ganzen in vollstem Widerspruch Aufmerksamkeit auf die Gesundheitsverhältnisse zu allen vorher gehaltenen versöhnlichen Reden des zu besiedelnden Bodens und der Bevölkerung standi Er sprach den Palästinawanderern den zu richten. Die Konferenz befürwortet demgemäß Idealismus ab. Nur materielle Interessen werden die Gründung eines besonderen jüdischen Gesundin Zukunft dorthin führen. Das brauche die Zioheitsamtes für Palästina, das im Einvernehmen nisten nicht zu beirren, die nur auf die wirtschaft- und in Verbindung mit den schon in Palästina beliehe Seite zu sehen haben, hingegen müßten wir stehlenden medizinischen Behörden und Instituten darauf sehen, daß nur solche hingehen, die im arbeiten soll, insbesondere liegt ihm das Studium Geiste der Thora wandeln. Als Esra aus Bawel der sanitären Verhältnisse des Landes und die nach Erez Jisroel zog, da nahm er alles Gesindel, Ausarbeitung eines Gesundheitsgesetzes in den jüalles, was unrein war, alle Mamserim mit, um dischen Siedlungen ob. Bei der zu gründenden Bawel rein zu machen, weil er meinte, wie es in Zentralstelle für Palästina sind in die Studien- Keduschin heißt, daß er damit fertig werde; mögen kommission auch Ärzte und Hygieniker zu entsenwie einst unter Esra alle Mamserim, nun auch alle senden.“ diese Elemente fort von uns ziehen, und' wie Esra Herr Direktor Dr. R a b b i n aus Odessa, der mit den Mamserim, werden wir auch mit den Ziodie Verhältnisse in Palästina genau kennt, gab als nisten fertig werden. (Wörtlich zitiert.) Gast einige wertvolle Aufklärungen über Lage, Nach dieser Äußerung wurde vom Journalisten- Geographie, Geologie und Grenzen in Palästina. tisch „unerhört“ gerufen und einer der Jouma- Nachdem Herr G r ii n b a u m, Nürnberg, Rablisten wollte ostentativ das Lokal verlassen. Die biner Groß, Jaffa, Max Kohn. Köln, und Eiweitaus große Mehrzahl der Delegierten erhob senmann (Frankfurt und Rom) sich in dieser aber flammenden Widerspruch gegen diese takt- Frage geäußert hatten, wobei die beiden letzteren losen und in die Gosse, aber nicht in einen Saal, besonders darauf hinwiesen, daß sie im Namen der der mit würdigen Persönlichkeiten gefüllt ist, gegesetzestreuen Jugend sprechen, die durchaus hörigen Äußerungen und das Präsidium entzog national emnfindet und schon lange darauf wartet, dem Redner unter schallenden Schlußrufen des daß die offizielle Vertretung der Thoratreuen Auditoriums das Wort. 35/^ Hie Sgu im Ufcltfcleg ljKsj nimmt Alt Ulündjiur fugend oudj 6dm nimmt 6U Ulünityitr jjugenö mutyftdm HJköccouftmu fdetittig (Qtt ausgeprägte Stellung unter den öeutfdjen tUufhlerten 5eitfd)rlften ein. Sie Ift nad} tote üot Sie Ufe&Imgöleftüre ritte* Jeäett/ 6et emß und ooructellslos den %eit* gelft Uerfolgt Sejugsprei* nferteljäQrfid} Ulf.?.fo (Sucfytyandel oder poft) Unmltteldar oom Settag ln Hollen nerpatft mit Porto, In Seutfd)land Ulf. 10.M Im 3tu*land Ulf. fo.fo Profteftände 4 nummern enthaltend Ulf. t.fo flnjelne Hummern Ulf. «.70 Oeclttfl flec Jugenfl' . Ülundjen, , V iejjlnglh. 1 i Der Palästina-Delegiertentag. Der Palästina-Delegiertentag wird einer uns in letzter Stunde vom Zionistischen Zentral-Biiro, Berlin zugehenden Meldung zufolge mit Rücksicht auf die ungünstigen Zeitumstände und die zu erwartende Klärung der politischen Lage auf die letzte Aprilwoche verschoben. Gemeindenu. Vereins-Echo (Untere Leser sind zur Einsendung von M111 e 11 u n g e n aus Gemeinden und Vereinen und von Personalneohrioliten, die In diesen 8patten gerne Aufnahme finden, höfflohst eingeladen.} München. Einen wohlgelungenen „Jidischen Volkslieder- und Theaterabend“ veranstaltete zu gunsten der Lemberger Pogromopfer am 9. d. M. der Verein „Bne-Jehuda“. Die überfüllten „Prinzensäle“ des Caf6 Luitpold' konnten das zahlreich erschienene Publikum kaum fassen, so daß viele Nachzügler draußen bleiben mußten. Den Abend eröffnete ein „Großes Trio“ (1. u. 2. Satz des Op. 49 von Mendelssohn-Bartholdy), das die Herren J u d e 1 s 0 n (Violine). Bogen (Cello) und Rupp (Klavier) mit einiger Gewandtheit beisteuerten. Es folgte das mit Temperament in Wort und Geberde dargestellt Bühnenbild „Juda hamakkabi“ (Herr B i r n z w e i g) und der eindrucksvolle Vortrag des Bialikschen Pogromepos „Di Schechite-Stadt“ durch Herrn Josef Löwy. Darauf sang FrL Sophie Fleischer, eine Münchener Kunstnovize, mit Wärme und schönem technischen Können jidische Lieder von Morris Rosenfeld („Mein Ruhplatz“) und Abraham Reisin („Dos naje Lied“ und „Ich weiß nischt“). Den mit lebhaften Beifall aufgenommenen programmmäßigen Darbietungen der jungen Sängerin, die Von Herrn Kluger verständnisvoll begleitet