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Das jüdische Echo · 1919-02-28 · 9 (28.2.1919) · p. Seite 114

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
6 (1919)
Issue
9 (28.2.1919)
Date
1919-02-28
Page
Seite 114 (sequence 10)
Language
German
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114 Das Jüdische Echo national-jüdischem Boden stehend, verfolgt sie einen doppelten Zweck: Ihre Mitglieder in beruflich-wirtschaftlichen Fragen gegen die üblichen Benachteiligungen, die sich rm jüdischen Buch- und Pressewesen wie allüberall zeigen, durch geeintes Vorgehen zu schützen und die geistigen Kräfte für die Ziele der jüdischen Bewegung sammeln zu helfen. Das Erste soll erreicht werden durch die Tätigkeit einer Rechtsschutzabteilung, für die Syndici bestellt sind, das Zweite vorerst durch Schaffung eines Klubheimes, das gesellschaftlichem Verkehr und kulturellen Aufgaben dienstbar gemacht werden soll. Die Vereinigung Haruach gedenkt ihre Werbearbeit zur Bildung ähnlicher Organisationen auf andere Großstädte jüdischen Lebens wie Prag, Krakau, Berlin usw. auszudehnen. Zum Präsidenten wurde Privatdozent Dr. Harry Torczyner gewählt; in die Leitung teilen sich dieser als Vertreter der Gelehrten, Schriftsteller Jakob Krausz und die Malerin Blanka Lipschütz. Die Adresse der Vereinigung Haruach lautet: Wien I, Concordiaplatz 4, Cafe Industriellen. England. Nach neueren Nachrichten aus England entwickelt sich die dort begründete Misrachi- Landesorganisation in überaus erfreulicher Weise. Sie zählt jetzt bereits 20 000 Mitglieder. An ihrer Spitze stellt außer dem Oberrabbiner Hertz der Rabbiner Dr. Schönfeld. Es ist nun im Vergleich mit den analogen Verhältnissen in der deutschen Orthodoxie eine überaus interessante Tatsache, daß Herr Dr. Schönfeld, der Rabbiner der einzigen in England bestehenden staatlich anerkannten Austrittsgemeinde ist und trotzdem den Mut hat, sich öffentlich als Misrachist zu bekennen. — Die Zahl von 20 000 organisierten Misrachisten ist um so imposanter, wenn man bedenkt, daß die Anfänge des englischen Misrachi eigentlich erst vom Juli 1918 datieren. Damals begründete Dr. Schönfeld ein provisorisches Komitee, welches bis zu der ersten Misraehi-Konferenz am 28./29. Dezember alle Arbeit leistete. Der voraussichtlich in einiger Zeit von London aus zu entsendenden neueren größeren Palästina-Kommission wird eine entsprechende Anzahl von Misrachisten angehören. Der englische Misrachi arbeitet im besten Einvernehmen mit Dr. Weizmann und der englischen zionistischen Föderation. Ehrenvorsitzender des. englischen Misrachi ist der altbekannte Misrachi-Führer Rabbiner S. J. Rabbinowitz aus Liverpool. — Das Misrachi- Komitee hat beschlossen, eine hebräische Monatsschrift herauszugeben. literarisches Echo In M. Hickls Verlag Wien-Brünn erscheint in den nächsten Tagen das Buch „Der Judenprogrom in Lemberg“ von Josef Bendew auf Grund authentischer Protokolle, Urkunden und amtlichem Material. Das Buch enthält zahlreiche photographische Aufnahmen, ein sehr ergiebiges statistisches Material und ist die erste erschöpfende Darstellung der Judenmassaeres in Lemberg. Eine neue iüdische Jugendzeitschrift. In Wien erscheint ab 1. März unter der Bezeichnung „Jüdische Jugendblätter“ eine neue jüdische Halbmonatsschrift, welche die Aufgabe hat, unter möglichster Fernhaltung von theoretischen Spekulation en die Jugend mit dem Wesen der jüdischen Realität vertraut zu machen. Die Zeitschrift wird vom Zentralverband der Jüdischen Jugendgruppen Deutschösterreichs (Vorsitzender: Dr. Siegfried Bernfeld) herausgegeben. Die Redaktion liegt in den Händen eines Kollegiums, an dessen Spitze Heinrich Margulies steht. Die 1. Nummer enthält außer einem programmatischen Leitaufsatz folgende- Beiträge: Adolf Böhm: „Die Aufgaben der jüdischen Jugend“, Heinrich Margulies: „Kritik am Deutschtum“, Robert Weiß: „Was wir wollen“, Frida Schiff: „Aus der Jugendbewegung“ (Aus Palästina). Vom Judentum usw. Adresse für redaktionelle Zuschriften: Wien II., Taborstraße 1, Tür 16. Bezugspreis: das Jahr K 16, das Vierteljahr K 4, Einzelnummer 80 Heller. Eine neuhebräische Erzählung. Von Alfred Le mm. Die Äußerungen einer Kultur, die im Werden, oder wie im Fall der jüdischen, im Neuwerden begriffen ist, sind ungemein schwer zu beurteilen. Denn bevor ein neuer endgültiger Stil entsteht, muß die Auseinandersetzung mit dem alten erledigt sein. Wie weit in diesem Übergangsstadium die alten Formen noch berechtigt, will sagen: auch für einen neuen Geist verwendbar sind, wie weit sie unzureichend geworden, und daher ersetzt sein müßten, falls produktive Begabung vorliegt, ist das Problem. Heute ist die jüdische Kultur des Ostens bei der Arbeit, sich, sei es in jüdischer, sei es in hebräischer Sprache, den Ulte bloßer Im JOeltfrleg nimmt Alt müntftner fugend oud) beim IflJiedecnufftau des Jnedens lt)re ausgeprägte Stellung unter Öen öeutfrfjen lllujlrlerten 3eltfd)rlften ein. Sie ij\ natty tole öor Öle lEie&lmgsIeffüre eines Jeden/ 6er ernft unö üorurtellsloö Öen ^elt* gelfl öerfolgt. Öesugöprelö ülertelfät)rlid) IW. 7.50 (Ourfjfjanöel oöer poß) Unmittelbar öom Oerlag In Hollen üerparft mit Porto, In Oeutfrftlanö IW. io.m Im #uslanö IW. to.fo probebänöe 4 Hummern entfyaltenö IW. T.fo Einzelne Hummern IW. *.70 Ucdng öec ,$ugenö' Mumien, JUJJIngßr. i

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